Samsung Wallet: Native Stablecoin-Unterstützung ab sofort verfügbar
Veröffentlicht am: 26.07.2026 um 10:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Stablecoins erobern den Massenmarkt: Samsung integriert sie in seine Wallet, Ripple baut die Infrastruktur für institutionelle Kunden aus. Zwei Schritte, die zeigen: Digitale Währungen werden zum Standard.
Samsung Wallet bekommt native Stablecoin-Unterstützung
Am 22. Juli 2026 kündigte Samsung auf dem Galaxy-Unpacked-Event in London an, dass die hauseigene Wallet künftig native Stablecoin-Funktionen erhalten wird. Einen genauen Starttermin oder die finale Liste unterstützter Coins nannte der Konzern nicht – doch in Produktdemos war Circle’s USDC zu sehen. Samsung-Produktmanager Lee Dinham erklärte, das Ziel sei, die Wallet über Bargeld und Sparguthaben hinaus zu erweitern und neue Formen digitalen Werts zu integrieren.
Der Schritt ist Teil einer umfassenden Digital-Asset-Strategie. Bereits im Juli 2025 ermöglichte Samsung Zahlungen mit Kryptowährungen über Samsung Pay via Coinbase. Im Oktober 2025 folgte die Integration von Coinbase One für US-Nutzer. Und im Mai 2026 sicherten sich Samsung-Tochterfirmen für 408 Millionen Euro einen 4-Prozent-Anteil an Dunamu, dem Betreiber der Börse Upbit.
Parallel dazu brachte Samsung am 22. Juli 2026 die Galaxy Card auf den Markt – in Zusammenarbeit mit Barclays und Visa. Die Karte, erhältlich als virtuelle und physische Variante, bietet Cashback für Samsung- und Wallet-Transaktionen. Die Grenzen zwischen traditionellen Finanzprodukten und dem mobilen Ökosystem verschwimmen zusehends.
Ripple Mint: Neue Plattform für institutionelle Kunden
Auch Ripple treibt die Verbreitung seines Dollar-gekoppelten Stablecoins RLUSD voran. Am 24. Juli 2026 startete das Unternehmen Ripple Mint – eine Plattform speziell für institutionelle Kunden. Über ein zentrales Dashboard oder eine API können Organisationen den gesamten Lebenszyklus des Stablecoins verwalten: vom Minting über die Rücknahme bis zum Cross-Chain-Bridging.
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Um die Distribution zu stärken, investierte Ripple am selben Tag strategisch in die B2B-Zahlungsplattform Notabene. Das Netzwerk wird bereits von mehr als 2.300 Institutionen genutzt. Ende Juli 2026 lag die Marktkapitalisierung von RLUSD bei rund 1,5 Milliarden Euro – der Großteil des Angebots zirkuliert auf dem XRP Ledger und dem Ethereum-Netzwerk.
International setzt Ripple auf lokale Partnerschaften. Nach der Genehmigung durch die japanische Finanzaufsicht FSA ist RLUSD seit Frühsommer 2026 über SBI VC Trade verfügbar. Zuvor hatte das Unternehmen im März 2026 in Singapur das BLOOM-Programm gestartet.
Regulierung schafft klare Rahmenbedingungen
Die Expansion der Stablecoin-Dienste wird zunehmend von rechtlichen Vorgaben gestützt. In den USA schafft der GENIUS Act (Public Law 119-27), in Kraft seit dem 18. Juli 2025, klare Regeln für lizenzierte Stablecoin-Emittenten. Die Vorschriften verlangen bestimmte Standards – und beeinflussen, mit wem Mobilmarken wie Samsung zusammenarbeiten.
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Die Dimensionen sind gewaltig: Ende 2025 hatte das globale Stablecoin-Angebot fast 310 Milliarden Euro erreicht. Samsung lieferte 2025 rund 226 Millionen Smartphones aus. Die native Stablecoin-Integration könnte Hunderte Millionen Nutzer direkt an digitale Vermögenswerte heranführen.
Branche formiert sich: Open USD Consortium
Am 30. Juni 2026 gründeten mehrere Branchenakteure das Open USD Consortium. Während interne Berichte Samsung als Gründungsmitglied nennen, beobachten andere eine zurückhaltendere Haltung des Herstellers gegenüber einheitlichen Konsortialstandards. Unabhängig davon zeigt der Trend klar: Stablecoins werden zum Standardmerkmal mobiler Finanzökosysteme.
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