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Serve Robotics: Physical AI Services öffnen Robotertechnik für externe Firmen

Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 23:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Im dritten Quartal stieg der Umsatz um 313 Prozent; zugleich plant Serve Robotics den Ausbau seiner Dienste für externe Unternehmen.
Ein unebenes, raues Baustellengelände in einem Steinbruch bei Dämmerlicht mit Fokus auf Bodenstrukturen und Gestein. Illustration mit AI erstellt.

Der US-amerikanische Robotikspezialist Serve Robotics erweitert sein Geschäftsmodell und stellt die technologische Infrastruktur seiner autonom agierenden Lieferroboter künftig auch externen Unternehmen bereit.

Mit der Einführung der sogenannten Physical AI Services öffnet das an der Nasdaq notierte Unternehmen seine Software-, Daten- und Konnektivitätslösungen für Entwickler, die Systeme für physische Künstliche Intelligenz in unterschiedlichsten Einsatzfeldern realisieren.

Drei Kernprodukte und erste Partner aus der Industrie

Das neue Dienstleistungsangebot umfasst drei zentrale Komponenten. Dazu gehört Serve Link, ein System für hochleistungsfähige Konnektivität zwischen Einheiten im Außeneinsatz und ausgelagerter Rechenleistung, das Verbindungen über Wi-Fi, LTE, 5G sowie Satellit ermöglicht.

Ergänzt wird die Palette durch den Serve Data Curator, der seltene Datenmomente zur gezielten Modellverbesserung identifiziert, sowie einen Foundation-Model-Datenkatalog, der auf den gesammelten Erfahrungen aus den Gehwegeinsätzen des Unternehmens zu Terrain und Infrastruktur aufbaut.

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Als Erstkunde für die neuen Dienste fungiert Bedrock Robotics, ein Entwickler autonomer Systeme für schwere Baumaschinen, der Serve Link für die Datenübertragung nutzt. Nach Unternehmensangaben sind die zugrunde liegenden Dienste bereits auf Tausenden von Fahrzeugen in einem dutzend Industriezweigen im Einsatz, darunter im Baugewerbe, im Bergbau und beim autonomen Schwerlasttransport.

Zeitgleich kündigte das Unternehmen im Rahmen seiner Quartalsberichterstattung eine Kooperation mit dem Telekommunikationskonzern T-Mobile an, um KI-Rechenleistung näher an die Roboter heranzuführen.

Unternehmenschef Ali Kashani erklärte, der Bau eines Roboters bilde lediglich den Anfang. Er verglich den Schritt mit der Etablierung großer Cloud-Plattformen und betonte, das Unternehmen widme sich der Lösung zentraler Herausforderungen beim Einsatz von Robotern in vom Menschen genutzten Umgebungen.

Der Rollout der Physical AI Services ist für die kommenden Monate vorgesehen und soll von Pilotprogrammen in ausgewählten Städten begleitet werden. Zudem prüfe man weitere Technologiepartnerschaften.

Fortführung des Hardware-Geschäfts und kommunale Zulassungen

Das bestehende Hardware-Segment behält Serve Robotics unverändert bei. Dies umfasst neben den bekannten Gehweg-Lieferrobotern auch Einheiten für den Einsatz in Krankenhäusern, die über die Übernahme von Diligent Robotics integriert wurden.

Perspektivisch zielt das Unternehmen auf die Lizenzierung seiner Systeme an externe Entwickler für Anwendungen in der Landwirtschaft, in Logistiklagern sowie in anspruchsvollen, unkontrollierten Umgebungen ab.

Seit der Abspaltung von Uber im Jahr 2021 wurden über 2.000 Roboter in den USA und Australien betrieben, womit rund drei Millionen Menschen erreicht und Lieferungen für mehr als 4.000 Restaurants ausgeführt wurden.

Zuletzt erhielt das Unternehmen zudem eine Genehmigung des District Department of Transportation für Lieferdienste auf Gehwegen in Washington D.C., wo neben Serve Robotics auch Coco Robotics autorisiert wurde.

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Die Freigabe erlaubt den Betrieb von bis zu 25 Geräten je Betreiber in ausgewiesenen Zonen und verlangt Praxistests zur Interaktion mit Menschen mit Behinderungen. Während Serve Robotics in der Hauptstadt für Uber Eats liefert, verlagert sich das sonstige Liefergeschäft laut Berichten zunehmend in Richtung DoorDash und Wonder.

Finanzzahlen und operative Kennzahlen im dritten Quartal

Das zum 30. September 2026 beendete dritte Quartal schloss Serve Robotics mit einem Umsatz von 2,8 Millionen US-Dollar ab, was einem Anstieg von 313 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.

Wiederkehrende Erlöse machten 69 Prozent des Gesamtumsatzes aus; davon entfielen 2,58 Millionen US-Dollar auf Flottendienste und 0,25 Millionen US-Dollar auf Softwaredienste. Der GAAP-Nettoverlust belief sich auf 59,2 Millionen US-Dollar, während das bereinigte EBITDA bei minus 42,2 Millionen US-Dollar lag.

Für das Gesamtjahr 2026 hob das Management die Umsatzprognose auf 12 Millionen US-Dollar an. Zum Quartalsende verfügte das Unternehmen über liquide Mittel in Höhe von 198,0 Millionen US-Dollar bei rund 88 Millionen ausstehenden Aktien.

Operativ zählte der Anbieter im dritten Quartal 917 täglich aktive Roboter sowie 11.214 tägliche Bereitstellungsstunden bei einer Lieferabschlussrate von 99,9 Prozent.

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