Samsung Galerie: OneDrive-Integration endet, Google Fotos übernimmt die Synchronisierung
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 02:04 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Mehrere Fachberichte und Anleitungen haben Anfang Oktober 2026 verschiedene Lösungsansätze für den Transfer von Mediendateien zwischen Google-Konten, den Wechsel von Google Fotos zu Microsoft OneDrive sowie die Handhabung von Dateizugriffen in Google Drive zusammengefasst. Hintergrund sind veränderte Schnittstellen, unterschiedliche Speicherstrukturen der Cloud-Anbieter sowie technische Grenzen lokaler Synchronisierungsdienste.
Wege für den Transfer von Fotobeständen
Für den Umzug von Bilddateien stehen Nutzern mehrere Methoden zur Verfügung. Googles integrierte, kostenlose Server-zu-Server-Übertragung ermöglicht die Weiterleitung an Dienste wie Microsoft OneDrive, Apples iCloud, Flickr und SmugMug. Dabei bleiben eingebettete EXIF-Daten erhalten.
Nachträglich in Google Fotos korrigierte Metadaten, Beschreibungen oder Ortsangaben sowie die Videospuren von Live- und Motion-Photos werden bei diesem Vorgang jedoch ausgelassen. Zudem ist die Funktion für Workspace-, Kinder- und Konten mit erweitertem Schutzprogramm gesperrt.
Als Alternative für den Wechsel zwischen zwei Google-Konten heben Leitfäden das Partner-Sharing hervor. Wird die Bildersammlung mit dem neuen Konto geteilt und dort die automatische Speicherung aktiviert, werden die Inhalte dauerhaft kopiert. Die Bildqualität richtet sich dabei nach den Vorgaben des Zielkontos. Erst nach einer vollständigen Prüfung des Bestands sollte das Altkonto bereigigt werden.
Ergänzend existieren externe Migrationswerkzeuge. MultCloud verarbeitet manuell ausgewählte Fotos und staffelt seine Tarife von monatlich kostenfreien 5 GB über 19,99 US-Dollar pro Monat für 100 GB und 59,99 US-Dollar pro Jahr für 1,2 TB bis hin zu 119 US-Dollar jährlich oder 249 US-Dollar für eine Einzellizenz.
PhotoBridge offeriert neben einer kostenlosen Testphase für Teilsammlungen einen Komplettumzug für einmalig 19 US-Dollar. Für den Export über Google Takeout, der Metadaten standardmäßig in separaten JSON-Dateien auslagert, bietet der Dienst Proper Takeout eine Bereinigung für einmalig 24,99 Euro oder 4,99 Euro monatlich zuzüglich Mehrwertsteuer an.
Samsung Gallery stellt Cloud-Anbindung um
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Bedeutung gewinnen die Transferpfade auch durch Schnittstellenänderungen bei Hardwareherstellern. Samsung beendete die direkte OneDrive-Integration in die hauseigene Galerie-Anwendung am 30. September 2026. Zuvor gesicherte Daten verbleiben auf Microsofts Cloud-Speicher, und Backups lassen sich weiterhin über die eigenständige OneDrive-App durchführen.
Parallel dazu startete Samsung den Rollout einer direkten Synchronisierung der Galerie mit Google Fotos. Voraussetzung dafür sind mindestens Android 13, die Versionsnummer 15.9.01.7 der Galerie-App sowie ein persönliches Google-Konto.
Standardmäßig wird hierbei die Kamerarolle abgeglichen. Löschvorgänge wirken sich synchron auf beide Plattformen aus. Synchronisierte Uploads aus der Galerie werden in Google Fotos jedoch nicht in Rückblicken, Highlights, Live-Alben oder über die Suchfunktion erfasst.
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Technische Hürden bei Synchronisierung und Archivierung
Bei umfangreichen Datenbeständen stoßen automatische Abgleiche mitunter an Systemgrenzen. Ein Praxisbericht dokumentierte auf einem MacBook Air M3 mit 8 Prozessorkernen und 16 GB Arbeitsspeicher erhebliche Lastprobleme: Rund 330.000 Entwicklungsdateien führten zu einer Prozessorauslastung des Hintergrunddienstes fileproviderd von 276 Prozent sowie zu über 122.000 blockierten Abgleichaufträgen und 24 Programmabstürzen von Google Drive innerhalb von drei Wochen.
Als Ausweichlösung für direkte Serverkopien ohne lokale Zwischenspeicherung beschreibt das Verwaltungswerkzeug RcloneView dateibasierte Übertragungen von Google Drive zu Mega über mehr als 90 unterstützte Cloud-Protokolle.
Für die vollständige Sicherung vor einer Kontoschließung verweisen Anleitungen auf den Datenexport via Google Takeout. Die erstellten ZIP-Dateien – konfigurierbar in Größen von 1 bis 50 GB – stehen nach der Erstellung rund sieben Tage lang zum Download bereit und können bis zu fünfmal heruntergeladen werden. Standardmäßig umfasst ein Gesamtexport fast die gesamte Palette der aktiven Google-Dienste.
