Samsung, DDR5-Fertigung

Samsung verlagert DDR5-Fertigung: 4,3 Mrd. USD für HBM-Werk

Veröffentlicht am: 20.09.2026 um 01:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Samsung will Back-End-Kapazitäten für HBM freimachen und prüft DDR5-Auslagerungen an drei Partner. Umfang und Zeitplan bleiben offen.

Samsung plant HBM-Ausbau und verlagert DDR5-Fertigung zu Partnern
Eine hochmoderne Industrie-Reinraumumgebung mit automatisierten Fertigungsmaschinen und metallischen Oberflächen. Illustration mit AI erstellt.

Samsung Electronics verlagert einem Bericht von gizmochina.com vom 19. September 2026 zufolge Teile seiner DDR5-Modul- und SSD-Fertigung an externe OSAT-Partner. Damit will der südkoreanische Konzern interne Back-End-Kapazitäten in seinen Werken in Cheonan und Onyang freimachen, um dort verstärkt High-Bandwidth-Memory (HBM) zu verpacken.

Betroffen ist ausschließlich die Modul-Assembly und das Testing, nicht die eigentliche DRAM-Wafer-Fertigung, die weiterhin bei Samsung selbst verbleibt.

Neues HBM-Werk in Onyang geplant

Parallel zur Auslagerung plant Samsung den Bau eines eigenen HBM-Werks in Onyang. Die Investition soll sich laut dem gizmochina.com-Bericht auf 6 Billionen KRW (umgerechnet rund 4,3 Milliarden US-Dollar) belaufen. Ein Baustart sei vorgesehen, mit einer Produktionsaufnahme jedoch erst in einigen Jahren.

Der Umbau der bestehenden Packaging-Standorte Cheonan und Onyang soll laut einem Bericht von trendforce.cn vom 18. September 2026 vollständig auf fortschrittliches Packaging inklusive HBM ausgerichtet werden.

Drei Partner für ausgelagerte Fertigung

Für die ausgelagerte DDR5-Produktion nennt der gizmochina.com-Bericht drei konkrete Partnerunternehmen: Dreamtech in Indien soll am Standort Noida Plant 1 eine Kapazität von mehr als 50 Millionen Modulen pro Jahr aufbauen. Hanyang Digitech in Vietnam ist demnach mit mehr als 31,5 Milliarden KRW an der Fertigung beteiligt.

SFA Semicon auf den Philippinen soll ab November DDR5-Test und -Assembly übernehmen – eine Verlagerung, die laut letsdatascience.com vom 18. September 2026 bislang in Onyang angesiedelt war.

Zusätzlich betreibt Samsung nach Angaben von letsdatascience.com ein Back-End-Werk in Vietnam mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Milliarden US-Dollar, das sich auf DDR4, LPDDR4, NAND und UFS konzentriert.

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Samsung verlagert Teile seiner DDR5-Modul- und SSD-Fertigung an externe Partner in Indien, Vietnam und auf den Philippinen — und drängt diese Partner laut Branchenberichten, die Linien früher als geplant fertigzustellen. Wer jetzt PC- oder Server-Rollouts plant, sollte die Verfügbarkeit von Standard-DDR5 neu bewerten, bevor sich der Druck auf die Märkte weiter verschärft. Unser kostenloser Report ordnet die Verlagerung ein und zeigt, wie Sie Ihre Beschaffung darauf ausrichten. DDR5-Beschaffungs-Report jetzt anfordern

Druck auf Partner, frühere Fertigstellung

Laut einem Bericht von trendforce.cn vom 18. September 2026 hat Samsung seine OSAT-Partner gedrängt, die DDR5-Produktionslinien früher als ursprünglich geplant fertigzustellen. Zusätzliche Investitionen in die ausgelagerte Kapazität würden geprüft.

Nahezu die gesamte neue Kapazität für Standard-DDR5-Module und SSDs solle demnach an externe Partner vergeben werden, damit sich Samsung intern auf HBM und andere fortschrittliche Produkte konzentrieren kann.

Ein Bericht von techjuice.pk vom selben Tag bestätigt die Gespräche mit Partnern, betont aber, dass der genaue Umfang der Reduktion sowie der Outsourcing-Anteil weiterhin unklar seien.

Auch von techgindia.com wird berichtet, dass Samsung mit Dreamtech, Hanyang Digitech und SFA Semicon über die DDR5-Fertigung verhandelt, ohne dass Details zu Volumen oder Vertragskonditionen bekannt seien. Ein offizielles Statement Samsungs zu Produktionsmengen, Investitionssummen oder Vertragsbedingungen liegt bislang nicht vor.

Mögliche Auswirkungen auf den Speichermarkt

Nach Einschätzung von techjuice.pk ist das DDR5-Angebot bereits knapp. Sollte Samsung tatsächlich einen erheblichen Teil seiner Standard-DRAM-Produktion auslagern, um Kapazitäten für HBM freizuschaufeln, könnte sich der Druck auf die Märkte für PCs, Server und Laptops zusätzlich verschärfen.

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Das DDR5-Angebot ist bereits knapp — und Samsung könnte einen erheblichen Teil seiner Standard-DRAM-Produktion auslagern, um Kapazitäten für HBM freizuschaufeln. Für Einkäufer heißt das: Lieferketten-Risiko durch Fertigung in Indien, Vietnam und auf den Philippinen, unklare Vertragskonditionen und ein wachsender Preisauftrieb. Unser kostenloser Report gibt Ihnen eine Lieferanten-Checkliste an die Hand, mit der Sie OSAT-Partner und Alternativquellen strukturiert prüfen. Lieferanten-Checkliste jetzt herunterladen

Branchenquellen zufolge, auf die sich nyongesasande.com beruft, erwägt Samsung, eigene Kapazitäten stärker auf HBM umzuwidmen und mehr Standard-DRAM an Partner auszulagern – ein Schritt, der die strategische Priorisierung von HBM als margenstärkerem Segment im Zuge des KI-getriebenen Speicherbedarfs widerspiegeln würde.

Wie weit diese Verlagerung letztlich reicht, bleibt vorerst offen. Weder zum genauen Zeitplan noch zum Anteil der ausgelagerten Produktion an der Gesamtkapazität hat sich Samsung bislang öffentlich geäußert.

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