Samsung PM1763: Enterprise-SSD mit PCIe 6.0 für KI-Rechenzentren
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 05:25 Uhr, Redaktion boerse-global.deDas Enterprise-Laufwerk ist speziell für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform optimiert und soll den wachsenden Datenhunger von KI-Rechenzentren stillen.
Deutlicher Leistungssprung bei Datenübertragung
Die PM1763 setzt auf die neueste PCIe-6.0-Schnittstelle und kombiniert Samsungs neunten Generation V-NAND mit einem speziellen 4-Nanometer-Controller. Erste Tests der 16-Terabyte-Version zeigen beeindruckende Werte: Sequenzielle Lesegeschwindigkeiten von 28.400 MB/s und Schreibgeschwindigkeiten von 21.900 MB/s.
Noch bemerkenswerter ist die Zufallsleistung: 6,8 Millionen IOPS beim Lesen und 950.000 IOPS beim Schreiben. Das ermöglicht die Übertragung eines 40 Gigabyte großen Sprachmodells in rund 1,4 Sekunden. Zum Vergleich: Der Vorgänger PM1753 benötigte dafür noch 2,7 Sekunden.
Aktuell produziert Samsung Kapazitäten von 4, 8 und 16 Terabyte. Versionen mit 32 und 64 Terabyte sind bereits in Planung.
Effizienz und Sicherheit für moderne Rechenzentren
Ein zentrales Entwicklungsziel war die Energieeffizienz. Die neue SSD verbraucht laut Samsung 1,8 Mal weniger Energie pro übertragener Datenmenge als frühere Generationen. Zudem ist sie für Flüssigkeitskühlung optimiert – ein entscheidender Faktor in hochverdichteten KI-Serverumgebungen.
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Erstmals unterstützt ein SSD dieser Klasse Post-Quanten-Kryptographie. Die PM1763 erfüllt zudem die Sicherheitsstandards SPDM 1.4, TDISP und CNSA 2.0. „Die Validierung dieser SSD soll das Skalieren von KI-Infrastrukturen unterstützen", erklärte Samsung-Vizepräsident Jangseok Choi.
Strategische Partnerschaft mit Nvidia
Der Produktionsstart fällt zeitlich mit Nvidias Vera-Rubin-Plattform zusammen, deren Auslieferung für Herbst 2026 erwartet wird. Die Architektur vereint die Vera-CPU mit BlueField-4-Datenprozessoren auf POD-Ebene. Branchenanalysten rechnen mit einem Umsatz von rund 20 Milliarden Euro allein mit der Vera-CPU in diesem Geschäftsjahr.
Große KI-Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Oracle und Perplexity haben bereits Interesse an der neuen Nvidia-Plattform signalisiert. Auch andere Zulieferer ziehen nach: SK Hynix hat die Produktion von 192-GB-SOCAMM2-Speichermodulen für das Ökosystem gestartet.
Lieferkette im Fokus
Rechenzentren, die bereits an ihre Kühlungsgrenzen stoßen, brauchen jetzt eine klare Roadmap für energieeffiziente Speicherarchitektur – bevor die Vera-Rubin-Plattform 2026 den Markt erreicht. Dieser Leitfaden liefert konkrete Optimierungsschritte für Flüssigkeitskühlung und PCIe-6.0-Umstellung. Energieeffizienz-Leitfaden jetzt sichern
Der Produktionsstart folgt auf ein Spitzentreffen im Juni 2026: Samsung-Chef Lee Jae-yong und Nvidia-CEO Jensen Huang verständigten sich damals über die Zusammenarbeit bei HBM-Speicher und fortschrittlichen Verpackungslösungen. Ein weiteres Treffen ist für Ende Juli geplant – es soll Samsungs Rolle als Hauptlieferant für Nvidias KI-Hardware weiter festigen.
Die PM1763 wird in den Bauformen E1.S und E3.S erscheinen. Damit ist sie kompatibel mit verschiedenen Server-Rack-Designs, darunter die kürzlich vorgestellten JBOF-Systeme, die bis zu 32 PCIe-6.0-Laufwerke für KI-Cache-Anwendungen aufnehmen können.
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