Senioren-Gesundheit, Vitamin-D-Mangel

Senioren-Gesundheit: Über 50% haben Vitamin-D-Mangel

06.06.2026 - 05:09:17 | boerse-global.de

Eine Analyse von Blutproben zeigt bei über 50 Prozent der Senioren einen Vitamin-D-Mangel. Auch Vitamin B12 fehlt oft.

Studie zu Senioren: Vitamin-D- und B12-Mangel weit verbreitet
Senioren-Gesundheit - Nahaufnahme der Hand eines älteren Menschen, die bunte Vitaminpillen hält, mit weichem, natürlichem Licht. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

000 Blutproben älterer Menschen offenbart gravierende Nährstofflücken. Besonders Vitamin D und B12 fehlen bei vielen Senioren.

Die im Fachjournal „Nutrients“ veröffentlichte Studie untersuchte Probanden zwischen 65 und 93 Jahren. Das Ergebnis: Über 50 Prozent der Teilnehmer haben einen Vitamin-D-Mangel. Bei rund 25 Prozent fehlt es an Vitamin B12.

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Die Folgen sind weitreichend. Vitamin D ist essenziell für Knochen, Immunsystem und Muskelfunktion. Ein Mangel äußert sich oft durch Gelenkschmerzen und allgemeine Schwäche. Vitamin B12 wiederum braucht der Körper für die Blutbildung und die Nervenfunktion. Symptome wie Müdigkeit oder Gedächtnisverlust können auf eine Unterversorgung hinweisen.

Sonnenlicht reicht oft nicht aus

Die Newcastle University bestätigt diesen Trend. Ihre Forscher veröffentlichten im „European Journal of Clinical Nutrition“: Selbst im Sommer erreichen viele über 65-Jährige keinen stabilen Vitamin-D-Spiegel. Besonders in Regionen mit wenig Sonne oder bei Risikogruppen bleiben die Werte niedrig.

Experten fordern deshalb gezielte Gesundheitsstrategien. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt täglich 800 IE Vitamin D. Bei nachgewiesenem Mangel sind auch höhere Dosierungen möglich.

Im Gespräch ist zudem die Kombination von Vitamin D3 mit Vitamin K2. Während D3 die Kalziumaufnahme fördert, aktiviert K2 Proteine, die das Kalzium in Knochen und Zähne transportieren. Gleichzeitig verhindert es die Verkalkung der Gefäße.

Lebensstil beeinflusst neurologische Erkrankungen massiv

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) zeigt in einer aktuellen Publikationssammlung aus Juni 2026: Bis zu 80 Prozent der Schlaganfälle ließen sich durch die Modifikation von 23 Risikofaktoren vermeiden. Auch bei Demenzerkrankungen spielen beeinflussbare Faktoren eine große Rolle – 14 Risikofaktoren sollen für rund 45 Prozent der Fälle verantwortlich sein.

Eine Studie in „Nature Aging“ (Juni 2026) identifizierte zudem den DREAM-Repressorkomplex als relevant für die Lebensspanne und den Schutz vor Alzheimer. Bei vielen Säugetierarten korreliert eine niedrige Aktivität dieses Komplexes mit einer höheren Lebenserwartung.

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Das Darmmikrobiom altert mit

Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung (FLI) in Jena untersuchten die Veränderungen des Darmmikrobioms im Alter. Ihre Arbeit in „PLoS Biology“ (2026) zeigt: Ein alterndes Immunsystem verliert die Kontrolle über die Mikrobenvielfalt im Darm. Die Folge sind Dysbiosen und entzündliche Prozesse – das sogenannte „Inflammaging“.

Mikronährstoffe spielen hier eine doppelte Rolle. Sie beeinflussen die Darmflora und werden gleichzeitig von dieser für den Körper verwertbar gemacht.

Kaffee, Rucola und Co. – was wirklich hilft

Neben Vitaminen rücken auch andere Stoffe in den Fokus. Eine Untersuchung der Texas A&M University aus 2026 deutet an: Bestimmte Verbindungen in Kaffee hemmen Entzündungen und unterstützen zelluläre Recyclingprozesse (Autophagie). Die Effekte wurden bislang in Zell- und Tierstudien beobachtet.

Für die allgemeine Prävention empfehlen Experten eine ausgewogene Ernährung mit viel Ballaststoffen und vielfältiger Pflanzenkost. Lebensmittel wie Rucola liefern wichtige Nährstoffe wie Vitamin K, C und Folsäure. Allerdings sollten sie wegen möglicher Nitratanreicherung frisch verzehrt werden.

Bei Wundheilungsprozessen können zudem Zink, Kupfer und Eiweiß die verschiedenen Regenerationsphasen unterstützen. Wichtig: Supplemente sollten evidenzbasiert und nach medizinischer Beratung eingesetzt werden. Besonders bei fettlöslichen Vitaminen droht sonst eine Überdosierung.

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