Schutz vor Taschendieben: Polizei berät am 6. und 8. Oktober vor Ort
Veröffentlicht am: 29.09.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Taschendiebstahl und Trickbetrug bleiben ein Dauerthema für Polizeibehörden in Deutschland. Mit einer bundesweiten Schwerpunktwoche gegen Taschendiebstahl und einer Reihe lokaler Präventionsangebote rücken Behörden derzeit gezielt ältere Menschen als besonders gefährdete Gruppe in den Fokus.
Der Oberbergische Kreis, Düsseldorf, die Region Rheinpfalz sowie weitere Kommunen setzen dabei auf mobile Beratung, Infostände und Aufklärungsveranstaltungen.
Mobile Beratung im Oberbergischen Kreis
Die Polizei des Oberbergischen Kreises beteiligt sich an der Schwerpunktwoche gegen Taschendiebstahl mit zwei mobilen Beratungsterminen. Am 6. Oktober 2026 steht das Beratungsangebot von 10 bis 12 Uhr auf dem Aldi/Lidl-Parkplatz an der Olpener Straße 15 in Engelskirchen bereit, am 8. Oktober 2026 folgt ein weiterer Termin im gleichen Zeitfenster auf dem Aldi-Parkplatz an der Kölner Straße 2–14 in Bergneustadt.
Neben Tipps zum Schutz vor Taschendieben informiert die Polizei dort auch über Gefahren unterwegs und an der Haustür sowie über die Betrugsmasche „Tatort Telefon“.
Düsseldorfer Beratungsmobil zum Tag älterer Menschen
In Düsseldorf ist ein Beratungsmobil an mehreren Standorten im Einsatz. Anlass ist der Internationale Tag älterer Menschen am 1. Oktober 2026. Am 30. September 2026 hält das Mobil von 11 bis 14 Uhr am Friedensplätzchen in Bilk, am 1. Oktober 2026 im gleichen Zeitraum an der Hauptstraße vor der St.-Cäcilia-Kirche in Benrath. Ein weiterer Termin findet am Schadowplatz statt, ebenfalls von 11 bis 14 Uhr.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Vor Ort können Interessierte einen Sicherheitscheck für Portemonnaie, Smartphone und Tasche machen lassen, außerdem geht es um einen Sicherheits-Selbsttest, PIN-Schutz und sichere Smartphone-Einstellungen. Themen der Beratung sind zudem Trickbetrug, Taschendiebstahl und allgemeine Alltagssicherheit.
Wer sich mit der Sicherheit des eigenen Mobiltelefons befasst, sollte auch digitale Einfallstore für Kriminelle schließen. Dieser kostenlose Ratgeber zeigt Ihnen in fünf einfachen Schritten, wie Sie Ihr Gerät wirksam vor unbefugtem Zugriff und Datenmissbrauch schützen. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken
Infostand und Hotline in der Rheinpfalz
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz kooperiert mit der Sparkasse für einen Infostand von 9 bis 12 Uhr in der Geschäftsstelle Ludwigshafen-Edigheim, Bgm.-Fries-Straße 14. Beraten wird dort zu klassischen Betrugsmaschen wie falschen Polizeibeamten, dem Enkeltrick und Schockanrufen.
Ausdrücklich eingeladen sind auch Angehörige potenzieller Opfer. Ergänzend bietet das Polizeipräsidium Rheinpfalz eine kostenlose Präventionshotline unter der Nummer 0621 963-21177 an.
Weitere Initiativen in Thüringen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz
Auch abseits der genannten Schwerpunktaktionen laufen Aufklärungsangebote. In Schalkau organisierten Landsenioren gemeinsam mit Polizei und Verbraucherzentrale eine Informationsveranstaltung im Thüringer Hof zu Schutzmaßnahmen gegen Schockanrufe, falsche Polizeibeamte, gefälschte E-Mails und angebliche Gewinnversprechen. Der Saal war den Veranstaltern zufolge nahezu vollständig besetzt, was auf ein erhebliches Informationsbedürfnis hindeutet.
In Celle veranstalteten Polizei, Johanniter, AOK, SoVD und Bundespolizei einen Tag der Sicherheit in der Innenstadt von 11 bis 18 Uhr. Neben Einbruchschutz sowie Betrugs- und Diebstahlprävention standen dort auch Brandschutz, Hausnotruf, Gesundheit und Vorsorge auf dem Programm.
Da Kriminelle immer häufiger auch digitale Lücken nutzen, ist ein aktueller Basisschutz für das Smartphone unverzichtbar. Erfahren Sie in diesem gratis PDF-Report, wie Sie Sicherheitslücken schließen und Ihre persönlichen Daten dauerhaft vor Hackern und Malware absichern. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen
Die Stadt Koblenz setzt zudem auf ehrenamtliches Engagement: Im September 2026 wurden zwei weitere Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren ausgebildet, womit die Stadt nun über 27 solcher Berater verfügt. An der dreitägigen Ausbildung nahmen insgesamt 10 Personen teil. Vermittelt wurden Kenntnisse zu Betrugsmaschen wie Enkeltrick und Schockanruf, zu Cyberkriminalität und Internetsicherheit sowie zu Einbruchschutz und Verkehrsprävention.
Gemeinsamer Nenner der Angebote
So unterschiedlich die einzelnen Aktionen in Ausgestaltung und Trägerschaft sind, verfolgen sie ein gemeinsames Ziel: Ältere Menschen sollen direkt vor Ort, niedrigschwellig und ohne Anmeldeaufwand über gängige Betrugs- und Diebstahlmaschen informiert werden.
Die Bandbreite reicht von klassischen Taschendiebstählen auf Parkplätzen und in Innenstädten über Trickbetrug am Telefon oder an der Haustür bis hin zu digitalen Gefahren rund um Smartphone-Sicherheit.
Die Kombination aus mobilen Beratungsangeboten, Infoständen, Hotlines und ehrenamtlichen Beratern zeigt, dass Behörden bundesweit auf einen mix aus direkter Ansprache und dauerhaften Strukturen setzen, um ältere Menschen vor finanziellen und persönlichen Schäden zu schützen.
