Schröpfen wird Pflicht: China führt neue Standards im März ein
29.05.2026 - 01:12:39 | boerse-global.deDie traditionelle chinesische Medizin (TCM) expandiert rasant in internationale Märkte und erreicht inzwischen rund 196 Länder. Chinesische Behörden und Handelsexperten haben TCM als einen der wichtigsten Wachstumssektoren für den Export identifiziert. Die Zahlen sind beeindruckend: Allein die Ausfuhren pflanzlicher TCM-Extrakte erreichten 2025 rund 138.000 Tonnen – ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Während die traditionelle chinesische Medizin weltweit boomt, rücken auch jahrtausendealte Selbsthilfetechniken wie der sogenannte 3-Finger-Trick verstärkt in den Fokus der modernen Schmerztherapie. Wie Sie diese Akupressur-Methode ohne Hilfsmittel zur Linderung von Gelenkbeschwerden anwenden können, erfahren Sie in diesem kostenlosen Ratgeber. 101 Druckpunkte gegen Arthrose-Schmerzen jetzt gratis herunterladen
Schröpfen wird zum globalen Geschäft
Besonders dynamisch entwickelt sich der Markt für Schröpftherapie. Im März 2026 führte China neue Standards für diese traditionelle Behandlungsmethode ein. Seither müssen grundlegende Gesundheitseinrichtungen mindestens sechs verschiedene TCM-Verfahren anbieten – Schröpfen ist Pflicht. Der globale Markt für Schröpfsets wird aktuell auf rund 1,9 Milliarden Euro geschätzt. Prognosen zufolge könnte er bis 2035 auf 4,3 Milliarden Euro anwachsen.
Weltweit bieten bereits 41 Prozent der Wellness-Zentren Schröpfdienste an. Pro Jahr werden schätzungsweise 28 Millionen Behandlungen durchgeführt. Der technologische Fortschritt macht auch vor dieser traditionellen Methode nicht halt: Der Verkauf elektronischer Schröpfgeräte stieg 2025 um 27 Prozent. Wissenschaftler sehen Potenzial bei der Behandlung von Hauterkrankungen wie Akne oder Gürtelrose, weisen aber auf noch unzureichende klinische Daten hin.
Regulatorische Erfolge in den USA
Ein wichtiger Meilenstein gelang im Dezember 2025: Die US-Arzneimittelbehörde FDA genehmigte die Heilpflanze Dendrobium officinale für den westlichen Markt. Chinas Handelsminister Wang Wentao bezeichnet TCM als strategisches Exportfeld. Peking fördert die traditionelle Medizin seit den 1950er Jahren als Säule nationaler Wissenschaft und kulturellen Erbes.
Deutsche Wirtschaft im Fokus
Die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen bieten eine Plattform für den Austausch im Gesundheitssektor. Im Mai 2026 reise Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche nach Peking und Guangzhou. Themen waren unter anderem der Zugang zu Rohstoffen und fairer Wettbewerb. Chinesische Vertreter betonten dabei die Rolle der TCM im bilateralen Handel.
Die Handelsbilanz 2025 zeigt ein Volumen von über 250 Milliarden Euro zwischen beiden Ländern. Während die deutschen Importe aus China um 8,8 Prozent auf 170,6 Milliarden Euro stiegen, fielen die Exporte nach China um 9,7 Prozent auf 81,3 Milliarden Euro. Spitzenmanager deutscher Konzerne wie BASF und Thyssenkrupp begleiteten die Gespräche zur Lieferketten-Resilienz.
Die steigende Akzeptanz fernöstlicher Heilmethoden zeigt, dass viele Menschen ergänzend zur Schulmedizin nach natürlichen Wegen suchen, um ihre Gesundheit aktiv zu fördern. In diesem bebilderten PDF-Guide wird Schritt für Schritt erklärt, wie Sie bewährte TCM-Druckpunkte im Alltag nutzen können, um Schmerzen nachhaltig zu reduzieren. Hier den kostenlosen Arthrose-Druckpunkt-Guide sichern
Internationale Forschungskooperationen
Die Zusammenarbeit vertieft sich auch auf wissenschaftlicher Ebene. Im Mai 2026 trafen sich Mediziner aus zehn Mitgliedsstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) in Shanghai. Thema: Stoffwechselerkrankungen. Die Experten schlugen ein medizinisches Ausbildungszentrum und ein jährliches Austauschprogramm vor.
Eine vietnamesische Gesundheitsdelegation besuchte Ende Mai das Zweite Universitätsklinikum der Medizinischen Universität Chongqing. Im Fokus standen digitales Krankenhausmanagement und minimalinvasive Chirurgie. Die Klinik verzeichnet einen Anstieg solcher Eingriffe um 50 Prozent in den letzten fünf Jahren.
Deutsche Apotheker setzen auf digitale Fortbildung
Auch in Deutschland reagiert das Gesundheitswesen auf neue Herausforderungen. Die Apothekerorganisationen BIÖG und ABDA starteten Ende Mai 2026 eine digitale „Town-Hall"-Reihe für Apotheken-Teams. Die ersten Sitzungen widmeten sich der Arzneimittelsicherheit bei Hitzewellen. Das Format steht für einen Trend zu digitaler, praxisnaher Fortbildung in einem zunehmend globalisierten Umfeld.
So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.
