Samsung, Mitarbeiter

Samsung rüstet alle Mitarbeiter mit ChatGPT Enterprise aus

22.06.2026 - 05:35:50 | boerse-global.de

Samsung rüstet alle Mitarbeiter in Südkorea und der DX-Sparte mit ChatGPT Enterprise und Codex aus. Der Deal zählt zu den größten Unternehmenseinsätzen generativer KI für OpenAI.

Samsung stattet Belegschaft flächendeckend mit ChatGPT Enterprise aus
Samsung - A glowing neural network abstractly connecting a Samsung logo with an OpenAI logo, symbolizing a major AI partnership in a futuristic setting. 22.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Der südkoreanische Elektronikkonzern stattet seine Belegschaft flächendeckend mit ChatGPT Enterprise und dem KI-Coding-Tool Codex aus – einer der größten Unternehmens-Deals für OpenAI.

OpenAI gab am heutigen Montag eine weitreichende Partnerschaft mit Samsung Electronics bekannt. Die Vereinbarung sieht vor, dass sämtliche Mitarbeiter in Südkorea sowie die globale Device-eXperience-(DX)-Abteilung des Konzerns Zugang zu ChatGPT Enterprise und dem KI-gestützten Programmierwerkzeug Codex erhalten. Branchenanalysten bezeichnen den Deal als einen der bedeutendsten Unternehmenseinsätze generativer KI, den OpenAI bisher umgesetzt hat.

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Von der Forschung bis zur Produktion

Die Einführung von ChatGPT Enterprise soll Samsung eine sichere Umgebung für den Einsatz generativer KI bieten – mit erweiterten Funktionen für Datenschutz, Zugriffskontrolle und Compliance. Über allgemeine Verwaltungsaufgaben wie das Verfassen von Berichten oder die Korrespondenz hinaus sollen die Werkzeuge spezialisierte Abteilungen unterstützen: von Forschung und Entwicklung über Marketing bis hin zur Produktentwicklung und Fertigung.

Besonders spannend: Codex richtet sich gezielt an Samsungs Softwareentwickler. Das Tool verzeichnet laut OpenAI weltweit mehr als fünf Millionen wöchentlich aktive Nutzer. In Südkorea ist die Nutzung seit Februar 2026 um 800 Prozent gestiegen – ein deutliches Zeichen für den rasanten Wandel hin zur KI-gestützten Programmierung. Samsung will mit Codex die Softwareentwicklung beschleunigen und die Effizienz in der Produktion sowie im Marketing steigern.

Mehr als nur Software: Die strategische Tiefe der Partnerschaft

Der Deal ist keine spontane Entscheidung. Samsung und OpenAI arbeiten bereits im Bereich der KI-Infrastruktur zusammen – konkret bei Speicherchips, die für den Betrieb großer KI-Modelle unverzichtbar sind. Samsungs KI-Strategie setzt stark auf High Bandwidth Memory (HBM). Auf einer globalen Strategietagung im Juni 2026 prüfte der Konzern Pläne zur Ausweitung der HBM-Lieferungen und zur Sicherung langfristiger Verträge mit großen KI-Kunden.

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Die Massenproduktion von HBM4 startete bereits im Februar 2026, und im Mai 2026 verschickte Samsung Muster der nächsten Generation HBM4E an Partner. Diese Hardware-Expertise bildet das technische Fundament für die jetzt anstehende unternehmensweite KI-Transformation durch OpenAIs Software.

Südkorea als KI-Vorreiter

Der Deal folgt auf eine Phase intensiver Aktivität von OpenAI in Südkorea. Ende Mai veranstaltete das Unternehmen sein erstes Führungskräfte-Event im Land, um mit lokalen Wirtschaftsgrößen ins Gespräch zu kommen. Zudem unterzeichnete OpenAI eine Absichtserklärung mit dem KI-Sicherheitsinstitut des südkoreanischen Wissenschaftsministeriums zur Zusammenarbeit an Sicherheitsstandards.

Samsungs Schritt reiht sich in einen breiteren Trend ein: Immer mehr Großkonzerne standardisieren KI am Arbeitsplatz. Während einige globale Unternehmen angesichts der Kosten für KI-Implementierung zögern, setzt Samsung offenbar auf Wettbewerbsvorteile. Auch andere Player wie SK Telecom haben kürzlich angekündigt, ihre gesamte Belegschaft mit KI-Assistenten auszustatten. Südkorea etabliert sich damit als einer der wichtigsten Märkte für die unternehmensweite Einführung von Künstlicher Intelligenz.

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