Senior+, Freiburg

Senior+ 2026–2030: Freiburg fördert 28 Projekte für Bewegung und Teilhabe

Veröffentlicht am: 24.09.2026 um 14:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Freiburg stellt 5,088 Millionen Franken für 28 Vorhaben bereit; regionale Angebote verbinden Bewegungsförderung mit sozialem Austausch.

Seniorenförderung: Bewegung, Begegnung und Projekte über Generationen
Ein heller, freundlicher Gemeinschaftsraum in einem Seniorenzentrum mit Übungsmaterialien auf einem Holztisch. Illustration mit AI erstellt.

Regionale Netzwerke, Kommunen und soziale Träger setzen verstärkt auf organisierte Aktivitäten, um die körperliche Beweglichkeit und die soziale Einbindung älterer Bürgerinnen und Bürger zu fördern.

Von gezielten gymnastischen Angeboten zur Sturzprävention über alltagsnahe Motorikübungen bis hin zu langfristig angelegten Förderprogrammen reicht das Spektrum der Maßnahmen, die Vereinsamung vorbeugen und die Gesundheit im Alter stabilisieren sollen.

Gezielte Bewegungsförderung und Motorikübungen bei Demenz

Ein wichtiger Schwerpunkt regionaler Aktivitäten liegt in der Verbindung von kognitiven und körperlichen Übungen. Dies zeigte sich unter anderem rund um den Welt-Alzheimertag, der seit 1994 jährlich am 21. September begangen wird. Angesichts von bundesweit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung gewinnen niedrigschwellige Aktivierungsangebote stetig an Relevanz.

Im DRK-Seniorenzentrum Heilig Geist wurde zu diesem Anlass eine Bewegungsrallye veranstaltet, die gezielt Wurf-, Ziel-, Motorik- und Gedächtnisübungen miteinander kombinierte.

In der Region Fulda beteiligten sich weitere DRK-Einrichtungen mit thematischen Angeboten: Während in Petersberg ein Konzert stattfand, organisierten Teams in Weyhers eine Mal-Werkstatt und in Friedewald den Einsatz von Virtual-Reality-Brillen sowie eines Serviceroboters.

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Künftig sind dort unter anderem Entspannungstage mit massagen, das gemeinsame Ausprobieren von Musikinstrumenten und Demenz-Cafés für pflegende Angehörige vorgesehen.

Nachbarschaftliche Begegnung und Sturzprophylaxe in der Praxis

Neben stationären Angeboten spielen offene Begegnungsformen im Wohnumfeld eine zentrale Rolle für die alltägliche Mobilität. In Bergheim organisiert das Netzwerk „Gemeinsam gegen Einsam“ seit mittlerweile 25 Jahren regelmäßige Zusammenkünfte.

Das Netzwerk, das 2001 aus einer städtischen Informationsveranstaltung für Vorruheständler hervorging, verzichtet bewusst auf eine feste Vereinsstruktur, um den Zugang für Interessierte möglichst unkompliziert zu halten.

Zum 14-täglichen Frühstückstreff im örtlichen Bürgerzentrum FunTASTIK kommen regelmäßig rund 50 Personen zusammen, deren Altersstruktur überwiegend zwischen 75 und 95 Jahren liegt. Fester Bestandteil der dortigen Aktivitäten ist eine Gymnastikgruppe, die sich vor allem der Sturzprophylaxe widmet.

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Neben geselligen Runden wie Bingo-Nachmittagen gehörten in früheren Jahren auch Wanderungen und ein Besuchs- und Begleitdienst zum Portfolio, der 2014 an die Alzheimer-Gesellschaft übergeben wurde.

Langfristige kommunale Rahmenpläne und Generationenprojekte

Dass die Förderung von Bewegung und sozialer Teilhabe auch auf politisch-administrativer Ebene verankert wird, zeigt sich auf regionaler Ebene an mehrjährigen Förderstrukturen. So verabschiedete der Staatsrat des Kantons Freiburg im Mai den neuen Maßnahmenplan Senior+ 2026–2030, der insgesamt 28 Vorhaben umfasst.

Für diesen Rahmen stehen Gesamtfördermittel in Höhe von 5,088 Millionen Franken bereit, was einem Zuwachs von rund 695.000 Franken im Vergleich zur vorangegangenen Planungsperiode entspricht.

Ein Teilbetrag von 100.000 Franken ist dabei explizit für Projekte reserviert, die den Austausch zwischen den Generationen stärken. Aus 14 Projektvorschlägen, die im Juni 2025 eingereicht worden waren, wählte eine Fachjury acht Initiativen aus.

Dazu zählen partizipative Formate wie die Erzählcafés der städtischen Bibliothek MEMO und das generationenübergreifende Kochprojekt «Generationen am Herd» des Vereins COOLINARIK. Neue Projektanträge für die Förderperiode können bis zum 13. November 2026 beim zuständigen Sozialvorsorgeamt eingereicht werden.

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