Samsung, Galaxy

Samsung Galaxy Watch 9: Dual-Chip-Offensive am 22. Juli

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 20:52 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Apple hält 90 Prozent des Edge-AI-Smartwatch-Marktes. Neue Modelle von Samsung und Huawei fordern den Vorreiter heraus.

Apple dominiert Edge-AI-Smartwatches, Konkurrenz holt auf
Nahaufnahme einer Smartwatch mit Gesundheitsdaten und abstrakten KI-Grafiken. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Apple hält mit seinen Edge-AI-fähigen Smartwatches rund 90 Prozent des Segments. Doch die Konkurrenz rüstet auf.

Die Ära der künstlichen Intelligenz am Handgelenk hat längst begonnen. Laut aktuellen Marktdaten des ersten Quartals 2026 entfielen rund 90 Prozent aller verkauften Smartwatches mit integrierter KI-Verarbeitung auf Apple. Der Grund: Die Rechenleistung sitzt direkt im Gerät, nicht im gekoppelten Smartphone. Diese sogenannte Edge-AI-Technologie erreichte im ersten Quartal bereits 25 Prozent des gesamten Smartwatch-Marktes – ein Anstieg um 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Branchenanalysten rechnen bis Ende 2026 mit einer weiteren Steigerung auf rund 32 Prozent.

Gesundheit als Treiber der KI-Revolution

Der Boom der On-Device-KI hat vor allem einen Motor: fortschrittliche Gesundheitsfunktionen. Die Zahl der Smartwatches mit Blutdruckmessung verdoppelte sich im ersten Quartal im Jahresvergleich – von 11 auf 23 Prozent aller Auslieferungen. Noch deutlicher fiel der Sprung bei der Schlafapnoe-Erkennung aus: Hier verdreifachten sich die Verkaufszahlen von fünf auf 18 Prozent. Auch die EKG-Funktion legte zu, von 31 auf 34 Prozent.

Apples Vorsprung basiert auf hauseigener Hardware: Der 2023 eingeführte S9-Chip mit 4-Kern-Neuronaler-Engine ermöglicht die KI-Berechnungen direkt auf der Uhr. Insgesamt hielt Apple im ersten Quartal 2026 einen Marktanteil von 23 Prozent am gesamten Smartwatch-Markt – bei einem Wachstum von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Wettbewerb zieht nach: Neue Chips und Plattformen

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Doch die Konkurrenz schläft nicht. Während Apple auf etablierte Eigenentwicklungen setzt, bringen andere Hersteller neue Plattformen für die KI-Verarbeitung am Handgelenk. Huawei nutzte bereits 2025 den Kirin W80, Qualcomm brachte 2026 den Snapdragon Wear Elite auf den Markt. Auch Google arbeitet eigenen Berichten zufolge an einem Tensor-Chip für Wearables. Die Ambiq-Apollo-Plattform bietet Herstellern zudem eine softwaregesteuerte Alternative für den Einstieg in Edge AI.

Der globale Smartwatch-Markt wird von Experten für 2024 auf rund 12,5 Milliarden Euro geschätzt. Bis 2032 soll er auf über 34 Milliarden Euro wachsen – ein jährliches Plus von 14,3 Prozent. Zu den wichtigsten Wettbewerbern zählen Samsung, Huawei, Garmin, Xiaomi, Fitbit und Fossil.

Samsung plant Angriff mit Premium-Modellen

Der größte Herausforderer dürfte Samsung werden. Für den 22. Juli 2026 ist ein Unpacked-Event angekündigt, bei dem die Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2 erwartet werden. Laut Leaks setzen die neuen Modelle nicht mehr auf Samsungs eigene Exynos-Plattform, sondern auf Qualcomms 3-Nanometer-Snapdragon-Wear-Elite-Chipsatz.

Besonders die High-End-Variante Galaxy Watch Ultra 2 sorgt für Aufsehen: Eine Dual-Chip-Konfiguration aus Snapdragon Wear Elite und Exynos W10 soll die Energieeffizienz maximieren. Die Rede ist von bis zu fünf Tagen Akkulaufzeit. Zudem sollen neue Gesundheitsfunktionen wie nicht-invasive Blutzuckermessung und Hautanalyse integriert sein. Der Preis wird auf rund 749 Euro geschätzt – ein deutlicher Aufschlag gegenüber den Vorgängermodellen.

Meta mischt mit – und New York reagiert

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Auch außerhalb des klassischen Smartwatch-Marktes tut sich einiges. Meta arbeitet offenbar an einer Wiederbelebung seines Smartwatch-Projekts mit dem Codenamen „Malibu 2". Das Gerät soll Gesundheitsdaten erfassen und Metas KI-Plattform integrieren. Parallel testet das Unternehmen „supersensitive" Smart-Glasses-Prototypen mit den Codenamen Aperol und Bellini. Diese Brillen sollen kontinuierlich Fotos und Audio aufnehmen, um Metadaten für das KI-Training zu liefern.

Die zunehmende Verbreitung KI-gestützter Wearables hat bereits regulatorische Konsequenzen. Aus Datenschutzgründen hat der Bundesstaat New York ein Verbot von Smart Glasses in Gerichtsgebäuden angekündigt, das am 20. Juli 2026 in Kraft tritt. Hintergrund sind Berichte, wonach einige Prototypen nicht eindeutig signalisieren, wann die Aufnahmefunktion aktiv ist.

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