ServiceNow Flow: Bestandskunden in Nordamerika erhalten ab 6. Oktober Zugang
Veröffentlicht am: 01.10.2026 um 16:41 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Softwarekonzern ServiceNow hat mit Flow eine neue, KI-basierte Lösung für den Service-Desk-Bereich vorgestellt. Das System fungiert als eigenständiger Dienst und ist darauf ausgelegt, Mitarbeiteranfragen über verschiedene Kanäle wie Microsoft Teams, Slack, Web-Apps oder E-Mail entgegenzunehmen und zu bearbeiten. Damit erweitert das Unternehmen sein Portfolio um ein Angebot, das explizit auf eine schnelle Einsatzbereitschaft und geringe technische Hürden setzt.
Automatisierung und Integration ohne Infrastrukturaufwand
Nach Angaben des Unternehmens soll die Einrichtung von Flow innerhalb eines Tages möglich sein. Ein klassisches Implementierungsprojekt, eine Migration der Configuration Management Database (CMDB) oder die Bereitstellung einer eigenen Infrastruktur seien laut ServiceNow für den Betrieb nicht erforderlich. Damit zielt der Konzern auch auf kleine und mittlere Unternehmen ab, die bislang vor den komplexen Anforderungen umfassender Enterprise-Lösungen zurückschreckten. Zudem benötigen Neukunden für den Einsatz von Flow keine bereits bestehende Geschäftsbeziehung zu ServiceNow.
Die technische Basis bilden mehr als 100 vorgefertigte Konnektoren, über die sich Flow mit anderen Systemen verbinden lässt. Der Dienst integriert sich in vorhandene Wissensdatenbanken, Assets und Ticketsysteme. Mitarbeitende können Routineaufgaben direkt über Plattformen wie Slack oder Microsoft Teams erledigen.
Wiederkehrende Lösungen lassen sich nach Unternehmensangaben mit einem Klick automatisieren. Sollte ein Anliegen durch die Künstliche Intelligenz nicht gelöst werden können, erfolgt eine Weiterleitung an menschliche Supportteams, wobei der vollständige Gesprächskontext übermittelt wird, um eine nahtlose Bearbeitung zu gewährleisten.
Verbrauchsabhängiges Preismodell und Rollout-Planung
Hinsichtlich der Kostenstruktur setzt ServiceNow auf Flexibilität. Während der Phase der kontrollierten Verfügbarkeit wird der Dienst kostenlos angeboten. Für die Zeit danach ist eine verbrauchsabhängige Abrechnung vorgesehen. CEO Bill McDermott beschrieb das Modell als rein nutzungsbasiert, wodurch keine Vorabkosten anfallen würden. Konkrete Tarife für die Abrechnung nach der Testphase wurden bislang nicht veröffentlicht.
Wer KI-Systeme im Unternehmen einführt, muss neben der technischen Effizienz auch die neuen regulatorischen Rahmenbedingungen im Blick behalten. Dieser kostenlose Download verschafft Ihnen den nötigen Überblick über Fristen und Pflichten, den Ihre Rechts- und IT-Abteilung jetzt dringend braucht. EU AI Act in 5 Schritten verstehen
Bestandskunden, die bereits über ein KI-Abonnement (AI-native-SKUs) verfügen, können Flow ohne zusätzliche Lizenzgebühren nutzen. Die Abrechnung erfolgt in diesem Fall über das bereits vorhandene Assist-Kontingent. Laut ServiceNow laufen bereits jährlich mehr als 100 Milliarden Workflows auf der unternehmenseigenen Plattform, was die Skalierbarkeit der zugrunde liegenden Technologie unterstreichen soll.
Die schrittweise Markteinführung von Flow ist bereits terminiert. Für den 6. Oktober 2026 ist die Verfügbarkeit für Bestandskunden in Nordamerika geplant, wobei diese während der kontrollierten Verfügbarkeit bevorzugten Zugang erhalten sollen. Die allgemeine Verfügbarkeit in Nordamerika sowie in der EMEA-Region (Europa, Naher Osten und Afrika) wird bis Ende 2026 angestrebt. Für weitere Weltregionen ist der Start im ersten Quartal 2027 vorgesehen.
Die neuen Regeln für künstliche Intelligenz stellen viele Unternehmen vor ungelöste Fragen zu Risikoklassen und Dokumentationspflichten. Dieser kostenlose Report klärt auf, was Firmen jetzt konkret tun müssen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen. Kostenlosen Umsetzungsleitfaden zum EU AI Act sichern
Strategische Ausweitung über den IT-Sektor hinaus
Obwohl der Schwerpunkt zum Start auf dem IT-Service-Desk liegt, plant ServiceNow bereits eine Ausweitung des Modells. Das Unternehmen beabsichtigt, die KI-gesteuerte Automatisierung künftig auch auf Bereiche wie den Kundenservice und die Beschaffung anzuwenden.
Da für die Nutzung von Flow laut Herstellerangaben keine spezifischen Mitarbeiterschulungen notwendig sind, verspricht sich das an der New York Stock Exchange (NYSE: NOW) gelistete Unternehmen eine hohe Akzeptanz und eine schnelle Verbreitung der neuen Lösung im Markt.
