Kinder spielen auf einem Schulhof

Schulministerium NRW erwägt Schulangebote am Wochenende

Veröffentlicht am: 24.08.2020 um 12:20 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael Müller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Wegen der schwachen Nachfrage nach dem Sommerferien-Programm prüft das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen nun auch schulische Angebote am Wochenende zur Verfügung zu stellen.

Kinder spielen auf einem Schulhof (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Kinder spielen auf einem Schulhof (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Auf Anfrage der "Rheinischen Post" teilte das Ministerium mit, eine Überarbeitung der Ferienprogramme in ihrer bisherigen Form sei erforderlich. Außerdem werde überlegt, ob man in Zukunft auch Angebote an den Wochenenden machen könne.

Die Herbstferien seien nur zwei Wochen lang und daher zu kurz, um allein das Programm der Sommerferien ersetzen zu können, so das Ministerium weiter, und erklärte, letzten Endes sei es "das Ziel, die Angebote flexibler und noch adressatengerechter" zu gestalten.

Die nordrhein-westfälische Landesregierung aus CDU und FDP hatte kurz vor Beginn der Sommerferien insgesamt 75 Millionen Euro für die das neue Programm für die Sommerferien zur Verfügung gestellt. Es war besonders an Schüler aus sozial schwachen Familien sowie an Kinder mit Bedarf nach sonderpädagogischer Förderung gerichtet. Die Idee hinter dem freiwilligen Programm war es, solchen Schülern, die wegen der Corona-Krise besonders benachteiligt zu werden drohten, Möglichkeiten anzubieten, Lerninhalte nachzuarbeiten und ihnen mit pädagogischer Betreuung zur Seite zu stehen. Wie Yvonne Gebauer (FDP), die Schulministerin von Nordrhein-Westfalen, aber mitteilte, wurde das Programm von den Städten und Gemeinden nur in geringem Maße abgerufen. Nach dem Stand vom 17. August seien nur etwa 1,4 Millionen der insgesamt bereitgestellten 75 Millionen Euro auch tatsächlich abgeflossen. Ein Grund hierfür sei auch gewesen, dass die Finanzmittel erst so kurzfristig vor dem Start der Ferien freigegeben worden seien. Aus dem Schulministerium in Düsseldorf heißt es nun, man verfolge daher "das Ziel, die verbleibenden Mittel auf die kommenden Herbstferien" umzubuchen. Auch darüber hinaus wolle man das Geld weiter zur Verfügung stellen

 

Redaktion ad-hoc-news.de, RSM

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