Samsung Odyssey G8: Erstes 6K-Gaming-Display mit 165 Hertz
27.05.2026 - 23:05:37 | boerse-global.deErstmals kommt ein 6K-Display für Spieler auf den Markt, während günstige Modelle Leistungen bieten, die bisher der Oberklasse vorbehalten waren.
Die südkoreanische und die chinesische Elektronikschmiede zeigen damit eine gespaltene Marktstrategie: Während die einen die Grenzen von Auflösung und Konnektivität verschieben, bringen die anderen Highspeed-Technik in die Breite. Die Ankündigungen Ende Mai 2026 fallen zudem in eine Zeit, in der sich die Hersteller auf wichtige Verkaufsaktionen zur Jahresmitte vorbereiten.
Samsung setzt mit Odyssey 6K neue Maßstäbe
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Samsung hat den Vorverkauf für seine 2026er Odyssey-Reihe gestartet. Das Flaggschiff ist der Odyssey G8 G80HS – ein 32-Zoll-Monitor mit einer nativen Auflösung von 6.144 x 3.456 Pixeln. Das entspricht einer Pixeldichte von 224 ppi. Der IPS-Bildschirm beherrscht einen „Dual Mode": Im nativen 6K-Modus läuft er mit 165 Hertz, umschaltbar auf ein 3K-Modus mit satten 330 Hertz.
Der Odyssey G8 gehört zu den ersten Consumer-Displays mit DisplayPort 2.1. Der neue Standard liefert die nötige Bandbreite für hohe Auflösungen und Bildwiederholraten – ohne starke Kompression. Samsung will damit einen neuen Industriestandard setzen.
Der Preis liegt bei umgerechnet rund 1.470 Euro. Bis zum 9. Juni 2026 gibt es im Vorverkauf entweder eine Samsung-Gutschrift über 275 Euro oder hochwertige Peripherie wie die Galaxy Buds4 Pro.
OLED-Reihe ebenfalls aktualisiert
Neben dem 6K-Flaggschiff hat Samsung auch seine OLED-Modelle überarbeitet. Der Odyssey OLED G8 kommt als 27-Zoll-4K-Version mit 240 Hertz für rund 1.010 Euro. Eine 32-Zoll-Variante mit ebenfalls 4K und 240 Hertz kostet etwa 1.195 Euro. Der Odyssey OLED G7 wurde als 32-Zoll-4K-Modell mit 165 Hertz (bzw. 330 Hertz im Spezialmodus) für rund 1.010 Euro neu aufgelegt.
TCL mischt Einsteiger- und Premium-Segment auf
Während Samsung auf High-Resolution-Enthusiasten setzt, zielt TCL mit seiner Untermarke FFALCON auf preisbewusste Gamer. Der Thunderobot Q5AD YYDS Edition kam am 26. Mai 2026 in China auf den Markt. Der Clou: Der 24,5-Zoll-1080p-Monitor kostet umgerechnet gerade einmal 80 Euro. Trotz des Niedrigpreises bietet er eine native Bildwiederholrate von 280 Hertz, per Overclocking sogar 300 Hertz über DisplayPort.
Das Fast-IPS-Panel reagiert in 1 Millisekunde und deckt 99 Prozent des sRGB-Farbraums ab. Sowohl AMD FreeSync Premium als auch Nvidia G-Sync werden unterstützt – Features, die sonst eher in der Mittelklasse zu finden sind.
Premium-Innovationen aus Fernost
Auch im oberen Preissegment hat TCL zugelegt. Der TCL 27C3A Pro ist ein 27-Zoll-QD-Mini-LED-Monitor mit 2.304 Local-Dimming-Zonen und einer Spitzenhelligkeit von 2.200 Nits. Wie Samsungs Neuzugänge beherrscht auch dieses Modell einen Dual Mode: 4K bei 165 Hertz oder Full HD bei 320 Hertz.
