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Schwarze Judasohren: Pilz senkt Cholesterin durch Ballaststoffe

Veröffentlicht: 15.07.2026 um 14:31 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Schwarze Judasohren senken Blutfette, doch Kurkuma enttäuscht bei Hypertonie. Experten warnen vor überzogenen Erwartungen an Nahrungsergänzungsmittel.

Pilze gegen Cholesterin: Kurkuma kein Blutdruck-Wundermittel
Getrocknete schwarze Pilze und leuchtend gelbe Kurkuma-Wurzel und -Pulver auf dunklem Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Während schwarze Judasohren vielversprechend bei Blutfetten wirken, warnen Experten vor überzogenen Erwartungen an Kurkuma.

Schwarze Judasohren: Cholesterin-Killer aus der Küche

Der in der asiatischen Küche verbreitete Pilz Auricularia enthält lösliche Ballaststoffe und Polysaccharide. Diese binden Cholesterin im Verdauungstrakt und fördern dessen Ausscheidung.

Für einen therapeutischen Effekt empfehlen Fachleute 10 bis 15 Gramm getrockneter Pilze – das entspricht etwa 80 bis 120 Gramm im eingeweichten Zustand. Zwei- bis dreimal pro Woche solltet ihr die Pilze zubereiten. Entscheidend ist die fettarme Zubereitung: Pilz-Tofu-Suppen, Salate oder gedämpfte Gerichte sind ideal. Nur so neutralisiert ihr die positiven Effekte nicht durch zu viele Kalorien.

Kurkuma: Kein Wundermittel gegen Bluthochdruck

Anders sieht es bei Kurkuma aus. Der Ernährungsmediziner Andreas Michalsen stellte Mitte Juli 2026 klar: Der Wirkstoff Curcumin hat zwar antioxidative Eigenschaften – aber keinen klinisch relevanten Effekt auf den Blutdruck. Als alleinige Therapie gegen Hypertonie taugt das Gewürz nicht.

Bessere Belege gibt es für Kurkuma bei entzündlichen Erkrankungen. Bei Rheuma, chronischen Darmentzündungen oder Arthrose kann die entzündungshemmende Wirkung Symptome lindern.

Vorsicht bei hochdosierten Präparaten

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft maximal 3 Milligramm Curcumin pro Kilogramm Körpergewicht als sicher ein. Wer mehr nimmt, riskiert Magen-Darm-Beschwerden.

Besonders tückisch: Kombipräparate mit Piperin aus schwarzem Pfeffer. Sie erhöhen zwar die Bioverfügbarkeit von Curcumin – können aber leberschädigend wirken, warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Bei solchen Produkten sind regelmäßige Leberwertkontrollen ratsam. Schwangere und Patienten mit Gallensteinen sollten ganz die Finger davon lassen.

Metabolisches Syndrom: Jeder Dritte betroffen

Die Diskussion um Einzelwirkstoffe hat einen ernsten Hintergrund. Schätzungen zufolge leidet in Deutschland etwa jeder Dritte am metabolischen Syndrom – der Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhten Blutfetten und gestörtem Blutzuckerstoffwechsel. Die Entwicklung verläuft oft schleichend und zunächst symptomlos.

Das Universitätsklinikum Homburg (UKS) hat im Juli 2026 ein interdisziplinäres „Metabolisches Board" eingerichtet. Kardiologen, Gastroenterologen, Diabetologen und Ernährungsmediziner entwickeln dort individuelle Behandlungsstrategien.

Foodwatch verleiht Negativpreis

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Vorsicht vor überzogenen Erwartungen an Kurkuma-Präparate: Der Ernährungsmediziner Andreas Michalsen stellt klar, dass Curcumin keinen klinisch relevanten Effekt auf den Blutdruck hat. Setzen Sie stattdessen auf bewährte Ballaststoffe – der Ratgeber zeigt, wie. Ratgeber zu natürlichen Cholesterinsenkern sichern

Mitte Juli 2026 kritisierte Foodwatch die Vermarktung von Mikronährstoffen scharf. Die Organisation verlieh den „Goldenen Windbeutel" an ein hochpreisiges Nährstoffkonzentrat. Die Kritiker bemängelten irreführende Gesundheitsversprechen für Produkte aus Fruchtsaftkonzentraten und isolierten Vitaminen.

Die Botschaft ist klar: Eine vollwertige, pflanzenbasierte Ernährung schlägt jedes Supplement. Eine Übersichtsarbeit der Semmelweis Universität bestätigt: Die abwechslungsreiche Zufuhr von Polyphenolen – wie in der mediterranen Diät – fördert Herz- und Gehirngesundheit nachhaltig.

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