Senioren-Betrug: 37 Prozent mehr Cyberkriminalität gegen Ältere
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 15:36 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Sommer der digitalen Aufklärung: Medienhäuser und Bibliotheken starten umfangreiche Hilfsprogramme für ältere Menschen.
Die digitale Kluft wächst – doch immer mehr Organisationen stemmen sich dagegen. Während Behörden, Banken und Medien zunehmend auf reine Online-Angebote setzen, starten in diesem Sommer zahlreiche Initiativen, um Senioren den Einstieg in die digitale Welt zu erleichtern. Von der einfachen Passwort-Hilfe bis zum intensiven Software-Training reicht das Spektrum der Maßnahmen.
Persönliche Hilfe vor Ort
Im Landkreis Uecker-Randow geht der Nordkurier neue Wege. Der Medienverlag bietet älteren Lesern persönliche Unterstützung beim Umstieg auf die digitale Zeitungsausgabe. Mitarbeiter wie Remo Grudzinski helfen direkt vor Ort bei technischen Hürden – von der App-Installation bis zur Verwaltung der Zugangsdaten.
Die Praxis zeigt, wie konkret die Hilfe ist. Eine 75-jährige Pasewalkerin nutzte den Service kürzlich, um ein hartnäckiges Passwort-Problem zu lösen. Doch damit nicht genug: Die Betreuer zeigen auch, wie man Schriftgrößen anpasst oder die Vorlesefunktion aktiviert. So bleibt der digitale Inhalt auch für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen zugänglich.
Bibliotheken als digitale Lernorte
Öffentliche Bibliotheken entwickeln sich zu zentralen Anlaufstellen für digitale Bildung. In den USA haben Bibliotheken in Delaware spezielle Digital-Experten eingestellt, die den ganzen Sommer über bei technischen Fragen helfen.
Ein besonderes Highlight: Die Barnesville Hutton Memorial Library veranstaltet am 17. Juli 2026 einen Workshop zu iPhone-Datenschutzeinstellungen. In Zusammenarbeit mit der Seniorenorganisation AARP und dem Energieversorger South Central Power lernen Teilnehmer dort, wie sie persönliche Daten und Sicherheitskonfigurationen verwalten.
Noch weiter in die Zukunft blickt die New York Public Library: Die Filiale St. Agnes plant für den 5. Dezember 2026 einen kostenlosen Computer-Hilfe-Nachmittag für Erwachsene – ganz ohne Voranmeldung.
Die Zahl der Betrugsfälle bei über 60-Jährigen stieg um 37% – Phishing, Spoofing und falsche Support-Anrufe sind die häufigsten Fallen. Unser kostenloser Leitfaden zeigt Ihnen in 5 Schritten, wie Sie sich effektiv schützen. Jetzt Schutz-Leitfaden anfordern
Auch international tut sich etwas: In Hanoi starten Kurse unter dem Motto „Digitale Kompetenz für alle". Sie richten sich speziell an Senioren und benachteiligte Gruppen und vermitteln den praktischen Umgang mit E-Government-Diensten, bargeldlosen Zahlungssystemen und der allgemeinen Internet-Navigation.
Intensivkurse und Cybersicherheit
Wer tiefer einsteigen möchte, wird in der VHS Herzberg fündig. Vom 13. bis 17. Juli 2026 läuft dort ein Intensivkurs, der weit über die Grundlagen hinausgeht. Das Programm umfasst professionelle Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint – aber auch moderne Themen wie den Einsatz künstlicher Intelligenz und Strategien zum Datenschutz im digitalen Alltag.
Die Schattenseite der Digitalisierung
Der Vorstoß zur digitalen Bildung kommt nicht von ungefähr. Die Bedrohung durch Cyberkriminalität wächst rasant. Die Zahlen des FBI Albany sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 wurden allein im Bundesstaat New York 8.537 Menschen über 60 Jahre Opfer von Betrug – ein Anstieg von 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die häufigsten Fallen: Phishing, Spoofing und falsche Technik-Support-Anrufe. Immerhin zeigen Ermittlungserfolge, dass die Lage nicht hoffnungslos ist. Das Sheriff-Büro im Saratoga County konnte kürzlich 433.000 Dollar in einem Betrugsfall sichern.
Immer mehr Senioren werden Opfer von Cyberkriminalität – allein in New York waren es 2025 über 8.500 Menschen. Mit unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung für sichere Passwörter und dem Erkennen offizieller Kontaktwege sind Sie auf der sicheren Seite. Kostenlosen Leitfaden jetzt sichern
Was Experten raten
Um sich zu schützen, empfehlen Fachleute eine einfache Regel: Immer alle Informationsquellen überprüfen und niemals überstürzt handeln. Wer eine verdächtige E-Mail oder eine unerwartete Zahlungsaufforderung erhält, sollte erst einmal innehalten und mit anderen sprechen. Offizielle Kontaktwege nutzen – das ist der sicherste Weg. Besondere Vorsicht gilt bei Zahlungsaufforderungen über Drittanbieter oder angeblichen Nachrichten von Paketdiensten.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
