Schlaganfall-Therapie: Akupunktur zeigt messbare Effekte auf Gehirn
07.06.2026 - 18:07:10 | boerse-global.de
Aktuelle Untersuchungen belegen messbare Effekte auf die neuronale Regeneration.
MRT-Bilder zeigen Veränderungen im Gehirn
Eine Studie im Fachjournal CNS Neuroscience & Therapeutics (Juni 2026) liefert neue Daten zur Wirksamkeit. 46 Probanden nahmen teil, die Forscher um Yu et al. verglichen echte Akupunktur mit einer Scheinbehandlung.
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Das Ergebnis: Die echte Akupunktur verbesserte die Bewegungsfähigkeit signifikant stärker als die Placebo-Kontrolle. Entscheidend sind die begleitenden MRT-Untersuchungen. Sie zeigten messbare Veränderungen in Hirnregionen für Bewegung, Koordination und Wahrnehmung – und zwar ausschließlich in der echten Akupunktur-Gruppe.
Das Therapieprotokoll umfasste zehn Sitzungen à 30 Minuten über zwei Wochen. Die Forscher wiesen allerdings auf Einschränkungen hin: Die Stichprobe war klein, der Beobachtungszeitraum kurz. Langzeitstudien zur Nachhaltigkeit fehlen noch.
Krankenkassen zahlen bereits mit
Während die Forschung die neurologischen Grundlagen klärt, ist Akupunktur in Teilen der gesetzlichen Krankenversicherung längst angekommen. Die AOK Sachsen-Anhalt etwa erstattet seit April 2015 anteilig Kosten für Naturheilverfahren.
Das Modell: 50 Prozent der Kosten werden übernommen, maximal 50 Euro pro Kalenderjahr. Die Regelung gilt auch für Phytotherapie, Hydrotherapie und Reflextherapie. Voraussetzung: Die Behandlung erfolgt durch einen Arzt mit entsprechender Zusatzqualifikation.
Robotik und KI ergänzen die Therapie
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Die Schlaganfall-Rehabilitation setzt zunehmend auf Technologie. Im Juni 2026 diskutierten Experten auf einer Fachkonferenz in Vietnam über 6D-Bildgebung und KI-gestützte Diagnostik im klinischen Alltag.
Große Krankenkassen wie TK und DAK-Gesundheit haben bereits Rahmenverträge für robotische Exoskelette geschlossen. Diese Systeme sind seit Februar 2018 im Hilfsmittelkatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gelistet. Sie helfen besonders Patienten mit schweren Mobilitätseinschränkungen nach Schlaganfällen.
Fachleute betonen: Die schnelle Diagnose bleibt entscheidend. Die FAST-Regel (Face, Arms, Speech, Time) ist das zentrale Instrument zur Früherkennung. Denn sowohl bei ischämischen Schlaganfällen – rund 85 Prozent der Fälle – als auch bei hämorrhagischen Ereignissen gilt: Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Chancen auf Rehabilitation.
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