Selbsthilfegruppen: 80 Prozent berichten bessere Krankheitsbewältigung
17.06.2026 - 20:41:11 | boerse-global.de
Aktuelle Programme kombinieren fachmedizinische Behandlung, Physiotherapie und psychologische Unterstützung. Neben spezialisierten Eingriffen rücken niedrigschwellige Informationsangebote in den Vordergrund.
Minimalinvasive Eingriffe statt großer Schnitte
Im St. Marienkrankenhaus Ludwigshafen baut man seit Anfang 2026 die interventionelle Schmerztherapie aus. Die Klinik setzt auf vollendoskopische Wirbelsäulenchirurgie mit Schnittgrößen von etwa sieben Millimetern. Auch Neuromodulation und Nervenwurzelspritzen kommen zum Einsatz. Jährlich werden dort zwischen 500 und 600 Wirbelsäulenoperationen durchgeführt.
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Parallel strukturieren Klinikbetreiber ihre Fachbereiche um. Die Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach bündeln seit dem 15. Juni 2026 sämtliche orthopädischen Eingriffe an einem zentralen Standort. Andere Standorte bleiben für die Akutversorgung reserviert. Ein Fachvortrag zu Gelenkerkrankungen ist für den 1. Juli 2026 angekündigt.
Bewegung als Medizin
Auf kommunaler Ebene ergänzen Workshops das medizinische Angebot. In Großweikersdorf fand heute eine Veranstaltung zur Entstehung von Schmerzen durch Spannungsmuster und Bewegungsmangel statt. Ziel: alltagstaugliche Übungen zur Eigenanwendung vermitteln.
Im Zeughaus Wismar stellten Experten am selben Tag ein stationäres Schmerztherapieprogramm vor. Es setzt auf interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizin, Physiotherapie und Psychologie.
Präventive Bewegungsangebote im öffentlichen Raum gewinnen an Bedeutung. Im Bezirk Gänserndorf startete im Juni eine Initiative mit kostenlosen, von Trainern geleiteten Bewegungseinheiten im Freien – bis September, ohne bürokratische Hürden.
Selbsthilfe: Nachfrage übersteigt Angebot
Die SHILD-Studie belegt: 80 Prozent der Befragten bewältigen ihre Erkrankung durch Selbsthilfegruppen besser. Doch in Verden zeigt sich im Juni 2026 ein massiv gestiegener Bedarf. Bestehende Gruppen für Menschen mit Depressionen und Ängsten können teilweise keine neuen Mitglieder aufnehmen. Neue Formate für spezifische Altersgruppen entstehen als Reaktion.
Auch pflegende Angehörige rücken in den Fokus. In Dreis-Brück startet morgen ein regelmäßiges Austauschformat für Pflegende. Der DRK-Kreisverband Wesel informiert am 7. Juli 2026 über spezialisierte ambulante Palliativversorgung.
Hausärztliche Versorgung: Neue Wege auf dem Land
Bad Teinach-Zavelstein tritt einer Genossenschaft bei, die bereits mehrere Praxen im Kreis Calw betreibt. Ziel: die medizinische Betreuung vor Ort langfristig stabilisieren.
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Im Landkreis Donau-Ries wurden gestern Förderbescheide über 40.000 Euro an Tagespflegeeinrichtungen übergeben. Die Mittel sind Teil eines seniorenpolitischen Gesamtkonzepts zur Entlastung von Familien.
Fischhaut als Wundermittel
In der Akutmedizin testet man innovative Methoden. In der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt gelang die erfolgreiche Heilung einer großflächigen chronischen Wunde durch die Transplantation von Fischhaut. Das eröffnet neue Perspektiven für ältere Patienten mit Gefäßerkrankungen.
