RX 10090 XT: AMD peilt Verdopplung der Raytracing-Leistung an
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 08:12 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Brancheninterne Leaks zeichnen ein detailliertes Bild der Radeon RX 10000 Serie – Codename „Alpha Triton“ – die auf der neuen RDNA 5-Architektur basiert. Die Karten sollen direkt mit Nvidias Top-Modellen konkurrieren, doch eine überraschende Speicherentscheidung sorgt für Diskussionen.
Spezifikationen der Spitzenmodelle
Die Flaggschiff-GPU Radeon RX 10090 XT setzt auf den modernen TSMC N3P-Fertigungsprozess. Mit 96 Compute Units und einer Taktfrequenz von 3 GHz soll sie es mit Nvidias RTX 5090 aufnehmen. Der Grafikspeicher: 24 bis 36 GB GDDR7. Der Preis wird auf 1.000 bis 1.200 Euro geschätzt.
Darunter positioniert sich die RX 10070 XT mit 68 CUs bei 3,2 GHz und 16 bis 24 GB GDDR7-Speicher. Sie tritt gegen die RTX 5080 an – zum Preis von rund 700 bis 800 Euro.
Die Leistungsziele sind ambitioniert: 10 Prozent mehr Rasterization-Power als die aktuelle RDNA-4-Generation. Der größte Sprung soll jedoch beim Raytracing erfolgen – hier peilt AMD eine Verdopplung der Leistung an.
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Ein kontroverser Punkt der Leaks: Während die Top-Modelle auf GDDR7 setzen, sollen die Mittelklasse-Karten LPDDR5X-Speicher nutzen. Das betrifft die RX 10060 XT (48 CUs, 3,4 GHz, 16–24 GB LPDDR5X) und die RX 10050 XT (24 CUs, 3,5 GHz, 12–16 GB LPDDR5X). Die Preise liegen zwischen 300 und 550 Euro.
Analysten sehen darin eine Reaktion auf Lieferengpässe bei High Bandwidth Memory (HBM). Die KI-Branche saugt die verfügbaren Kapazitäten auf – AMD hatte erst kürzlich seine Versal-HBM-Produkte eingestellt und auf LPDDR5X umgestellt. Der Nachteil: LPDDR5X bietet deutlich weniger Bandbreite als klassische High-Performance-Speicher, punktet aber mit geringerem Stromverbrauch.
Zeitplan und Marktumfeld
Die Markteinführung der RDNA-5-Serie wird für die zweite Jahreshälfte 2027 erwartet – nach den Zen-6-Prozessoren, die Anfang 2027 kommen sollen. Erste Benchmarks von Zen-6-Engineering-Samples zeigen beeindruckende 29 Prozent mehr Single-Core- und 22 Prozent mehr Multi-Core-Leistung.
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Bis dahin muss AMD die Zeit überbrücken. Erst am 11. Juli senkte das Unternehmen den Preis der Radeon RX 9070 GRE um neun Prozent auf 499 Euro – ein Schuss vor den Bug der Mittelklasse-Konkurrenz.
Doch Nvidia schläft nicht: Eine GeForce RTX 5090 SE soll die Lücke zwischen 5080 und 5090 schließen – mit 14.080 CUDA-Kernen und einem Preis von rund 1.500 Euro. Der Wettkampf um die Krone der Grafikkarten-Leistung bleibt also spannend.
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