Schmerzklinik Werl: Mariannen-Hospital investiert rund 3 Millionen Euro
Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 14:39 Uhr | Redaktion boerse-global.deIm westfälischen Werl stehen umfangreiche bauliche Veränderungen in der regionalen Krankenhausversorgung an. Wie aus einem Bericht vom 13. Oktober 2026 hervorgeht, plant das Mariannen-Hospital Werl den Umbau von zwei Etagen zur Einrichtung einer eigenständigen Schmerzklinik.
Das Projekt wird von dem zuständigen Hospitalverbund getragen und umfasst eine Investitionssumme von rund 3 Mio. Euro. Die bauliche Fertigstellung der neuen Funktionseinheit ist für Mitte 2027 anvisiert.
Neues Raumkonzept und Anpassung der Bettenkapazitäten
Die baulichen Maßnahmen betreffen gezielt das zweite und dritte Obergeschoss des Krankenhauses. Im zweiten Obergeschoss entsteht dabei ein moderner Zimmertrakt, der überwiegend aus Einbett-Zimmern bestehen soll.
Um den gestiegenen Anforderungen an den Patientenkomfort und die Barrierefreiheit gerecht zu werden, vergrößert der Träger die Badezimmer der Patientenzimmer. Diese räumliche Anpassung führt zu einer Veränderung der Kapazitäten: Die reguläre Bettenzahl sinkt im Zuge der Umstrukturierung von bisher 19 auf künftig 14 Betten.
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Im darüberliegenden dritten Obergeschoss sind die therapeutischen Einheiten der Schmerzklinik verortet. Vorgesehen sind dort spezielle Räumlichkeiten für Entspannungsverfahren und Fitnesstraining. Zudem umfasst die Ausstattung medizintechnische und physiotherapeutische Angebote wie eine Hydrojet-Therapie sowie eine Sandliege zur gezielten Entlastung und Schmerzbehandlung.
Vernetzung innerhalb des Hospitalverbunds
Die neue Fachklinik in Werl steht nicht isoliert da, sondern wird organisatorisch in das bestehende Netz des Trägers eingebunden. Der Hospitalverbund betreibt bereits eine spezialisierte Schmerzklinik im Christlichen Klinikum Soest Mitte.
Nach Abschluss der Bauarbeiten sollen die beiden Standorte Soest und Werl künftig einen gemeinsamen Fachbereich bilden. Durch diesen Zusammenschluss beabsichtigt der Verbund, Synergien in der medizinischen Versorgung chronischer Schmerzpatienten innerhalb des Kreisgebiets zu nutzen und personelle sowie fachliche Kompetenzen standortübergreifend zu bündeln.
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Stationärer Beginn und künftige Ausbaustufen
Die Versorgung von Schmerzpatienten am Mariannen-Hospital Werl soll nach der Inbetriebnahme Mitte 2027 zunächst ausschließlich im Rahmen eines vollstationären Angebots anlaufen. Perspektivisch verfolgt das Krankenhaus jedoch eine Erweiterung des Spektrums: Geplant ist, die schmerzmedizinische Behandlung auch um teil-stationäre und ambulante Angebote zu ergänzen.
Die Umsetzung dieser weiterführenden Versorgungsformen bleibt allerdings an regulatorische Voraussetzungen gebunden. Voraussetzung dafür ist, dass die Festlegungen der öffentlichen Krankenhausplanung entsprechende Ausweitungen für den Standort Werl rechtlich und organisatorisch ermöglichen.
