Schockanrufe: Fünf Bundesländer starten Aufklärungswoche für Senioren
29.06.2026 - 18:31:47 | boerse-global.de
Die Länder haben eine koordinierte Aufklärungswoche gestartet, um ältere Menschen vor Schockanrufen, Enkeltrick und Internetbetrug zu schützen. Der Grund: Die Zahl solcher Straftaten ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – ebenso die Schadenssummen. Die Aktion richtet sich gezielt an Personen ab 50 Jahren und deren Angehörige.
20.000 Euro Schaden in Regensburg
Wie dringend nötig die Prävention ist, zeigt ein aktueller Fall aus Regensburg. Eine 83-jährige Seniorin wurde Opfer eines Schockanrufs. Die Täter gaben sich als Angehörige und Richter aus, täuschten einen schweren Unfall vor. Die Frau übergab Bargeld und Wertgegenstände im Wert von rund 20.000 Euro an einen unbekannten Abholer.
Nur das Eingreifen eines aufmerksamen Bankmitarbeiters verhinderte einen weiteren Verlust. Die Kriminalpolizei fahndet nach einem etwa 25 Jahre alten, schlanken Mann mit lockigem schwarzem Haar. Zum Tatzeitpunkt trug er ein schwarzes Oberteil und eine braune Dreiviertelhose.
Die Aufklärungswoche zeigt: Schockanrufe werden immer perfider – allein in Regensburg verlor eine 83-Jährige 20.000 Euro. Mit der richtigen Checkliste erkennen Sie die Maschen sofort. Jetzt kostenlosen Leitfaden anfordern
Betrugsmethoden werden vielfältiger
Die Ermittler beobachten eine stetige Weiterentwicklung der Maschen. Neben klassischen Anrufen rücken digitale Kanäle in den Fokus. In Nordrhein-Westfalen stellte ein 26-Jähriger aus Löhne sein Konto für SMS- und WhatsApp-Betrug zur Verfügung. Ihm wird Geldwäsche in zwei Fällen vorgeworfen.
Enkeltrick und falsche Polizisten: Die Täter werden digitaler. Wer seine Eltern oder Großeltern schützen will, braucht einen klaren Notfallplan. Dieser Leitfaden zeigt in 3 Schritten, was bei Verdacht zu tun ist. Notfallplan für Angehörige jetzt sichern
Auch international nehmen die Fälle zu. In Russland verlor eine Rentnerin einen hohen sechsstelligen Rubelbetrag – durch einen vorgetäuschten Austausch von Türsprechanlagen. Ein Täter gab sich als Hausverwalter aus, ein Komplize als Polizist. In Schahunja lockten Betrüger eine 78-Jährige über Monate auf einer Dating-Plattform und erpressten 19 Überweisungen.
Die Polizei rät: Bei Geldforderungen oder Fragen nach sensiblen Daten sofort auflegen. Dann die offiziellen Notrufnummern wählen – und die echten Angehörigen kontaktieren.
