Samsung, Galaxy

Samsung Galaxy: One-UI-Speichertool gibt auf 128-GB-Geräten bis zu 27 GB frei

Veröffentlicht am: 04.11.2026 um 10:13 Uhr | Redaktion boerse-global.de
App-Bereinigung, Cache-Löschung und Samsungs Speichertool helfen, belegten Platz auf Galaxy-Geräten zurückzugewinnen.
Eine minimalistische, helle Schreibtischoberfläche mit sanftem, natürlichem Lichteinfall und klaren Schattenstrukturen. Illustration mit AI erstellt.

Aktuelle technische Berichte beleuchten den praktischen Nutzen vorinstallierter Anwendungen auf Samsung-Galaxy-Geräten und zeigen auf, wie Besitzer durch gezieltes Eingreifen spürbar Speicherplatz zurückgewinnen können.

Obwohl Samsung seine Smartphones auch im Jahr 2026 weiterhin mit einer Reihe eigener und externer Programme ausliefert, lässt sich die Belegung des internen Speichers mit den richtigen Bordmitteln und erweiterten Werkzeugen spürbar optimieren.

Bloatware auf aktuellen Galaxy-Modellen

Die Ausstattung mit vorab installierter Software hat bei Samsung Tradition. Bereits beim Galaxy S4 aus dem Jahr 2013 standen Käufern der 16-GB-Version ab Werk lediglich rund 9,5 GB zur freien Verfügung. Auch moderne Spitzenmodelle sind nicht frei von diesem Phänomen: Das 1.400 US-Dollar teure Galaxy S26 Ultra wird mit deutlich mehr vorinstallierten Apps ausgeliefert als Konkurrenzgeräte wie die Google-Pixel-Reihe.

Zu den werkseitig vorhandenen Programmen zählen herstellereigene Angebote wie der Samsung Shop, Samsung TV Plus, Samsung Global Goals, Samsung Members, Samsung Free und Samsung Health.

Je nach Bezugsquelle und Mobilfunkanbieter kommen zusätzliche Drittanbieter-Dienste wie Facebook, Instagram, LinkedIn, Spotify und Microsoft OneDrive hinzu. Grundlegende Systemdienste wie Telefon, Nachrichten, Kontakte, die Galerie und die Dateiverwaltung lassen sich grundsätzlich nicht vom System entfernen.

Deinstallation, Deaktivierung und erweiterte Eingriffe

Für die Bereinigung stehen Anwendern mehrere Abstufungen zur Verfügung. Der reguläre Pfad führt über die Geräteeinstellungen in das App-Menü. Lässt sich ein Dienst dort nicht deinstallieren, bleibt in vielen Fällen lediglich die Deaktivierung. Das reine Ausblenden von Symbolen auf der Benutzeroberfläche spart hingegen keinen Speicherplatz.

Anzeige

Wer sich mit der Optimierung seines Android-Smartphones befasst, sollte auch die Sicherheit nicht vernachlässigen. Dieser kostenlose PDF-Ratgeber zeigt Ihnen 5 einfache Schritte, mit denen Sie Ihr Gerät sofort effektiv gegen Hacker und Viren absichern können. 5 Schutzmaßnahmen jetzt entdecken

Bei deaktivierten Apps bleiben die belegten Systemressourcen erhalten; dies betrifft meist Carrier-Anwendungen sowie Kernfunktionen wie den Assistenten Bixby oder den Browser Samsung Internet.

Fortgeschrittene Nutzer können Systemanwendungen dauerhaft über die Android Debug Bridge (ADB) entfernen, wobei unsachgemäße Eingriffe zentrale Funktionen beeinträchtigen können.

In einem dokumentierten Fallbeispiel ersetzte eine Anwenderin fünf vorinstallierte Dienste: Bixby wich Google Gemini, der Samsung Shop wurde durch Amazon ersetzt, Samsung News durch Google News, Samsung Members durch Reddit und Samsung Internet durch Google Chrome. Während vier der Anwendungen regulär über das App-Menü weichen konnten, erforderte das Entfernen des Bixby-Agenten einen spezifischen ADB-Befehl.

Mit One UI 9 zieht zudem der AI Network Guard ein. Über die Entwickler-Optionen der Konnektivitätseinstellungen lässt sich der Netzzugang für einzelne Programme über eine sechsstellige PIN sperren, was unerwünschte Hintergrundaktivität und das Nachladen von Werbeinhalten unterbindet.

Anzeige

Während die manuelle Bereinigung von Apps den Speicher entlastet, schützen regelmäßige System-Aktualisierungen Ihre persönlichen Daten vor äußeren Zugriffen. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie automatische Updates richtig nutzen, um Sicherheitslücken dauerhaft zu schließen. Kostenlosen Sicherheits-Ratgeber herunterladen

Speicheranalyse und Auslagerungsmöglichkeiten

Speicherengpässe unter Android resultieren Analysen zufolge primär aus wachsendem Datenballast und Zwischenspeichern von Apps und weniger aus reinen Mediendateien.

Insbesondere soziale Netzwerke und Streaming-Dienste wie Instagram und TikTok lagern große Datenmengen lokal ab, was bei sinkender Restkapazität die Systemleistung mindert. Das regelmäßige Bereinigen von Caches kann laut Berichten mehrere Dutzend Gigabyte freiräumen.

Die App-Archivierung bietet dabei den Vorteil, dass persönliche Nutzerdaten und Startsymbole erhalten bleiben, während das vollständige Löschen der App-Daten oft eine Neuanmeldung erzwingt.

Auf Geräten mit 128 GB Basisspeicher lassen sich über das interne One-UI-Speichertool in der Gerätewartung bis zu 27 GB freigeben. Das System analysiert dabei gezielt große Dateien, Duplikate, Papierkörbe, Download-Archive und veraltete Installationspakete. Auch sogenannte Vorbearbeitungs-Backups der Galerie sowie unvollständige Download-Reste unter den sonstigen Dateien lassen sich dort aufspüren.

Da moderne Modelle wie das Galaxy S26 keinen microSD-Kartensteckplatz mehr besitzen, bleibt für größere Datenmengen der Anschluss externer SSDs oder USB-Speicher über die USB-C-Schnittstelle; die Kamera-App unterstützt das direkte Ablegen von Videos auf externen Datenträgern.

Bei Samsung-Tablets, die herstellerseitig zwischen 16 GB und 512 GB Festspeicher aufweisen, lässt sich der Speicherplatz dagegen weiterhin um 64 GB bis 1 TB per Speicherkarte erweitern, auf die sich ausgewählte Anwendungen verschieben lassen.

Disclaimer...
de | wissenschaft | 70455241 |