Semaglutid-Tablette: EU lässt 25-mg-Präparat zur Gewichtsreduktion zu
Veröffentlicht am: 19.07.2026 um 07:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Gesundheitsorganisationen haben ihre Leitlinien aktualisiert.
Spät essen? Lieber nicht
Die AOK empfiehlt im Juli 2026: Die letzte Mahlzeit sollte mehrere Stunden vor dem Schlafengehen liegen. Ein zu spätes Abendessen belastet die Verdauung und stört die Schlafphase. Das wiederum erschwert die Gewichtsabnahme.
Ideal sind leichte, aber sättigende Speisen. Experten raten zu einer Kombination aus magerem Eiweiß und gedünstetem Gemüse. Konkrete Vorschläge: gedämpfter Fisch mit gekochtem Gemüse oder geschnetzelter Hähnchensalat. Diese Kombinationen regulieren den Blutzucker und liefern Nährstoffe, ohne das Verdauungssystem zu überfordern.
Der „Ozempic-Salat“: Trend mit Tücken
In sozialen Netzwerken feiert im Juli 2026 eine Rezeptur Erfolge: der „Ozempic-Salat“. Die Mischung aus Weißkohl, Gurke, Avocado, Apfel, Koriander und Sesam setzt auf hohes Volumen bei geringer Kaloriendichte. Weißkohl liefert rund 36 Kilokalorien pro 100 Gramm und etwa 3,5 Gramm Ballaststoffe.
Ernährungsexperten warnen jedoch: Der Salat enthält zu wenig Protein. Zudem sei das Gericht kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie mit Semaglutid. Fachleute kritisieren die Namensgebung als irreführend – auch wenn die Zutaten grundsätzlich gesund sind.
Der „Blutzucker-Trick“: Erst Ballaststoffe, dann Kohlenhydrate
Ein Ansatz aus dem April 2026 findet weiterhin Beachtung: die strikte Reihenfolge der Lebensmittel während einer Mahlzeit. Die Methode soll Blutzuckerspitzen minimieren.
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Empfohlen wird: zuerst Ballaststoffe, dann Fette und Proteine (wie Fleisch). Kohlenhydrate, Stärke und Zucker erst am Ende. Befürworter berichten von positiven Effekten auf das Sättigungsgefühl. Kritiker bemängeln: Für diesen spezifischen „Trick“ fehlen noch umfassende wissenschaftliche Langzeitbelege.
Medikamentöse Unterstützung: Neue Tablette zugelassen
Im Juli 2026 erteilte die EU-Kommission die Zulassung für eine Semaglutid-Tablette (25 mg) zur Gewichtsreduktion. Einnahme: täglich nüchtern.
Grundlage war unter anderem die „Oasis-4“-Studie. Probanden verloren durchschnittlich 17 Prozent Gewicht, die Placebo-Gruppe nur 3 Prozent. Eine weitere Phase-III-Studie mit 307 Teilnehmern zeigte: 76,3 Prozent der Anwender erreichte einen Gewichtsverlust von mindestens 5 Prozent. Als Nebenwirkungen traten vor allem Magen-Darm-Beschwerden auf.
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Fachkreise sehen die medikamentöse Unterstützung als Ergänzung, nicht als Ersatz für einen gesunden Lebensstil. Neue Schweizer Leitlinien vom Mai 2026 definieren Adipositas explizit als chronische Erkrankung. Basis jeder Therapie bleibt die Trias aus Ernährung, Bewegung und ausreichend Schlaf.
Joghurt gegen Darmkrebs? Vielversprechende Daten
Neben dem Gewichtsverlust rücken präventive Aspekte in den Fokus. Eine taiwanesische Auswertung von NHANES-Daten (2001 bis 2020) mit über 9.400 Teilnehmern deutet darauf hin: Regelmäßiger Konsum von Joghurt sowie Prä- und Probiotika könnte mit einer rund 50 Prozent geringeren Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs assoziiert sein. Die Forscher betonen jedoch: Es handelt sich um eine Querschnittsstudie, die keinen direkten Kausalnachweis liefert.
Obst am Abend? Kein Problem
Ernährungsberater geben im Juli 2026 Entwarnung: Früchte wie Wassermelonen oder Pfirsiche führen bei ausgewogener Ernährung nicht zu Gewichtszunahme. Ihr hoher Wassergehalt (bis zu 95 Prozent) und wichtige Vitamine machen sie auch abends geeignet – idealerweise kombiniert mit einer Proteinquelle.
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