Für Liebhaber selbstleuchtender Technik bringt TCL den 32X3A OLED+. Der 31,5-Zoll-4K-Bildschirm läuft mit 240 Hertz, integriert Bang & Olufsen-Audio und misst nur 6,4 Millimeter in der Tiefe. Der Preis in China liegt bei umgerechnet rund 850 Euro.
Marktführerschaft und technologische Konvergenz
Die neuen Produkte kommen nicht von ungefähr. Laut Marktforschern von IDC hält Samsung einen dominanten Marktanteil von 18,9 Prozent im globalen Gaming-Monitor-Segment. Im OLED-Bereich führt Samsung seit drei Jahren mit 26 Prozent Marktanteil.
Die 2026er Linien zeigen eine wachsende Annäherung zwischen professionellen Monitoren und High-End-Fernsehern. Samsung hat kürzlich seine Vision-AI-TV-Reihe in Indien gestartet – 72 Modelle, darunter Micro-RGB- und OLED-Optionen. Diese Fernseher teilen sich Features mit den Gaming-Monitoren, etwa „Glare-Free"-Beschichtungen und hohe Bildwiederholraten bis 165 Hertz.
Konnektivität als Schlüsselthema
DisplayPort 2.1 im Samsung Odyssey und USB-C mit 90 Watt Power Delivery samt KVM-Switch im TCL 27C3A Pro zeigen: Die Hersteller zielen zunehmend auf Nutzer, die einen einzigen Bildschirm sowohl für High-End-Gaming als auch für produktives Arbeiten nutzen wollen. TCLs Integration von Google TV und Smart-Features in seine High-End-Monitore verwischt zudem die Grenze zwischen Gaming-Display und kleinem Smart-TV.
Preistrends und Verfügbarkeit
Während die neuen Modelle auf den Markt kommen, senken Händler die Preise für die 2025er-Hardware deutlich. Der Samsung Odyssey 27-Zoll G70F fiel bereits auf umgerechnet rund 295 Euro – vom ursprünglichen Preis von 550 Euro. Auch TCLs 55-Zoll-T7-QLED-Fernseher verbilligte sich in den letzten Wochen um 40 Prozent.
Der „Great Samsung Sale" vom 1. bis 30. Juni 2026 dürfte weitere Preisnachlässe bringen – auch für das Galaxy S26 Ultra und das Z Fold7. Samsung positioniert diese Geräte als mobile Pendants zu seinen Premium-Displays, unter anderem durch den Snapdragon 8 Elite-Chip und AMOLED-Bildschirme mit hohen Bildwiederholraten.
Ausblick: Was bringt die zweite Jahreshälfte?
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Die zweite Jahreshälfte 2026 wird wohl von der breiteren Einführung von Dual-Mode-Panels und der Expansion von Mini-LED-Technik in günstigere Preisklassen geprägt sein. Branchenbeobachter rechnen damit, dass Samsungs Vorstoß auf 6K die Wettbewerber zwingen wird, ihre eigenen Pläne für hochauflösende Panels zu beschleunigen.
Für TCL dürfte der Erfolg des 80-Euro-300-Hertz-Monitors in China entscheiden, ob ähnliche Ultra-Budget-Modelle auch nach Europa kommen. Samsungs Fokus auf KI-Integration – etwa durch Bixby und Copilot in den Vision-AI-TVs – wird voraussichtlich noch dieses Jahr in die Monitor-Firmware einziehen. Denkbar sind dann automatische Bildoptimierungen und spielspezifische Leistungsanpassungen.
Die Verfügbarkeit für Samsungs Odyssey-6K- und OLED-Modelle dürfte sich Mitte Juni stabilisieren, nachdem die Vorverkaufsphase am 9. Juni endet. TCLs neue Premium-Monitore bleiben vorerst auf den asiatischen Markt konzentriert – eine internationale Verbreitung wird für nach dem Sommer erwartet.
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