SHARE Hub: KAIST und Thermo Fisher bauen autonome Labore
Veröffentlicht am: 27.08.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Das Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) und das US-amerikanische Technologieunternehmen Thermo Fisher Scientific haben am 26. August eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit unterzeichnet.
Ziel der Kooperation ist der Aufbau des sogenannten SHARE Hub, einer Forschungseinrichtung für autonome Laborprozesse. In diesem Zentrum sollen künstliche Intelligenz (KI) und Robotik kombiniert werden, um wissenschaftliche Experimente eigenständig zu entwerfen und durchzuführen.
Automatisierung der Wirkstoffforschung im SHARE Hub
Die Partnerschaft sieht vor, den SHARE Hub als offene Innovationsplattform zu etablieren. Das Konzept basiert auf einem integrierten Workflow, bei dem KI-Systeme Versuchsanordnungen planen, während Robotereinheiten die physische Ausführung der Experimente übernehmen. Ein Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit liegt in der Entwicklung neuer Technologien an der Schnittstelle von KI, Robotik und Automatisierung.
Im Rahmen der Kooperation ist zudem die Durchführung eines Challenge-Programms geplant, das sich spezifisch der Wirkstoffforschung widmet. Dabei bringt das KAIST seine Forschungskapazitäten in den Bereichen Biowissenschaften, Chemie, Medizin sowie KI und Robotik ein. Thermo Fisher Scientific stellt für das Projekt die erforderliche technologische Ausrüstung und spezialisierte Automatisierungslösungen bereit.
Neues Innovationszentrum in Seoul als technologische Basis
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Die Zusammenarbeit mit dem KAIST schließt an die jüngsten Expansionsschritte von Thermo Fisher Scientific in Südkorea an. Das Unternehmen eröffnete bereits am 25. August in Seoul das weltweit erste AI-Automation Innovation Center seiner Art. Dieses Zentrum wurde konzipiert, um Automatisierung, Datenanalytik und KI zu integrieren. Ziel ist es, gemeinsam mit Kunden autonome Arbeitsabläufe in der Forschung zu entwickeln und zu validieren.
Das neue Zentrum fokussiert sich technisch insbesondere auf Anwendungen in der Durchflusszytometrie, der genetischen Analyse sowie der Chromatographie. Es gilt als die erste globale Einrichtung des Unternehmens, welche die Verbindung von KI und Automatisierung in der wissenschaftlichen Forschung in dieser Tiefe adressiert. Der Fokus liegt hierbei auf der Schaffung funktionsfähiger autonomer Labore und moderner Analyse-Technologien.
Strategische Bedeutung für den Wissenschaftsstandort
Durch die Verbindung der akademischen Forschungsexpertise des KAIST mit der industriellen Hardware und den Automatisierungslösungen von Thermo Fisher Scientific soll die Effizienz wissenschaftlicher Prozesse gesteigert werden. Die Partner streben an, durch die autonome Versuchsführung menschliche Fehlerquellen zu minimieren und die Geschwindigkeit der Datenerhebung zu erhöhen.
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Thermo Fisher Scientific, das nach eigenen Angaben einen Jahresumsatz von über 45 Milliarden US-Dollar erzielt, unterstreicht mit der Gründung des Innovationszentrums und der Kooperation mit dem KAIST die wachsende Bedeutung des südkoreanischen Marktes für die globale Biotech- und Forschungsstrategie.
Die Entwicklung autonomer Systeme wird in der Branche zunehmend als notwendiger Schritt angesehen, um die Komplexität moderner biowissenschaftlicher Fragestellungen bewältigen zu können.
