Sexualisierte Gewalt: 48 Prozent der Jugendlichen betroffen
16.06.2026 - 01:00:19 | boerse-global.de
Kitas und Schulen setzen auf neue Formate, um Jugendliche für psychische Erkrankungen, Gewalt und digitale Gefahren zu sensibilisieren. Statt trockener Vorträge erleben Schüler die Themen hautnah.
„Erlebnisse im Kopf“: Depression und Sucht hautnah
Die interaktive Wanderausstellung „Erlebnisse im Kopf“ macht psychische Krankheiten erfahrbar. Mitte Juni 2026 präsentierte pro mente Burgenland die Schau in Eisenstadt. Sie richtet sich an Jugendliche der Sekundarstufe II.
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Das Konzept: Schulklassen durchlaufen Stationen zu Schizophrenie, Depression oder Sucht. In einem Depressionsraum oder an einem Schizophrenieregal können sie die Auswirkungen nachempfinden. Ein Alkohol- und Drogenparcours klärt über Abhängigkeiten auf. Die Ausstellung ist 2026 in zwei Blöcken geplant: von Mitte Juni bis Anfang Juli und erneut im November.
„Echt Krass!“: Gegen sexualisierte Gewalt
Auch das Thema sexualisierte Gewalt rückt in den Fokus. Der Frauennotruf Lübeck zog im Juni 2026 Bilanz zur Ausstellung „Echt Krass!“. Demnach nahmen zwischen Ende Mai und Mitte Juni 19 Schulklassen an dem interaktiven Projekt teil.
Der Bedarf ist groß. Laut der Speak-Studie berichteten rund 48 Prozent der 14- bis 16-Jährigen von nicht-körperlicher sexualisierter Gewalt. Fast ein Viertel gab an, bereits körperliche sexualisierte Gewalt erfahren zu haben. Ende Mai 2026 widmete sich zudem eine Kinderschutztagung im Kyffhäuserkreis mit rund 180 Fachkräften den Themen Cybergrooming und digitale Mediennutzung.
MS Wissenschaft: Medizin der Zukunft zum Anfassen
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Technologie unterstützt die Präventionsarbeit zunehmend. Die Ausstellung MS Wissenschaft in Wolfsburg zeigt im Juni 2026 „Medizin der Zukunft“. An rund 30 Exponaten testen Besucher ab 12 Jahren künstliche Organe oder verfolgen virtuelle Operationen. Künstliche Intelligenz in Diagnostik und Therapie spielt eine zentrale Rolle.
Forschung: Wie das Gehirn lernt
Parallel zu den praktischen Angeboten liefert die Wissenschaft neue Erkenntnisse. Forschende des Universitätsklinikums Bonn und der Universität Bonn untersuchten im Mausmodell, wie der Hippocampus Informationen verarbeitet. Die Studie in der Fachzeitschrift PNAS zeigt: Bei unerwarteten Ereignissen legt das Gehirn neue Informationsebenen über bestehende räumliche Grundkarten. Diese Erkenntnisse könnten künftige Bildungsprogramme für Jugendliche verbessern.
