Seniorensicherheitstag, Berlin

Seniorensicherheitstag Berlin: Polizei bietet am 13. Oktober Verkehrstests

Veröffentlicht am: 12.10.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Der Aktionstag am 13. Oktober bietet älteren Menschen in Berlin Tests zu Reaktion, Sehen und Verkehrssicherheit.

Polizei Berlin veranstaltet Seniorensicherheitstag mit Verkehrstests
Ein sonniger, leerer Fußgängerüberweg im Berliner Stadtbild mit klaren Bodenmarkierungen und einer Ampel. Illustration mit AI erstellt.

Die Aufrechterhaltung einer sicheren Mobilität im höheren Lebensalter steht im Mittelpunkt verkehrspolizeilicher Präventionsprogramme. Vor diesem Hintergrund richtet die Polizei Berlin am 13. Oktober ihren 3. Seniorensicherheitstag 2026 aus, dessen Schwerpunkt auf dem Verkehrsraum liegt.

Das Programm verbindet praktische Überprüfungen der Reaktionsfähigkeit mit Hinweisen zur Vermeidung von Gefahrensituationen und reiht sich in ein Spektrum vergleichbarer Maßnahmen im gesamten Bundesgebiet ein.

Schwerpunkte des Berliner Seniorensicherheitstags

Im Rahmen des Aktionstages am 13. Oktober bietet die Berliner Polizei mehrere dezentrale Anlaufstellen im Stadtgebiet an:

  • In Berlin-Spandau finden Interessierte auf dem Wochenmarkt an der Breiten Straße 37 von 10.00 bis 14.00 Uhr Reaktions- und Sehfähigkeitstests. Die Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamts informiert zudem über Einbruchschutz und das sichere Bewegen während der dunklen Jahreszeit.
  • Im Marzahner Biesdorf-Center an der Weißenhöher Straße 108 kommen von 9.00 bis 14.00 Uhr ein Lichttunnel, ein Wahrnehmungstestgerät sowie ein Glücksrad zum Einsatz, um die Sichtbarkeit im Verkehr und das gefahrlose Überqueren von Fahrbahnen zu thematisieren.
  • Im Ortsteil Friedrichshain organisiert der Polizeiabschnitt 51 gemeinsam mit dem ADAC Berlin-Brandenburg e.V. an der Kadiner Straße 1 ab 14.00 Uhr eine Lkw-Aktion, die die Risiken des toten Winkels und Gefahren beim Abbiegen verdeutlicht.

Typische Risiken und Erkenntnisse der Unfallstatistik

Die Notwendigkeit zielgerichteter Prävention spiegeln statistische Erhebungen wider. Nach gemeinsamen Auswertungen des Statistischen Bundesamtes und der Bundesanstalt für Straßenwesen zählen Rangiermanöver wie das Zurücksetzen zu den häufigsten Ursachen für Parkplatz- und Niedriggeschwindigkeitsunfälle.

Für das Jahr 2025 registrierten die Institutionen bundesweit tausende solcher Kollisionen, die vorwiegend zu Sachschäden oder leichten Verletzungen führten.

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Wer im Alter sicher unterwegs sein will, kann Reaktionsfähigkeit und Sehvermögen jetzt bei den Verkehrstests der Polizei überprüfen lassen – von Berlin bis Merseburg. Der kostenlose Ratgeber bündelt alle Termine und eine Checkliste zur eigenen Fahrtüchtigkeit. Alle Verkehrstest-Termine und Checkliste jetzt anfordern

Dass Rangiervorgänge im Nahbereich erhebliche Gefahren bergen, verdeutlichten Vorfälle vom 9. Oktober. In Ennepetal erfasste ein 90-jähriger Autofahrer beim langsamen Rückwärtsfahren auf der Marktstraße seine 89-jährige Ehefrau, die zuvor ausgestiegen war und sich hinter dem Wagen befand.

Am selben Tag wurde in Bad Füssing auf einem Supermarktparkplatz ein 80-jähriger Fußgänger im Vorbeigehen vom Außenspiegel des Wagens eines 68-Jährigen touchiert und stürzte. Am 10. Oktober missachtete zudem eine 86-jährige Autofahrerin in Wuppertal an der Bildhauerstraße die Vorfahrt und stieß mit einem Linienbus der Wuppertaler Stadtwerke zusammen.

Medizinische Beurteilung und ergänzende Schulungen

Neben verkehrstechnischen Aspekten gewinnt die medizinische Einschätzung an Bedeutung. Am 13. Oktober thematisiert eine Informationsveranstaltung im St. Willibrord-Spital in Emmerich unter Beteiligung von Polizei und Verkehrswacht die Fahrtauglichkeit aus geriatrischer Perspektive.

Weitere regionale Akteure setzen auf praktische Fertigkeiten. Für den 20. Oktober kündigte das Polizeirevier Saalekreis in Merseburg einen Verkehrspräventionstag an, der Fahrsimulatoren, Reaktionstests sowie Rollator-Parcours umfasst.

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Rangiermanöver wie das Rückwärtsfahren zählen zu den häufigsten Ursachen für Parkplatzunfälle – oft mit schweren Folgen für Fußgänger. Der kostenlose Ratgeber zeigt Übungen für sicheres Ein- und Aussteigen sowie Tipps zum Umgang mit Rollator im Verkehr. Übungen für sicheres Ein- und Aussteigen jetzt sichern

Am 21. Oktober veranstalten das DRK-Tageszentrum Eberstadt und die Hessische Verkehrswacht in Darmstadt ein gesondertes Rollator-Training zur Überprüfung der Griffhöhe und zur sicheren Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Bereits am 6. Oktober hatte ein Mobilitätstag in Stockelsdorf gezeigt, dass vor allem praktische Übungen zum Ein- und Aussteigen in Bussen auf eine hohe Nachfrage bei älteren Bürgern treffen.

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