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Saving Life-App: 43.000 Ersthelfer retten Leben in drei Minuten

09.06.2026 - 04:39:26 | boerse-global.de

Schleswig-Holstein will die Ersthelfer-App Saving Life gesetzlich festschreiben. 43.000 Freiwillige leiteten 2024 über 1.100 Wiederbelebungen ein.

Saving Life App: Schleswig-Holstein plant gesetzliche Verankerung
Saving - A smartphone displaying a 'Saving Life' app with a map and an emergency alert, symbolizing digital emergency response. 09.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das digitale Alarmierungssystem des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) schließt die kritische Zeitspanne zwischen Notruf und Eintreffen des Rettungsdienstes. Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken unterstützt das Vorhaben: Ziel ist es, binnen drei Minuten einen qualifizierten Ersthelfer am Einsatzort zu haben.

Beeindruckende Bilanz bei Wiederbelebungen

Seit dem Start 2017 hat sich das System rasant entwickelt. Rund 43.000 freiwillige Ersthelfer sind aktuell auf der Plattform registriert. Sie werden bei Notfällen in ihrer unmittelbaren Umgebung alarmiert – besonders bei Verdacht auf Herzstillstand.

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Die Zahlen aus dem Jahr 2024 sprechen für sich: Die registrierten App-Helfer leiteten 1.142 Wiederbelebungen ein. Täglich gehen in Schleswig-Holstein rund 30 Alarmierungen über die Plattform ein. Zudem sind 4.200 automatisierte externe Defibrillatoren (AEDs) in der Datenbank hinterlegt, sodass Helfer lebensrettende Geräte schnell orten können.

Digitaler Trend in der Notfallhilfe

Schleswig-Holstein ist mit diesem Vorstoß nicht allein. Weltweit gewinnen digitale Helfer-Systeme an Bedeutung:

  • Schweiz: Die Web-App „Notfall-Finder“ zeigt seit Herbst 2025 die Auslastung von 34 Notaufnahmen im Kanton Bern in Echtzeit. Rund 80.000 Zugriffe verzeichnete das Tool bereits – Nachbarkantone prüfen eine Übernahme.
  • Großbritannien, Kanada, Australien: Die App „ImAlive“ richtet sich an Menschen, die allein leben. Sie fordert täglich ein Check-in. Bleibt dieses aus, wird automatisch ein Notfallkontakt informiert.
  • USA: Die Sicherheitsplattform Lifeline AI erhielt bei einem globalen Start-up-Wettbewerb in San Francisco 100.000 US-Dollar (rund 92.000 Euro) als Gründungsförderung. Die App ermöglicht stille Notrufe, ohne das Smartphone zu entsperren.

Künstliche Intelligenz auf dem Vormarsch

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Die Interschutz, die am 7. Juni 2026 in Hannover zu Ende ging, unterstrich den Trend: 140.000 Besucher sahen bei 1.700 Ausstellern aus 55 Ländern, wie Künstliche Intelligenz und zivil-militärische Zusammenarbeit den Rettungsdienst modernisieren.

Auch in Indien setzt man auf Technologie: Der Rettungsdienst Andhra Pradesh 108 bewältigte zwischen Juni 2025 und Mai 2026 rund 778.799 Notrufe. Die Rettungswagen sind mit GPS, Echtzeit-Routenplanung und digitalen Patientenakten ausgestattet – eine Partnerschaft mit Bhavya Health Care macht es möglich.

Schleswig-Holstein will mit der gesetzlichen Verankerung der „Saving Life“-App die Überlebenschancen in Notfällen weiter verbessern. Die freiwilligen Ersthelfer werden damit fest in die rettungsdienstliche Versorgungskette integriert – ein Modell mit Vorbildcharakter für andere Bundesländer.

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