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Schulgärten boomen: 150 Schulen in Asturien setzen auf Ernährungsbildung

29.05.2026 - 12:54:49 | boerse-global.de

Immer mehr Schulen und Kitas integrieren den Garten als Lernort. Von Moskau bis Asturien fördern Projekte praktische Ernährungsbildung.

Schulgärten boomen: 150 Schulen in Asturien setzen auf Ernährungsbildung - Foto: über boerse-global.de
Schulgärten boomen: 150 Schulen in Asturien setzen auf Ernährungsbildung - Foto: über boerse-global.de

Praktischer Anbau von Obst und Gemüse kombiniert mit Theorie – das ist der Trend im Frühjahr 2026.

Von der Tomate bis zur Gurke: Gewächshäuser als Lernorte

In Moskau pflanzten Schüler der Schule Nr. 1354 „Vektor“ rund 25 Tomaten- und Gurkenpflanzen in einem schuleigenen Gewächshaus an. Unter Anleitung von Lehrkräften wie Ivan Parfeniy kommen spezifische Sorten wie „Bochka Meda“ und „Tolstoi“ sowie die Gurken „Madrilen“ und „German“ zum Einsatz. Die Ernte und wissenschaftliche Präsentationen sind für Ende Sommer geplant.

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Auch in der Slowakei geht es ans Eingemachte. 60 Schulen beteiligen sich am „Kleingärtner-Schulgarten-Programm“ des Ungarischen Unternehmerverbands der Slowakei. An der Baross Gábor Grundschule in Csata bewirtschaften Schüler seit dem Frühjahr acht Hochbeete mit Karotten, Zwiebeln, Radieschen, Kräutern und Sonnenblumen. Erste Erträge gab es Ende Mai.

Handel und Stiftungen helfen mit

Ohne externe Unterstützung läuft oft wenig. Im Mai förderte EDEKA Gerdes Kitas und Schulen in Oberhausen und Moers mit der Aktion „Gemüsebeete für Kids“. Ziel der EDEKA Stiftung: Kindern durch gemeinsames Pflanzen und Ernten ein Bewusstsein für Natur und gesunde Ernährung vermitteln.

An der Katharinenschule Schneidlingen – einer Einrichtung für Kinder mit geistiger Behinderung – fördert die KlusStiftung den Bau von Hochbeeten per Spendenaufruf. Stand 28. Mai fehlten für die vollständige Umsetzung inklusive Küchenutensilien noch 150 Euro.

In der spanischen Region Asturien zeigt sich eine starke Vernetzung: Das Netzwerk ökologischer Schulgärten umfasst mittlerweile 150 Schulen. Am 27. Mai fand in Posada de Llanera das dritte regionale Treffen statt. Über 100 Vertreter aus sechs Schulen diskutierten Ernährung, Inklusion und Nachhaltigkeit. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Rat für ökologische Agrarproduktion (COPAE) mit Unterstützung regionaler Finanzinstitute.

Vegane Fachkräfte und boomende AGs

Der Trend geht über den reinen Anbau hinaus. An der HLW Fohnsdorf in Österreich absolvierten elf Schüler der Klasse 3AHLW im Mai eine Zertifikatsprüfung zur vegan/vegetarischen Fachkraft. Die Ausbildung umfasste 30 Übungsstunden in Theorie und Praxis der pflanzenbasierten Küche.

Auch Arbeitsgemeinschaften boomen. In Thüringen steigt die Zahl der AG-Gruppen im laufenden Schuljahr auf 5.930 – ein Plus von 470 Gruppen zum Vorjahr. Rund 73.330 Plätze stehen zur Verfügung. Die Leitung übernehmen zunehmend Sozialpädagogen oder externe Fachkräfte.

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Naturklassenzimmer und essbare Städte

Ernährungsbildung findet längst nicht mehr nur im Klassenzimmer statt. Die Stadt Pirmasens setzt 2026 das Projekt „Essbare Stadt“ fort. Öffentliche Beete mit Auberginen, Pastinaken und Mini-Paprika stärken das Gemeinschaftsgefühl und das Wissen über Lebensmittel.

In Niederösterreich nutzten Schüler der Volksschulen Haidershofen und Vestenthal Ende Mai Streuobstwiesen als Naturklassenzimmer. Ein LEADER-Projekt mit Erlebnispädagogen wie Martin Sturm vermittelte die Bedeutung regionaler Obstbestände. In Schinne besuchten Grundschüler im Rahmen einer Dorfrallye einen landwirtschaftlichen Betrieb und erhielten Einblicke in moderne Melkverfahren.

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