Rumpftraining, Yoga-Atemzüge

Rumpftraining: 25 Yoga-Atemzüge ersetzen 100 Sit-ups

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 15:30 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Tele-Gym, regionale Angebote und Studien zeigen verschiedene Wege zu stärkerer Körpermitte, besserer Haltung und effizientem Training.

Rumpftraining im Fokus: TV-Tipps, Kurse und neue Erkenntnisse
Ein heller, leerer Gymnastikraum mit Holzboden und minimalistischer Ausstattung in einem modernen Sportzentrum. Illustration mit AI erstellt.

Die gezielte Stärkung der Rumpfmuskulatur steht im Mittelpunkt aktueller sportwissenschaftlicher Empfehlungen und medialer Bildungsangebote. Am 21. September 2026 widmet sich die Sendung „Tele-Gym“ im Bayerischen Rundfunk (BR) diesem Thema.

In der achten Folge der zweiten Staffel präsentiert die Trainerin Johanna Fellner unter dem Titel „Die stabile Mitte“ Übungen, die darauf ausgelegt sind, die Körpermitte sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene zu kräftigen. Das Programm wird um 08:30 Uhr ausgestrahlt und ist Teil eines breiteren Trends zur Förderung der sogenannten Core-Stabilität.

Regionale Initiativen und Kursangebote

Neben dem medialen Angebot setzen Krankenkassen und Gesundheitseinrichtungen auf praxisnahe Formate. Die AOK Sachsen-Anhalt startet am 9. September 2026 eine kostenlose „Sportstunde“ im Calisthenics Park am Gesundbrunnen in Halle (Saale). Das Angebot findet mittwochs um 18 Uhr statt und umfasst funktionelles Training für alle Altersgruppen ohne Voranmeldung.

Im Bereich der stationären Gesundheitsprävention bietet das Vitality Spa der Therme Geinberg den Kurs „Core & Strength“ an. In Einheiten von 09:30 bis 10:20 Uhr wird im Gymnastikraum ein Ganzkörpertraining mit Fokus auf die Rumpfmuskulatur durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt, um eine individuelle Betreuung sicherzustellen.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zur Trainingseffizienz

Aktuelle Studien unterstreichen die Wirksamkeit spezifischer Übungsformen. Forscher der Auburn University stellten fest, dass bereits 25 Atemzüge in der Yoga-Bootshaltung (Navasana) eine vergleichbare Effizienz wie 100 Sit-ups aufweisen können. Diese Pose kräftige nicht nur die Bauchmuskeln, sondern stärke auch Rücken und Arme, während sie gleichzeitig den Cortisolspiegel senken könne.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl bereits in ihren Leitlinien von 2020 für Erwachsene eine wöchentliche Aktivität von 150 bis 300 Minuten moderater oder 75 bis 150 Minuten intensiver Bewegung. Ergänzend dazu wird ein Krafttraining an mindestens zwei Tagen pro Woche nahegelegt.

Experten raten Anfängern zu einem Ganzkörperplan mit Kniebeugen, Liegestützen und Planks, wobei zwischen den Trainingseinheiten für die gleichen Muskelgruppen eine Erholungszeit von 48 Stunden eingehalten werden sollte.

Methoden zur Haltungsverbesserung und Fettreduktion

Fachleute wie die Fitnesstrainerin Sarah Chadwell betonen, dass eine Kombination aus Ernährung, Ausdauer- und Krafttraining notwendig sei, um Bauchfett effektiv zu reduzieren. Zu den empfohlenen Übungen gehören Seitbeugen mit Gewichten, Russian Twist und Übungen mit dem Gymnastikball.

Auch die sogenannte Sakuma-Methode zielt durch fünfminütige tägliche Einheiten auf die Aktivierung der Körpermitte ab. Diese verbessere zwar die Haltung, könne jedoch laut Berichten Bauchfett nicht gezielt an einer Stelle abbauen.

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Für die Gewichtsregulation ist laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) primär die Energiebilanz entscheidend. Die DGE definiert zudem gesundheitliche Grenzwerte: Ein Taillenumfang von über 80 cm bei Frauen und über 94 cm bei Männern gelte als Indikator für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko.

Differenzierte Ansätze bei Training und Hilfsmitteln

In der Sportmedizin wird der Einsatz von Hilfsmitteln wie Taillenstützen differenziert betrachtet. Das Journal of Strength and Conditioning Research weist darauf hin, dass solche Stützen den intraabdominalen Druck erhöhen und bei schweren Hebebelastungen vor Verletzungen schützen können.

Das European Spine Journal bestätigte zudem eine verbesserte Muskelaktivierung. Das British Journal of Sports Medicine warnt jedoch vor einer übermäßigen Nutzung, da diese Muskelschwund fördern könne.

Für das Heimtraining werden vermehrt Formate wie Micro-Workouts diskutiert. Meta-Analysen deuteten im Jahr 2025 darauf hin, dass bereits kurze, intensive Belastungen von ein bis drei Minuten täglich die kardiorespiratorische Fitness verbessern können. Zur Massage und Mobilisation des Rückens kommen zudem Geräte wie der „SPINEFITTER“ zum Einsatz, der mit 28 Kugeln Verspannungen lösen und die Tiefenmuskulatur kräftigen soll.

Bei der Ernährung für den Muskelaufbau empfiehlt die DGE eine Proteinzufuhr von 0,8 g pro Kilogramm Körpergewicht, wobei dieser Wert bei ambitioniertem Training höher liegen kann. Als geeignete Proteinquellen gelten Lebensmittel wie Skyr, Fisch, Tofu und Linsen. Fachleute mahnen jedoch zur Vorsicht: Bei ausstrahlenden Schmerzen oder Lähmungserscheinungen sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen.

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