Samsung-Sicherheit, AppCloud-App

Samsung-Sicherheit: AppCloud-App steht unter Spyware-Verdacht

22.06.2026 - 08:57:17 | boerse-global.de

Vorinstallierte AppCloud sorgt für Datenschutzbedenken bei Samsung. Zudem gefährden Zero-Click-Lücke und Update-Probleme die Gerätesicherheit.

Samsung in der Kritik: AppCloud und Sicherheitslücken belasten
Samsung-Sicherheit - Eine Hand hält ein Smartphone, von dessen Bildschirm leuchtende Datenlinien ausgehen, die Überwachung und Datenfluss symbolisieren. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Nutzer und Experten warnen seit Tagen vor mangelnder Datentransparenz. Die Anwendung lässt sich nicht deinstallieren – und steht in Verbindung mit dem israelischen Unternehmen ironSource. In sozialen Medien wird die Software deshalb teilweise als Spyware eingestuft.

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Kritik an mangelnder Kontrolle

Die AppCloud kommt offenbar auf zahlreichen Samsung-Smartphones zwangsweise zum Einsatz. Was genau sie an Daten sammelt, bleibt unklar. Eine Deinstallation über die üblichen Wege ist nicht möglich.

Das Problem ist kein Einzelfall. Bereits in der Vergangenheit entdeckten Sicherheitsforscher bei verschiedenen Herstellern vorinstallierte Funktionen mit Spionageeigenschaften. Die Bedrohungslage für Android steigt seit Jahren kontinuierlich an.

Zero-Click-Lücke bei Top-Modellen

Parallel dazu schlugen Sicherheitsforscher Alarm wegen einer schwerwiegenden WhatsApp-Lücke. Betroffen sind die Flaggschiffe Galaxy S22, S23 und S24.

Der Fehler ermöglicht eine Code-Ausführung ohne Nutzerinteraktion – ein klassisches Zero-Click-Szenario. Der Angriff erfolgt über manipulierte DNG-Bilddateien. Ein bloßer Empfang reicht aus, um das Gerät zu gefährden.

Update-Probleme bei One UI

Hinzu kommen Schwierigkeiten bei der Aktualisierung von Google-Systemkomponenten. Auf Geräten mit One UI 8.5 und One UI 9 installiert der Play Store wichtige Updates nicht immer automatisch.

Betroffen sind unter anderem der Android System SafetyCore, das Android System WebView und die Google Play Services. Samsung rät betroffenen Nutzern, die Aktualisierungen manuell über die App-Details in den Einstellungen anzustoßen.

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Sicherheitspatch für die Mittelklasse

Um die größten Risiken zu entschärfen, rollt Samsung seit Juni einen umfassenden Sicherheitspatch aus. Das Update steht für das Galaxy A37 und das Galaxy A07 bereit.

Es behebt insgesamt 45 Schwachstellen. 33 davon betreffen das Android-Betriebssystem, 12 spezifische Samsung-Komponenten. Unter den geschlossenen Lücken befindet sich die kritische Schwachstelle CVE-2025-65018. Sie erlaubte eine unberechtigte Ausweitung von Zugriffsrechten aus der Ferne. Zudem schließt das Paket eine bislang unbekannte Zero-Day-Lücke.

Experten empfehlen Nutzern generell, vorinstallierte System-Apps wie Samsung Members nicht zu entfernen. Sie sind notwendig für Sicherheitsinformationen, Fehlerberichte und zukünftige Beta-Versionen der Benutzeroberfläche.

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