Schlafapnoe-Screening: Samsung Galaxy Watch erreicht 94 Prozent Sensitivität
Veröffentlicht am: 18.10.2026 um 03:53 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Erkennung von Schlafapnoe mithilfe von Wearables gewinnt in der Medizintechnik an Bedeutung. Eine Untersuchung der Stanford University zeigt, dass die Samsung Galaxy Watch mittelschwere bis schwere Formen der obstruktiven Schlafapnoe zuverlässig erfassen kann.
In einer Studie, die im Fachjournal Journal of Clinical Sleep Medicine veröffentlicht wurde, erreichte das Gerät in der Standard-Einstellung eine Sensitivität von 94 Prozent sowie eine Spezifität von 67 Prozent.
An der Untersuchung nahmen 147 Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 54 Jahren teil, wie scienmag.com in einem Bericht vom 17. Oktober 2026 darlegt. Die Wissenschaftler untersuchten die Leistungsfähigkeit des Sensorsystems unter kontrollierten sowie alltäglichen Bedingungen.
Perfekte Trefferquote bei hoher hypoxischer Belastung
Besonders präzise arbeitete das System den Studienergebnissen zufolge bei Betroffenen mit einer stark ausgeprägten Symptomatik. Bei Personen mit einer hohen hypoxischen Belastung erreichte die Samsung Galaxy Watch sowohl bei der Sensitivität als auch bei der Spezifität einen Wert von 100 Prozent.
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In dieser Gruppe wurden Atemaussetzer und der damit verbundene Sauerstoffabfall im Blut ausnahmslos korrekt zugeordnet, ohne dass es zu falsch-positiven Befunden kam.
Für die wissenschaftliche Überprüfung durchliefen die Studienteilnehmer ein mehrstufiges Testverfahren. Die Validierung der Messungen erfolgte über zwei Nächte in einem Schlaflabor sowie über drei weitere Nächte im häuslichen Umfeld. Als Referenzstandard diente die Polysomnographie, das etablierte Standardverfahren der apparativen Schlafdiagnostik.
Screening-Funktion ersetzt keine klinische Diagnose
Trotz der ermittelten Genauigkeitswerte betont das Forschungsteam der Stanford University den Anwendungsbereich der Technologie: Die Funktion sei explizit für das Screening und nicht für die medizinische Diagnose konzipiert. Nutzer erhalten somit Hinweise auf mögliche Atemaussetzer im Schlaf, ein Befund muss jedoch weiterhin durch medizinisches Fachpersonal und weiterführende klinische Untersuchungen abgeklärt werden.
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Finanziell und materiell wurde das wissenschaftliche Vorhaben von Samsung Electronics unterstützt. Mit der Veröffentlichung der Daten untermauert das Unternehmen die Bemühungen, Sensortechnik für Endverbraucher enger an den Bereich der gesundheitlichen Vorsorge anzubinden.
Die Ergebnisse verdeutlichen das Potenzial von am Handgelenk getragenen Geräten, bislang unerkannte schlafbezogene Atmungsstörungen frühzeitig sichtbar zu machen und Betroffene einer gezielten ärztlichen Diagnostik zuzuführen.
