Sharp startet KI-Server-Geschäft: Verkauf ab April 2027
Veröffentlicht am: 15.09.2026 um 22:05 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Sharp steigt in das Geschäft mit KI-Servern ein und nimmt dafür Inlandsbestellungen für Systeme entgegen, die in Zusammenarbeit mit Foxconn entstehen. Wie kyodonews.net berichtete, soll der Verkauf ab dem Fiskaljahr 2027, also ab April, beginnen. Sharp strebt einen Umsatz von rund 250 Milliarden Yen (umgerechnet etwa 1,6 Milliarden US-Dollar) im Fiskaljahr 2030 an.
Foxconn produziert, Sharp übernimmt Wartung
Die Server basieren auf einer Nvidia-Plattform und richten sich laut nippon.com an Kommunen, Forschungseinrichtungen und Rechenzentren. Die Produktion übernimmt Hon Hai, während Sharp für die Wartung der Systeme zuständig ist.
Als erstes Produkt bringt Sharp den NVIDIA RTX Pro Server auf den Markt, der mit bis zu acht RTX-PRO-6000-Blackwell-GPUs ausgestattet ist. Ein Nvidia-HGX-System soll folgen: Das HGX Rubin NVL8 verbindet acht GPUs über NVLink und setzt auf Direktflüssigkühlung, wie jcnnewswire.com berichtete.
Für den Vertrieb hat Sharp mit Daiwabo Information System und Ryoyo Ryosan zwei Partner gewonnen, die Wartung übernimmt demnach TOMORROW NET.
Wachsender japanischer Servermarkt als Grundlage
Sharp begründet den Schritt mit dem erwarteten Wachstum des japanischen Servermarkts. Dieser soll laut Unternehmensangaben von rund 900 Milliarden Yen im Fiskaljahr 2025 auf etwa 4 Billionen Yen im Fiskaljahr 2030 und weiter auf rund 7 Billionen Yen im Fiskaljahr 2035 anwachsen.
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Einordnung in ein dynamisches Marktumfeld
Der Einstieg von Sharp fällt in eine Phase, in der der weltweite Servermarkt insgesamt kräftig zulegt. Laut IDC erreichte der globale Vendor-Umsatz im zweiten Quartal 2026 mit 166,3 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert – ein Plus von 52 Prozent gegenüber dem Vorjahr und von 35,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal, in dem 125,3 Milliarden US-Dollar erzielt wurden.
GPU-beschleunigte Server trugen mit 87,4 Milliarden US-Dollar und einem Zuwachs von 28,1 Prozent einen Anteil von 52,6 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Auch andere japanische Anbieter positionieren sich in diesem Umfeld: Fujitsu kündigte den globalen Verkaufsstart seiner in Japan entwickelten CPU FUJITSU-MONAKA für November 2026 an, mit entsprechenden Servern in Japan und Europa.
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Sharps Einstieg ins KI-Server-Geschäft reiht sich damit in eine breitere Bewegung japanischer Technologiekonzerne ein, die angesichts des erwarteten Nachfrageschubs bei KI-Infrastruktur eigene Angebote im Hardware-Bereich aufbauen.
