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Samsung Gallery: OneDrive-Synchronisation endet, Google Photos soll übernehmen

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 13:51 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Ab Oktober entfällt die direkte Gallery-Verknüpfung; Google Photos soll die Synchronisation übernehmen, abhängig von Gerät, Software und Region.

Samsung beendet OneDrive-Sync in der Gallery und setzt auf Google
Ein minimalistisch gestalteter Serverraum mit metallischen Schränken und kühler Beleuchtung. Illustration mit AI erstellt.

Samsung vollzieht eine weitreichende Änderung in seiner Software-Strategie und stellt die direkte Synchronisation zwischen der hauseigenen Gallery-App und Microsoft OneDrive ein. Ab dem 01.10.2026 wird die gewohnte Zwei-Wege-Synchronisation nicht mehr zur Verfügung stehen, was Nutzer zur Umstellung ihrer Backup-Routinen zwingt.

Die langjährige Kooperation zwischen Samsung und Microsoft im Bereich der Cloud-Speicherung erfährt eine deutliche Zäsur. Wie aus aktuellen Berichten hervorgeht, wird die direkte Einbindung von OneDrive in die Samsung-Gallery-App zum 01.10.2026 beendet.

Für Anwender bedeutet dies, dass Fotos und Videos, die bereits in OneDrive gespeichert sind, zwar erhalten bleiben, jedoch nicht mehr unmittelbar innerhalb der Samsung-Gallery-Ansicht sichtbar sein werden. Ein Zugriff auf diese Medien ist fortan nur noch über die dedizierte OneDrive-App oder das entsprechende Web-Portal möglich.

Umstellung auf Google Photos als neuen Standard

Als künftige Alternative bereitet Samsung eine tiefe Integration von Google Photos vor. Diese neue Synchronisationslösung soll es ermöglichen, neben herkömmlichen Aufnahmen auch Screenshots und heruntergeladene Alben abzugleichen. Ein wesentlicher Aspekt für Nutzer ist dabei der Erhalt von Metadaten: Informationen wie der Aufnahmeort, die Zeit sowie Markierungen als Favoriten bleiben laut Berichten bei der Übertragung zu Google Photos bestehen.

Die Verfügbarkeit dieser neuen Funktion ist jedoch an mehrere Faktoren gebunden. Die Integration hängt maßgeblich vom jeweiligen Endgerät, der installierten Softwareversion sowie der geografischen Region ab. In den Niederlanden und Belgien wird das OneDrive-Backup in der Galerie bereits im Zuge des Updates auf One UI 9 durch die Google-Lösung ersetzt.

Technische Hürden und Versionsabhängigkeiten

Der Übergang verläuft nach aktuellem Stand nicht ohne technische Herausforderungen. Nutzerberichten zufolge kam es bei Versuchen, die neue Synchronisation manuell über APK-Installationen der Samsung Gallery und der Google Gallery Cloud Sync App einzurichten, zu Systemabstürzen. Der Support von Samsung wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die neue Integration primär für die Betriebssystem-Version One UI 9 konzipiert wurde.

Ein vorzeitiger Einsatz unter One UI 8.5 könne demnach zu Instabilitäten in der Benutzeroberfläche führen. Experten raten daher dazu, den offiziellen Rollout von One UI 9 abzuwarten. In der Fachwelt wird die zeitliche Abfolge kritisiert: Während der OneDrive-Sync bereits zum 30.09.2026 ausläuft, steht der flächendeckende Rollout von One UI 9 und damit der Zugriff auf den Google-Photos-Sync noch aus.

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Strategische Neuausrichtung des Galaxy-Ökosystems

Die Abkehr von der OneDrive-Integration markiert einen breiteren strategischen Wandel bei Samsung. Bisher umfasste die Zusammenarbeit mit Microsoft vorinstallierte Office-Apps sowie Verknüpfungen von Samsung Notes mit OneNote und Samsung Reminders mit Microsoft To Do. Zukünftig scheint Samsung verstärkt auf das Google-Ökosystem zu setzen.

Dabei bleibt das Interface der Samsung Gallery für die Bildbearbeitung erhalten, während Google die Funktionen für das Cloud-Backup, die Suche und den geräteübergreifenden Zugriff übernimmt. Diese Neuausrichtung zeigt sich auch im Bereich der künstlichen Intelligenz: In Anwendungen wie der Gallery, dem Kalender, den Reminders und Samsung Notes soll künftig Googles Gemini anstelle von Microsofts Copilot zum Einsatz kommen.

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Anwender, die ihre Originaldateien bisher ausschließlich in OneDrive gespeichert haben und auf ihrem Smartphone lediglich speicherschonende Vorschauen nutzen, sollten zeitnah handeln. Da die Verbindung zum Laden der Originale aus der Gallery heraus gekappt wird, wird empfohlen, benötigte Dateien vor dem Ende des Dienstes lokal herunterzuladen.

Zwar werden die Daten in OneDrive nicht unmittelbar gelöscht, der gewohnte Komfort des direkten Abrufs aus der Galerie-Anwendung entfällt jedoch ersatzlos. Für neue automatische Uploads zu OneDrive muss künftig das OneDrive Camera Backup aktiviert werden, wobei es sich um ein reines Einbahn-Backup und keinen vollwertigen Zwei-Wege-Sync mehr handelt.

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