Samsung PM1763: Erste PCIe-6.0-SSD mit 28.400 MB/ s in Serie
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 10:32 Uhr, Redaktion boerse-global.de
0-SSD für KI-Workloads in Serie aus. Der südkoreanische Speicherriese hat die Massenproduktion des PM1763 für Unternehmen aufgenommen – ein entscheidender Schritt für die nächste Generation von Rechenzentren. Die neuen Laufwerke sind speziell für Hochleistungs-KI-Plattformen optimiert, darunter die kommende Nvidia Vera Rubin-Architektur.
Doppelte Geschwindigkeit für Large Language Models
Die technischen Daten des PM1763 können sich sehen lassen. Dank neunter Generation V-NAND und einem 4nm-Controller erreicht das 16-TB-Modell sequenzielle Leseraten von 28.400 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 21.900 MB/s. Ein 40 GB großes Sprachmodium – wie es moderne KI-Anwendungen benötigen – überträgt das Laufwerk in rund 1,4 Sekunden. Zum Vergleich: Der Vorgänger PM1753 benötigte dafür noch knapp 2,7 Sekunden.
Doch Geschwindigkeit ist nicht alles. Samsung hat auch die Energieeffizienz deutlich verbessert: 1,8-fach besser als beim Vorgänger. Die SSDs unterstützen Direktkühlung (Direct-to-Chip) mit Flüssigkeit und verfügen über moderne Sicherheitsstandards, darunter Post-Quanten-Kryptografie und das Trusted Device Interface Security Protocol (TDISP). Aktuell produziert Samsung Kapazitäten von 4 TB, 8 TB und 16 TB – Modelle mit 30,72 TB und 61,44 TB sind bereits in Planung.
Wettbewerb um die schnellste SSD
Samsung ist nicht der einzige Spieler im PCIe-6.0-Markt. Micron hatte bereits im Februar 2026 mit der 9650 die erste PCIe-6.0-SSD ausgeliefert. SK Hynix wird voraussichtlich bis Ende 2026 nachziehen. Der Wettbewerb um die schnellsten Speicherlösungen für KI-Rechenzentren ist voll entbrannt.
Auf der Computex im Juli 2026 zeigte AIC einen 2U-JBOF-Server („Just a Bunch of Flash“) für KI-Cache-Workloads. Das System nutzt Broadcom PCIe Gen6-Switches und fasst bis zu 32 Laufwerke – eine Gesamtkapazität von 8 Petabyte ist damit möglich. Der Server ist für Nvidia BlueField-4-DPUs und die Vera-Rubin-Architektur ausgelegt.
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Rekordgewinne treiben Innovation
Der Run auf schnelle Unternehmensspeicher fällt in eine Phase außergewöhnlicher Gewinne im Speichersektor. Laut TrendForce erzielte der Markt für Enterprise-SSDs im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 18,46 Milliarden Euro – ein Plus von 86,1 Prozent zum Vorquartal. Samsungs vorläufige Zahlen für das zweite Quartal 2026 zeigen einen operativen Gewinn von umgerechnet 58,4 Milliarden Euro bei einem Umsatz von 112,3 Milliarden Euro.
Blickt man in die Zukunft, zeichnen sich noch größere Kapazitäten ab: SanDisk hat kürzlich mit der Bemusterung seines BiCS10-Chips begonnen – einem 332-Lagen-3D-NAND mit einer um 59 Prozent verbesserten Flächen-Bit-Dichte. Branchenanalysten halten 512-TB-SSDs bis 2027 für realistisch.
Auch PC-Markt profitiert
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Während die höchsten Leistungssprünge im Enterprise-Sektor stattfinden, rüsten die Hersteller auch für PCs auf. Kioxia hat kürzlich die XG10-Serie mit PCIe 5.0 vorgestellt – bis zu doppelt so schnell wie die Vorgängerserie XG8. Die Auslieferung an ausgewählte OEMs begann bereits im zweiten Quartal 2026.
Parallel dazu bringt Kioxia die EG7-Serie auf den Markt, eine preiswerte QLC-basierte SSD mit Host Memory Buffer (HMB) – sie kommt ohne eigenen DRAM-Chip aus. Auch Samsung bereitet offenbar ein DRAM-loses PCIe-4.0-Modell vor, vermutlich Teil der 990er-Serie. Ein durchgesickertes Datenblatt für ein 1-TB-Modell nennt sequenzielle Leseraten von 7.150 MB/s und eine Ausdauer von 400 TBW (Terabytes Written). Offizielle Preise und Termine stehen noch aus.
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