Schnellabnehmen, Norwegische

Schnellabnehmen: Norwegische Studie belegt 14,4% Gewichtsverlust ohne Jo-Jo

Veröffentlicht: 14.07.2026 um 12:34 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Neue Studien zu OMAD und Kalorienrestriktion zeigen kognitive Vorteile, aber auch Risiken wie Insulinresistenz. Experten raten zu individuellen Fastenkonzepten.

Intervallfasten: Chancen und Risiken extremer Diätformen im Fokus
Ein minimalistisch angerichteter Teller mit gesunden Lebensmitteln (rohes Gemüse, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Obst) auf einem modernen Tisch. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Im Juli 2026 rücken extremere Formen der Nahrungsrestriktion in den Fokus – mit Blick auf kognitive Vorteile, aber auch auf gefährliche Stoffwechsel-Fehlentwicklungen.

OMAD: Mit einer Mahlzeit zum klaren Kopf?

Ein viel diskutiertes Modell ist das „One Meal A Day“-Prinzip. Dabei beschränken Anwender ihre gesamte Nahrungsaufnahme auf ein kurzes Zeitfenster. Mediziner wie Tim Hollstein praktizieren es abends zwischen 20 und 22 Uhr – auf Frühstück und Mittagessen wird komplett verzichtet.

Die Idee dahinter: Ein niedriger Insulinspiegel während der Fastenperiode fördert die Ausschüttung des Hormons Orexin A. Das wiederum soll Wachheit und Konzentration steigern. Die abendliche Mahlzeit besteht idealerweise aus nährstoffreichen Lebensmitteln wie rohem Gemüse, Hülsenfrüchten, Milchprodukten und Obst.

Wenn Fasten den Stoffwechsel ruiniert

Trotz solcher Erfolgsberichte mehren sich die Warnungen. Klinische Fälle aus dem Juli 2026 zeigen Risiken – besonders für jüngere Anwender. Ein 23-jähriger Patient mit einem BMI von knapp 30 entwickelte durch eine extreme Fastenkur Anzeichen von Insulinresistenz und Prädiabetes.

Radikaler Nahrungsverzicht ohne fachliche Begleitung kann also das Gegenteil bewirken. Erst eine Umstellung auf ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung normalisierte die Blutzuckerwerte des Patienten – plus acht Kilo Gewichtsverlust in zwei Monaten.

Longevity-Experte Gerd Wirtz empfiehlt daher ein herzhaftes Frühstück mit Hülsenfrüchten wie schwarzen Bohnen oder Linsen. Das vermeide Blutzuckerspitzen und reduziere oxidativen Stress – statt komplett auf Mahlzeiten zu verzichten.

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Die norwegische Studie zeigt: Mit sehr kalorienarmer Kost (unter 1.000 kcal pro Tag) verloren Probanden 14,4 Prozent Gewicht – ohne verstärkten Jo-Jo-Effekt. Erfahren Sie in unserem kostenlosen Report, wie Sie diese Strategie sicher umsetzen und Ihren Stoffwechseltyp berücksichtigen. Jetzt kostenlosen Report anfordern

Schnell abnehmen: Jo-Jo-Effekt bleibt aus

Eine norwegische Studie mit 284 adipösen Erwachsenen liefert überraschende Ergebnisse. Demnach kann eine schnelle Gewichtsreduktion durch sehr kalorienarme Kost (unter 1.000 kcal pro Tag) langfristig erfolgreicher sein als ein langsamerer Ansatz.

Nach zwölf Monaten hatte die Schnellabnehmer-Gruppe 14,4 Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren – die Vergleichsgruppe nur 10,5 Prozent. Ein verstärkter Jo-Jo-Effekt ließ sich nicht nachweisen.

Dennoch bleibt die Überwindung des individuellen „Sollgewichts“ eine Herausforderung. Der Körper verteidigt dieses Gewicht durch gesteigerten Hunger und verlangsamten Stoffwechsel – was rein kalorische Restriktionen oft limitiert.

Timing ist alles – und Genetik auch

Neben der Mahlzeitenfrequenz spielt der Zeitpunkt eine entscheidende Rolle. Eine neuseeländische Studie an 300 Frauen zeigt: „Nachteulen“, die nach 20 Uhr essen, haben einen deutlich höheren BMI (31,4 gegenüber 26,1) sowie schlechtere Blutzucker- und Blutfettwerte.

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Und selbst bei Medikamenten gibt es Unterschiede. Zwischen 10 und 30 Prozent der Patienten sprechen nicht auf moderne GLP-1-Rezeptoragonisten an. Ursachen sind Anwendungsfehler, Schlafstörungen – aber auch Genetik. Rund zehn Prozent der Betroffenen haben eine PAM-Mutation oder spezifische Rezeptor-Varianten, die die Wirkung beeinflussen.

Die Botschaft der Experten: Ernährungs- und Fastenkonzepte müssen individuell auf Stoffwechseltyp und genetische Voraussetzungen abgestimmt werden. Pauschale Lösungen gibt es nicht.

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