Samsung, AI5-Chip

Samsung AI5-Chip: Tape-out abgeschlossen, Produktion 2027

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 19:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Samsung und Tesla erreichen Meilenstein: Der KI-Prozessor AI5 in 2-Nanometer-Technologie ist bereit für die Serienproduktion ab 2027.

Samsung schließt Tape-out für Teslas KI-Chip AI5 ab
Nahaufnahme eines leuchtenden, fein gemusterten Halbleiterwafers in einem futuristischen Reinraum, mit Roboterarmen im Hintergrund. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Der südkoreanische Chip-Riese Samsung hat einen entscheidenden Schritt in der Partnerschaft mit Tesla gemacht: Das sogenannte Tape-out des KI-Prozessors AI5 ist abgeschlossen. Damit steht die Serienproduktion des Chips in 2-Nanometer-Technologie bevor – ein Meilenstein für die künftige Rechenleistung von Teslas Fahrzeugen und Robotern.

Produktion in Texas startet 2027

Der AI5-Chip soll in Samsungs hochmoderner Fabrik im texanischen Taylor gefertigt werden. Zwar wurde der finale Design-Durchlauf Mitte Juli 2026 abgeschlossen, doch die Massenproduktion wird erst für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet. Dieser Zeitplan passt zu Teslas Strategie, die neue Silizium-Generation bis 2028 in sein Ökosystem zu integrieren.

Der Sprung auf das 2-Nanometer-Verfahren ist technisch gewaltig. Branchenberichten zufolge erreichten Samsungs Ausbeuten bei diesem Fertigungsprozess im ersten Quartal 2026 rund 60 Prozent – eine Erholung, die als entscheidend für die Sicherung prestigeträchtiger Aufträge gilt. Die Vereinbarung zwischen den beiden Unternehmen umfasst Berichten zufolge ein Volumen von umgerechnet rund 15 Milliarden Euro und deckt sowohl den AI5 als auch die nachfolgende Chip-Generation AI6 ab.

Leistungssprung für autonomes Fahren und Roboter

Der AI5, in technischen Dokumentationen auch als A15 bezeichnet, soll die Rechenleistung für Teslas Full-Self-Driving-Software und den humanoiden Roboter Optimus liefern. Nach Brancheninformationen integriert der System-on-Chip 192 Gigabyte LPDDR5X-Speicher über 16 Module, geliefert von SK Hynix.

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Die Leistungsziele sind ambitioniert: Der AI5 soll die fünffache bis achtfache Leistung des aktuellen AI4-Hardware bieten. Die ersten Einsätze sind jedoch nicht für Teslas Fahrzeuge geplant, sondern für die Optimus-Roboter und die unternehmenseigenen Rechenzentren. Das kürzlich vorgestellte Cybercab etwa nutzt weiterhin die AI4-Hardware.

Zwei Lieferanten für maximale Sicherheit

Tesla setzt bei der nächsten Chip-Generation auf eine Zwei-Lieferanten-Strategie. Während Samsung einen Teil der AI5-Aufträge für sein Texas-Werk gesichert hat, wird auch TSMC Varianten des Prozessors fertigen. Analysten sehen darin eine kluge Risikostreuung: Tesla sichert sich Lieferketten-Redundanz und profitiert gleichzeitig von den regionalen Vorteilen der US-Produktion in Samsungs Taylor-Fabrik.

Der Wettbewerb um die 2-Nanometer-Führerschaft bleibt intensiv. Während Samsung mit Tesla einen Großkunden an Land gezogen hat und angeblich auch Firmen wie Anthropic zu seinen Kunden zählt, meldet Konkurrent TSMC weiterhin starke Geschäftszahlen. Um die technischen Herausforderungen dieser hochkomplexen Fertigung zu bewältigen, erwägt Samsung Berichten zufolge, bestimmte Design-Aufgaben für andere Projekte – etwa Googles zehnte Generation des Tensor Processing Units – an spezialisierte Partner wie ADTechnology oder Gaonchips auszulagern.

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Milliarden-Investitionen in die Zukunft

Neben den einzelnen Chip-Aufträgen hatten Samsung und SK Hynix bereits ein massives Investitionspaket von umgerechnet rund 800 Milliarden Euro für neue Halbleiterfabriken nahe Seoul angekündigt. Diese Expansion in Südkorea ergänzt Samsungs internationale Aktivitäten in Texas und positioniert das Unternehmen für die erwarteten neunmonatigen Design-Zyklen künftiger Generationen wie dem AI6.

Der AI5-Prototyp, der in internen Dokumenten unter der Bezeichnung KR 2613 geführt wird, ist die erste große Zusammenarbeit zwischen Tesla und Samsung auf dem 2-Nanometer-Knoten. Mit Blick auf 2027 richtet sich die Aufmerksamkeit nun auf den Hochlauf der Taylor-Fabrik – sie muss die Mengenanforderungen von Teslas wachsender KI- und Roboter-Palette stemmen.

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