Schmerzklinik Großburgwedel: Bis zu 90 Prozent berichten von Besserung
Veröffentlicht am: 06.11.2026 um 16:48 Uhr | Redaktion boerse-global.deNach vier Jahren am Standort Lehrte ist die Klinik für Spezielle Schmerztherapie an ihren ursprünglichen Standort am KRH Klinikum Großburgwedel zurückgekehrt.
In einer sanierten Station im Bestandsgebäude an der Fuhrberger Straße 8 wird die stationäre Versorgung chronisch schmerzkranker Menschen nun fortgesetzt. Wie Medien Anfang November 2026 berichteten, bleiben dabei sowohl die Bettenzahl als auch die Personalstärke im Vergleich zum bisherigen Standort unverändert.
Struktur und personelle Aufstellung am Ursprungsstandort
Das Team der Schmerzklinik umfasst rund 50 Beschäftigte, deren Stellen im Zuge des Umzugs vollständig übernommen wurden. Die medizinische Betreuung übernehmen 10 Ärzte mit Spezialisierungen unter anderem in der Orthopädie und Unfallchirurgie, der Allgemeinchirurgie sowie der Anästhesie.
Unterstützt wird die ärztliche Versorgung durch 5 Psychologinnen, speziell ausgebildete Schmerzfachkräfte (Pain Nurses), weiteres Pflegepersonal sowie Physiotherapeuten. Chefarzt Dr. Emanuel Strüber halte eine personelle und räumliche Erweiterung der Einrichtung langfristig für denkbar, hieß es in den Berichten.
Wer sich mit der Linderung chronischer Beschwerden befasst, kann von gezielten physiotherapeutischen Ansätzen profitieren. Dieser kostenlose Ratgeber eines renommierten Orthopäden zeigt 17 einfache Übungen, die mit minimalem Zeitaufwand maximale Ergebnisse erzielen können. 17 Wunderübungen jetzt kostenlos herunterladen
Die Patientenschaft rekrutiert sich nicht nur aus der Region Hannover, sondern umfasst Betroffene aus sämtlichen nördlichen Bundesländern. Das Behandlungsangebot stützt sich auf ein multimodales Konzept, das medizinische, physiotherapeutische und psychologische Bausteine miteinander verbindet.
Schwerpunkte und dokumentierte Therapieerfolge
Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf schweren, chronifizierten Beschwerdebildern. Über die Hälfte der behandelten Fälle entfällt auf chronische Rückenschmerzen. Eine weitere große Gruppe bilden neuropathische Schmerzsyndrome, die unter anderem als Folge einer Gürtelrose, nach Amputationen oder im Zusammenhang mit Diabetes mellitus auftreten. Als dritter wesentlicher Schwerpunkt gelten chronische Kopfschmerzen.
Nach Angaben von Chefarzt Strüber zeige sich bei bis zu 90% der behandelten Personen eine spürbare Besserung des Schmerzzustands. Diese Entwicklung wird systematisch über standardisierte Fragebögen erfasst, die vor und nach dem Klinikaufenthalt ausgefüllt werden müssen und von den Krankenkassen verbindlich vorgeschrieben sind.
Neben der klinischen Versorgung suchen viele Betroffene nach ergänzenden Wegen, um Schmerzen im Alltag selbstständig und ohne Medikamente zu lindern. Ein bebilderter Leitfaden erklärt, wie bestimmte Druckpunkte am Körper helfen können, akute Beschwerden gezielt zu mildern. Kostenlosen Schmerzpunkt-Guide als PDF sichern
Voraussetzungen für eine Aufnahme und Behandlungsablauf
Der Zugang zur stationären Schmerztherapie unterliegt festgelegten Hürden. Neben einer ärztlichen Krankenhauseinweisung müssen Betroffene mindestens drei von vier definierten Kriterien erfüllen:
- Das Vorliegen von Schmerzen seit mehr als 3 Monaten
- Eine nachweislich erfolglose ambulante fachärztliche Therapie
- Eine sehr hohe seelische Belastung infolge der Erkrankung
- Eine gravierende somatische Begleiterkrankung
Der eigentliche Behandlungsprozess beginnt mit einer ausführlichen Vor-Ort-Anamnese, die bis zu 4 Stunden in Anspruch nimmt. Der reguläre stationäre Aufenthalt ist in der Regel auf 2 Wochen ausgelegt. Abgesehen von medizinisch dringenden Ausnahmefällen beträgt die reguläre Wartezeit auf einen Therapieplatz derzeit etwa 2 bis 3 Monate.
