Selbsthilfe-Gruppe ab 19. August: Wiesbaden startet gegen Depressionen
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 23:18 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Graz, Wiesbaden, Velbert – immer mehr Kommunen machen psychische Gesundheit sichtbar. Mit digitalen Stadtplänen, neuen Selbsthilfegruppen und aufsuchender Beratung senken sie die Hemmschwelle für Hilfesuchende.
„Du bist nicht allein“: Graz zeigt den Weg
Die Stadt Graz hat eine Initiative gestartet, die psychiatrische und psychosoziale Versorgung präsenter zu machen. Unter dem Titel „Du bist nicht allein“ veröffentlichte sie einen digitalen Stadtplan. Der gibt Betroffenen und Angehörigen einen Überblick über verfügbare Unterstützungsleistungen.
Ergänzt wird das Online-Angebot durch physische Informationspunkte – etwa eine Vitrine am Joanneumring. Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer betont: Professionelle Hilfe zu suchen, dürfe kein Tabu sein. Die Maßnahmen sind Teil der lokalen Wochen der seelischen Gesundheit. Ein Aktionstag am 15. Oktober 2026 in der Arbeiterkammer Graz bildet den Abschluss.
Neue Gruppe gegen „Traurigkeit“ in Wiesbaden
Ein wesentlicher Pfeiler der mentalen Prävention bleibt die Selbsthilfe. In Wiesbaden startet am 19. August 2026 eine neue Gruppe mit dem Namen „Ansage an die Traurigkeit“. Sie richtet sich an Menschen mit Depressionen, Ängsten und Panikstörungen.
Die Treffen finden alle zwei Wochen in den Räumen des örtlichen Gesundheitsamtes statt. Geschützter Rahmen, kontinuierlicher Austausch – das ist das Konzept.
Parallel dazu investieren soziale Träger in die Infrastruktur vor Ort. Die Sozialpsychiatrische Gesellschaft Niederberg (SGN) hat ihre Kontaktstelle in Velbert nach einer Neugestaltung wiedereröffnet. Die Einrichtung in der Nordstraße dient als offener Raum für Beratung und Austausch. Das Angebot richtet sich explizit an Menschen mit und ohne Behinderung. Unterstützt wurde das Projekt durch Partner wie JDE Peet‘s und die Aktion Mensch.
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Herzenssache: Warum Körper und Geist zusammengehören
Experten verfolgen zunehmend Ansätze, die körperliche und mentale Gesundheit verknüpfen. In Karlsruhe startet am 28. Juli 2026 eine mobile Informationstour unter dem Titel „Herzenssache Lebenszeit“. Mediziner des Klinikums klären über den Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Lebensqualität auf.
Neben kostenlosen Messungen von Blutdruck und Blutzucker steht die Aufklärung über präventive Maßnahmen im Vordergrund.
Für ältere Menschen gibt es spezielle Angebote zum Erhalt der kognitiven Leistungsfähigkeit. Das AWO Zentrum 60plus in Essen bietet regelmäßiges Gedächtnistraining an – jeweils am ersten und dritten Montag im Monat. Ziel: Soziale Interaktion fördern, Vereinsamung und geistigem Abbau entgegenwirken.
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Kräuter, Nähen, Natur: Die unterschätzte Prävention
Das Angebot wird immer ganzheitlicher. Naturpädagogische Führungen im anatomischen Garten des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt oder geführte Kräuterexkursionen am 13. August 2026 am Rheindamm in Heidesheim unterstreichen den Trend.
Auch gemeinschaftliche Aktivitäten wie offene Nähtreffs in Nürnberg oder Neustadt/Wied gelten zunehmend als Instrumente zur sozialen Teilhabe. Und damit zur indirekten mentalen Prävention.
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