Samsung, Großoffensive

Samsung startet Großoffensive: One UI 8.5 erreicht Millionen Geräte

25.05.2026 - 03:30:12 | boerse-global.de

Samsung verteilt One UI 8.5 mit Galaxy AI an zahlreiche Modelle, inklusive Mittelklasse. Der Schritt bringt KI-Funktionen in die Breite.

Samsung startet Großoffensive: One UI 8.5 erreicht Millionen Geräte - Foto: über boerse-global.de
Samsung startet Großoffensive: One UI 8.5 erreicht Millionen Geräte - Foto: über boerse-global.de

5 massiv aus. Ab der letzten Mai-Woche erhalten zahlreiche Galaxy-Modelle das Update – von Flaggschiffen über Falt-Handys bis hin zur beliebten Mittelklasse. Im Zentrum steht die Integration künstlicher Intelligenz.

KI für die breite Masse

Die aktuelle Ausrollphase ist die bislang umfangreichste. Samsung bestätigte am 24. Mai 2026, dass die stabile Version des auf Android 16 basierenden Systems ab sofort auf eine deutlich größere Gerätepalette verteilt wird. Konkret erhalten die Galaxy S24-Serie, das Galaxy S23 FE sowie die fünfte Generation der Falt-Modelle Z Fold 5 und Z Flip 5 das Update. Besonders bedeutsam: Auch die Mittelklasse-Geräte Galaxy A56 und A36 sind an Bord – ein klares Signal, dass Premium-Funktionen nicht länger den Oberklasse-Modellen vorbehalten bleiben.

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Die ersten regionalen Auslieferungen liefen bereits am 23. Mai 2026 an. In Indien meldeten Nutzer des Galaxy Tab S10 FE und des Galaxy S23 FE den Erhalt des Updates. In Südkorea wurden die Tablets Galaxy Tab S11 und S11 Ultra sowie das Tab S10 FE bedacht. Die Größenunterschiede der Update-Pakete sind beachtlich: Während die Tablet-Version für das Tab S10 FE rund 260 Megabyte umfasste, schlug das Smartphone-Update für das S23 FE mit über vier Gigabyte zu Buche – ein Hinweis auf den umfassenden Systemumbau.

Galaxy AI: Smarte Helfer für alle

Das Herzstück von One UI 8.5 ist die Galaxy AI Suite. Sie bringt Funktionen wie Call Screening, Creative Studio und Audio Eraser auch auf ältere und günstigere Geräte. Die Werkzeuge arbeiten weitgehend lokal auf dem Gerät, um Kommunikation und Medienbearbeitung zu verbessern – ohne ständige Cloud-Anbindung. Hinzu kommen optimierte Akku-Profile und flüssigere Animationen, die von Nutzern seit Langem gefordert wurden.

Die Konkurrenz schläft nicht. Motorola weitete am 23. Mai sein Android-17-Beta-Programm auf das Razr 70 Ultra und Razr Fold aus. OnePlus begann mit der Verteilung von OxygenOS 16.0.7 für das OnePlus 15 – inklusive einer KI-gesteuerten Menü-Übersetzung und der Funktion „Live Space" auf dem Sperrbildschirm. Google selbst kündigte für Android 17 die Funktion „Continue On“ an, die nahtloses Wechseln zwischen Geräten ermöglicht – ähnlich Apples „Handoff“.

Sicherheit im Zeitalter der Quantencomputer

Die Verteilung von One UI 8.5 fällt in eine zeit massiv gestiegener Cyber-Bedrohungen. Im ersten Quartal 2026 stieg die Zahl der Banking-Trojaner um 196 Prozent auf 1,24 Millionen gemeldete Fälle. 86 Prozent aller Phishing-Kampagnen werden inzwischen von KI gesteuert – das entspricht 3,4 Milliarden betrügerischen Nachrichten pro Tag. Auch „Quishing“ – der Missbrauch von QR-Codes – legte um 150 Prozent auf 18 Millionen Fälle zu.

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Samsung reagiert mit den aktuellsten Sicherheitspatches. Der Schritt folgt einem Branchentrend: Apple veröffentlichte Anfang Mai iOS 26.5 und schloss dabei 52 Sicherheitslücken. Besonders brisant: die als CVE-2026-28950 bekannte kritische Schwachstelle. Apples Update markiert zudem den Einstieg in die Post-Quanten-Kryptografie (PQC) – mit dem PQ3-Protokoll und dem ML-KEM-Standard für TLS-, VPN- und SSH-Verbindungen. Ziel ist der Schutz vor sogenannten „Harvest Now, Decrypt Later“-Angriffen, bei denen Angreifer heute verschlüsselte Daten sammeln, um sie später mit Quantencomputern zu entschlüsseln.

Erst am heutigen Montag, dem 25. Mai 2026, wurde bekannt, dass Apples Update iOS 26.4.1 den „Stolen Device Protection“-Modus automatisch aktiviert. Dieser verlangt bei sicherheitsrelevanten Änderungen zwingend biometrische Authentifizierung und führt eine einstündige Verzögerung für kritische Aktionen wie Passwort-Zurücksetzungen ein. Parallel warnte das indische Cybercrime Coordination Centre (I4C) am 23. Mai vor einer gezielten Phishing-Kampagne gegen iPhone-Nutzer, bei der Betrüger SMS-Links mit angeblichem Apple-Support versenden.

Ausblick: Wettlauf um die KI-Krone

Für Samsung ist die erfolgreiche Verteilung von One UI 8.5 die Grundlage für den nächsten Schritt: One UI 9 (basierend auf Android 17) wird noch in diesem Jahr erwartet. Besitzer des Galaxy S23 Ultra mit 12 Gigabyte RAM und Snapdragon 8 Gen 2 dürften damit ihre letzte große Systemaktualisierung erhalten – der Sicherheitssupport läuft voraussichtlich bis 2028.

Die Konkurrenz gibt sich indes nicht geschlagen. Apple wird auf der WWDC am 8. Juni 2026 voraussichtlich iOS 27 vorstellen. Gerüchten zufolge plant der iPhone-Hersteller einen massiven KI-Nachschlag: natürliche Sprachverknüpfungen, einen überarbeiteten Siri mit Chatbot-Oberfläche und KI-generierte Hintergrundbilder. Branchenkenner spekulieren, dass Apple dafür jährlich rund eine Milliarde Dollar an Google zahlen könnte, um Gemini als technische Basis zu nutzen.

Doch der Weg zur KI-Integration ist juristisch steinig. Im Mai 2026 wurde in den USA eine 250 Millionen Dollar schwere Sammelklage gegen Apple eingereicht – wegen angeblich nicht eingehaltener KI-Versprechen. Auch Meta steht vor Gericht: Der Bundesstaat Texas verklagt den Facebook-Konzern wegen angeblicher Täuschung über die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei WhatsApp.

Für Samsung heißt das: Die kommenden Wochen werden zeigen, ob der Konzern die komplexe, geräteübergreifende Verteilung von One UI 8.5 reibungslos meistert. Gelingt dies, hat der Hersteller gute Chancen, seine Nutzerbasis zu festigen – bevor im zweiten Halbjahr 2026 die nächste Hardware- und Software-Generation an den Start geht.

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