Sexuelle, Belästigung

Sexuelle Belästigung in Belgien: 91 Prozent der Mädchen betroffen

Veröffentlicht am: 10.10.2026 um 14:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Plan International België sammelte beim Marsch in Gent Spenden für Sicherheitsprojekte in Belgien und weiteren Regionen.

Gent: Rund 800 Menschen marschieren für den Schutz von Mädchen
Eine menschenleere, historische Kopfsteinpflastergasse in Gent in der Abenddämmerung mit klassischer flämischer Architektur. Illustration mit AI erstellt.

Rund 800 Menschen haben sich laut einem Bericht von VRT NWS vom 9. Oktober 2026 in der belgischen Stadt Gent am Spendenmarsch „Her Walk“ beteiligt. Die Veranstaltung wurde von der Organisation Plan International België initiiert, um öffentlich auf das Sicherheitsgefühl sowie den Schutz von Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen.

Neben der gesellschaftlichen Sensibilisierung für Bedrohungen im öffentlichen Raum diente der Marsch dazu, finanzielle Mittel für konkrete Hilfsprojekte zu mobilisieren.

Hohe Belastung durch sexuelle Belästigung

Hintergrund der Initiative ist eine anhaltend hohe Gefährdung junger Frauen im alltäglichen Umfeld. Angaben von Plan International België zufolge, über die das Magazin marieclaire.be in einem Bericht vom 9. Oktober 2026 informierte, waren 91 Prozent der belgischen Mädchen bereits Opfer sexueller Belästigung.

Diese Zahl verdeutlicht, dass Übergriffe und Belästigungen im öffentlichen Raum für einen Großteil der Betroffenen eine prägende Erfahrung darstellen. Aktionen wie der Marsch in Gent sollen Betroffenen Rückhalt geben und das Thema stärker in das Bewusstsein von Gesellschaft und Öffentlichkeit rücken.

Organisation und Spendenziele der Veranstaltung

Als Schauplatz für den Spendenmarsch diente das flämische Gent. Zentrale Anlaufstelle der Veranstaltung war die Kultureinrichtung VIERNULVIER, an der sowohl der Start und das Ziel des Laufs lagen als auch im Anschluss die Afterparty ausgerichtet wurde. Damit bot die Organisation den Teilnehmenden einen festen Rahmen für das gemeinsame Engagement und den Austausch.

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Die Beteiligung an dem Marsch war mit festen Beiträgen verknüpft: Eine Teilnahme kostete 100 Euro pro Person oder 500 Euro pro Team mit höchstens acht Personen. Mit diesen Einnahmen strebte Plan International België eine Zielsumme von insgesamt 200.000 Euro an.

Die gesammelten Gelder sind für Projekte vorgesehen, die gezielt auf die Sicherheit von Mädchen ausgerichtet sind. Die Maßnahmen beschränken sich dabei nicht nur auf Belgien, sondern sollen auch Programme in Lateinamerika, Afrika und Südostasien unterstützen.

Engagement für Schutz und Prävention

Die Initiative veranschaulicht, wie zivilgesellschaftliche Organisationen versuchen, strukturellen Übergriffen im öffentlichen Raum entgegenzuwirken und Hilfsangebote zu finanzieren.

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Durch die Verknüpfung von öffentlicher Präsenz auf den Straßen mit gezielten Spendenmitteln sollen langfristige Programme gefördert werden, die Mädchen und Frauen vor Belästigung schützen. Das Erreichen der finanziellen Ziele bildet dabei die Grundlage, um entsprechende Schutzmaßnahmen sowohl auf nationaler Ebene als auch in internationalen Partnerregionen umzusetzen.

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