Samsung-Akkus: Sicherheitschips könnten 50 Millionen Galaxy-Geräte betreffen
Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 23:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Der Elektronikkonzern Samsung führt Verhandlungen über die Integration spezieller Sicherheitschips in die Akkumodule künftiger Smartphones der Galaxy-A-Serie. Ziel dieser technischen Maßnahme ist es, die Verwendung von Batterien von Drittanbietern zu identifizieren und potenziell einzuschränken.
Durch die Implementierung einer Hardware-basierten Authentifizierung bereitet das Unternehmen eine stärkere Kontrolle über die in seinen Mittelklasse-Geräten verwendeten Ersatzteile vor.
Technische Umsetzung durch VIA-PUF-Technologie
Die technische Basis für dieses Vorhaben bilden laut Berichten vom September 2026 sogenannte VIA-PUF-Chips. Diese nutzen eine „Physical Unclonable Function“ (PUF), um jedem einzelnen Akku eine eindeutige und nicht kopierbare Kennung zuzuweisen. Damit wird es dem Smartphone ermöglicht, Originalkomponenten zweifelsfrei von Nachbauteilen zu unterscheiden.
Für die Entwicklung und Lieferung dieser Sicherheits-Halbleiter sind die Unternehmen Analog Devices und ICTK im Gespräch. Die Fertigung der Chips könnte im 28-nm-Prozess von Samsung erfolgen.
Die Tochtergesellschaft Samsung SDI soll Berichten zufolge die Herstellung der eigentlichen Akkumodule übernehmen und die Chips direkt in diese integrieren. Obwohl die technischen Details bereits weit fortgeschritten scheinen, hat Samsung den Plan bislang nicht offiziell bestätigt.
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Rollout für 2027 und Auswirkungen auf den Markt
Der geplante Start für den Einbau der Sicherheitschips in künftige Modelle der Galaxy-A-Serie wird für das Jahr 2027 erwartet. Davon könnten etwa 50 Mio. Geräte betroffen sein. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Samsung das System nach einer erfolgreichen Einführung in der Mittelklasse später auf die gesamte Produktpalette ausweiten wird.
Die Auswirkungen auf den Reparaturmarkt und die Endverbraucher gelten als erheblich. Die Chips könnten Reparaturen durch unabhängige Drittanbieter erschweren und die Kosten für den Austausch von Energiespeichern erhöhen.
Bisher bleibt jedoch unklar, welche konkreten Konsequenzen die Erkennung eines nicht originalen Akkus hat. Es wird darüber spekuliert, ob das Gerät die Funktion vollständig blockiert, die Ladegeschwindigkeit reduziert oder lediglich Warnmeldungen im Betriebssystem anzeigt.
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Regulatorischer Kontext und Nachhaltigkeit
Ein positiver Nebeneffekt der Chip-Integration könnte im Bereich der Kreislaufwirtschaft liegen. Die auf den Chips gespeicherten Daten könnten laut Berichten wichtige Informationen für das spätere Batterierecycling liefern und somit die Verwertung der Rohstoffe unterstützen.
Die strategische Entscheidung fällt in einen Zeitraum, in dem sich auch die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern. In der Europäischen Union sollen ab Februar 2027 neue Regeln gelten, die unter anderem vorschreiben, dass Smartphone-Akkus leichter entnehmbar sein müssen.
Mit der Einführung von Authentifizierungschips würde Samsung zudem einer Praxis folgen, die in der Branche bereits Anwendung findet: Apple nutzt entsprechende Sicherheitskomponenten in iPhone-Akkus bereits seit 2018.
