Rundrücken und Nackenschmerzen: Schröpfen lindert Haltungsschäden
22.06.2026 - 22:30:11 | boerse-global.de
Einst der Alternativmedizin zugeordnet, integrieren immer mehr Physiotherapeuten, Sportmediziner und Kosmetiker die Methode in ihr Behandlungsangebot.
Von der Alternativmedizin zur modernen Therapie
Das Prinzip ist einfach: Schröpfgläser erzeugen einen Unterdruck auf der Haut. Das soll die Durchblutung fördern, Verspannungen lösen und die Regeneration beschleunigen. Besonders im Leistungssport und in der Physiotherapie setzen Fachleute die Technik gezielt ein.
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Ein Beispiel ist Luxemburg. Dort betreut der spezialisierte Therapeut Hugo Marchand Profiteams wie Groupama-FDJ und die luxemburgische Nationalmannschaft. Neben Kryotherapie und Elektrostimulation nutzt er das Schröpfen, um die Erholung seiner Athleten zu optimieren. Ziel der Behandlung: das Fasziengewebe lockern und chronische Verspannungen lösen.
Cupping zwischen Wellness und Medizin
Das Anwendungsspektrum geht längst über die reine Schmerztherapie hinaus. In der Schweiz bietet die Praxis Intuition Massage & Ritual Therapy in Rotkreuz kombinierte Behandlungen an. Dazu gehören revitalisierende Cupping-Treatments und spezielle Drainage-Verfahren für das Gesicht. Eine 90-minütige Sitzung kostet rund 140 CHF.
Parallel dazu boomen fachspezifische Fortbildungen. Die Massageschule MEDO-MED bietet etwa eintägige Kurse zum „Hollywood Lifting“ an. Dabei werden Schröpfkopf-Cups für eine Gesichtsmassage genutzt, die ein natürliches Lifting bewirken soll. Die Technik richtet sich an Therapeuten, die ihr Anti-Aging-Angebot erweitern wollen.
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Haltungsschäden treiben die Nachfrage an
Der Bedarf an entlastenden Therapieformen wächst. Grund dafür ist die Zunahme von Haltungsschäden in der Bevölkerung. Der sogenannte Rundrücken – verursacht durch stundenlanges Sitzen im Büro – führt zu einem muskulären Ungleichgewicht. Die Brustmuskulatur verkürzt sich, die Rückenmuskulatur wird überdehnt.
Die Folgen sind bekannt: Impingement-Syndrom, Nackenschmerzen und Kopfschmerzen. Experten empfehlen daher die Mobilisation der Brustwirbelsäule und gezielte Dehnübungen. Schröpfen kann hier unterstützend wirken, indem es die Durchblutung in den belasteten Zonen verbessert und den Stresspegel senkt. Ergänzend dazu sind Kräftigungsübungen und individuelle Mobilisationspläne nötig – für eine langfristige Stabilisierung der Körperhaltung.
