Schockanrufe in Augsburg: Betrüger fordern bis zu 160.000 Euro
Veröffentlicht am: 29.10.2026 um 21:44 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Kriminalpolizei Augsburg und die Polizeiinspektion Grünstadt ermitteln seit dem 27.10.2026 verstärkt gegen unbekannte Täter, die durch Schockanrufe und vorgetäuschte Notlagen angeblicher Angehöriger versuchen, Bürger um hohe Geldbeträge zu bringen.
Wie aus Berichten vom 29.10.2026 hervorgeht, registrierten die Ermittlungsbehörden in Bayern und Rheinland-Pfalz eine Häufung entsprechender Vorfälle, bei denen es teils zu erheblichen Vermögensschäden kam.
Maschen mit vorgetäuschten Krankheiten und falschen Beamten
Im Stadtgebiet Augsburg wurden seit dem 27.10.2026 mehrere Fälle von Telefonbetrug gemeldet. Dabei nutzten die Anrufer unterschiedliche Vorgehensweisen. Bei einer Masche gaben sich die Täter als Ärzte oder Professoren aus und behaupteten, Kinder oder Enkel der Betroffenen seien schwer an Krebs erkrankt.
Für eine angebliche Behandlung verlangten sie Summen zwischen 1.000 Euro und 160.000 Euro. In weiteren Fällen traten Kriminelle als falsche Polizeibeamte auf.
In zwei Fällen übergaben Geschädigte in Augsburg Bargeld und Wertgegenstände an die Betrüger. In anderen Fällen reagierten die Angerufenen misstrauisch, beendeten die Gespräche rechtzeitig und verhinderten so einen finanziellen Schaden. Die Kriminalpolizei Augsburg ermittelt wegen Betrugs und sucht Zeugen.
Betrüger rufen derzeit verstärkt an und behaupten, ein Kind oder Enkel sei schwer an Krebs erkrankt — gefordert werden Summen von 1.000 bis 160.000 Euro. Wer die Masche kennt, legt auf. Der kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen die Warnsignale und was Sie in den ersten 60 Sekunden tun. Schutz-Leitfaden jetzt kostenlos anfordern
Ein Geldabholer im Stadtteil Haunstetten wird als männlich, zwischen 30 und 40 Jahre alt und etwa 180 cm groß beschrieben. Er hatte dunkle Haare, trug dunkle Kleidung sowie einen dunklen Rucksack und hatte weder Brille noch Bart. Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0821/323-3821 entgegen.
Hohe Schäden in Rheinland-Pfalz
Auch in Rheinland-Pfalz verzeichneten die Behörden eine Zunahme betrügerischer Telefonate. Die Polizeiinspektion Grünstadt meldete seit dem 27.10.2026 vermehrte Schockanrufe im Stadtgebiet Grünstadt sowie in der Verbandsgemeinde Leiningerland.
Auch dort täuschten die Täter Notlagen angeblicher Verwandter vor und erbeuteten teils hohe Geldbeträge und Wertgegenstände. Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen nimmt die Polizeiinspektion Grünstadt unter 06359 9312 0 entgegen.
Auch falsche Polizeibeamte und angebliche Klinikmitarbeiter rufen an — und verlangen Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Verwahrung. Damit Ihre Eltern nicht in die Falle tappen, gibt es einen Notfallplan zum Ausdrucken: wer im Zweifel angerufen wird und welche Sätze Betrüger sofort entlarven. Notfallplan für Angehörige jetzt sichern
Einen konkreten schweren Betrugsfall meldete das Polizeipräsidium Rheinpfalz aus Bad Dürkheim. Dort übergab eine Frau am 27.10.2026 zwischen 12 und 14 Uhr an ihrer Wohnanschrift einen hohen Bargeldbetrag an zwei unbekannte Personen. Zuvor hatte sich ein Anrufer am Telefon als Arzt ausgegeben und behauptet, der Sohn der Frau sei lebensgefährlich erkrankt.
Für dessen medizinische Versorgung sei ein Medikament notwendig, das einen sechsstelligen Betrag koste. Für die weiteren Ermittlungen sucht das Polizeipräsidium Rheinpfalz Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen in den Bereichen Apfelgasse, Weinstraße und Spielbergweg gemacht haben.
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