Scout, Microsofts

Scout: Microsofts autonomer Assistent startet in private Vorschau

06.06.2026 - 20:06:07 | boerse-global.de

Microsoft präsentiert auf der Build 2026 autonome Arbeitsassistenten und eine zentrale Verwaltungsplattform für KI-Agenten.

Microsoft Build 2026: Neue KI-Agenten Scout und Agent 365 vorgestellt
Scout - A futuristic digital UI kit with glowing lines on a minimalist desk, displaying Microsoft 365 apps and abstract data flow. 06.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die sogenannten „Autopiloten" sollen Routineaufgaben in Microsoft 365 eigenständig erledigen – und damit den Arbeitsalltag grundlegend verändern.

Scout: Der erste autonome Assistent

Am 5. Juni 2026 präsentierte Microsoft den ersten Autopiloten namens Scout. Der KI-Agent ist in Teams, Outlook, OneDrive und SharePoint integriert. Seine Aufgaben: Besprechungen vorbereiten, Termine koordinieren, Deadlines überwachen und Risiken in Arbeitsabläufen identifizieren.

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Scout agiert mit einer eigenen Entra-Identität. Unternehmen behalten so die Kontrolle über Zugriffe und Aktionen. Das System basiert auf dem quelloffenen OpenClaw-Framework und startete am 6. Juni 2026 in eine private Vorschau für ausgewählte Organisationen.

Doch wie verwaltet man Hunderte solcher digitalen Mitarbeiter? Microsoft-CEO Satya Nadella zog einen interessanten Vergleich: KI-Agenten bräuchten eine Führung ähnlich wie menschliche Angestellte – mit klaren Identitäten, Testumgebungen und Richtlinien.

Agent 365: Die Kommandozentrale

Die Antwort auf diese Frage liefert Agent 365. Die Plattform nutzt Entra für das Identitätsmanagement und Purview für den Datenschutz. Sie bietet eine zentrale Übersicht über alle autonomen Assistenten im Unternehmen.

Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman betonte das übergeordnete Ziel: Die Entwicklung einer humanistischen Form von Superintelligenz. Ein ambitioniertes Vorhaben, das zeigt, wohin die Reise bei Microsoft gehen soll.

Neue Werkzeuge für Entwickler

Doch Microsoft denkt nicht nur an die großen Konzerne. Auch Entwickler und Designer kommen auf ihre Kosten. Am 6. Juni veröffentlichte das Unternehmen das Microsoft 365 UI Kit auf Figma. Es enthält Komponenten, Vorlagen und Designvariablen für Anwendungen in Teams und Outlook.

Ebenfalls im Juni: neue Visio-Schablonen mit über 300 Icons für Office 365, Exchange, SharePoint Server und Skype for Business. Sie sind kompatibel mit Visio-Versionen von 2012 bis 2016.

Für bessere Performance sorgt eine Optimierung der Teams Remote App für Windows 365 und Azure Virtual Desktop. Microsoft ersetzte WebRTC durch eine neue Media-Engine. Das Ergebnis: geringere Latenzen und bessere Audio- und Videoqualität für Remote-Anwender.

Partner setzen auf Microsofts KI

Mehrere Unternehmen kündigten am 5. Juni Integrationen mit Microsofts KI-Architektur an:

  • Litera bringt sein CRM Foundation 365 zu Microsoft 365 Copilot. Anwaltskanzleien können so während Besprechungen auf Mandantendaten zugreifen. 4.000 Kanzleien nutzen Foundation 365 bereits, darunter die Hälfte der zehn größten globalen Kanzleien.
  • Pinecone verknüpft seine Wissensdatenbank Nexus mit Microsoft OneLake. KI-Agenten können damit Unternehmensdaten durchsuchen – und das bis zu 30-mal schneller als zuvor.
  • Zoom launcht ZoomMate, einen KI-Assistenten, der Meeting-Inhalte in Aufgaben und Dokumente umwandelt.

Sicherheitswarnung: Neue Phishing-Welle

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Doch die Innovationen haben auch eine Schattenseite. Das FBI warnte am 5. Juni 2026 vor einer neuen Phishing-as-a-Service-Plattform namens Kali365. Sie zielt gezielt auf Microsoft 365-Konten ab.

Die Methode: Angreifer nutzen den Device-Code-Flow aus, um OAuth-Token zu stehlen. Damit umgehen sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und erhalten dauerhaften Zugriff auf Outlook, Teams und OneDrive.

Sicherheitsexperten raten Unternehmen, den Device-Code-Flow einzuschränken und Mitarbeiter besser zu schulen. Denn was nützen die besten KI-Assistenten, wenn die Sicherheit auf der Strecke bleibt?

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