Rückenschmerz-Therapien: Meta-Analyse mit 71.000 Patienten zeigt Grenzen
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Eine neue Meta-Analyse der Hochschule Bochum zeigt: Massagen, Bewegungstherapie und Co. wirken zuverlässig, aber nur für kurze Zeit.
Kurzfristig wirksam, langfristig fraglich
Die am 19. Juli veröffentlichte Studie wertete 551 randomisierte kontrollierte Studien mit über 71.000 Patienten aus. Das Ergebnis: Passive Methoden wie Massagen und Akupunktur sowie aktive Trainingsprogramme reduzieren die Schmerzintensität in den ersten Wochen und Monaten spürbar.
Patienten berichten nach der Behandlung von deutlicher Linderung. Aktive und passive Verfahren zeigen dabei eine vergleichbare Wirksamkeit – zumindest anfangs.
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Nach einem Jahr verpufft der Effekt
Doch die Langzeitwirkung bleibt aus. Zwölf Monate nach Therapiebeginn ist der klinische Nutzen nicht mehr nachweisbar. Die Schmerzreduktion liegt dann nicht mehr über dem, was durch natürliche Schwankungen oder Placebo-Effekte erklärbar wäre.
Das gilt für alle untersuchten Verfahren – von einfachen Massagen bis hin zu komplexen, multidisziplinären Schmerzmanagement-Programmen.
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Was fehlt: Der Plan fürs ganze Jahr
Die Analyse gehört zu den größten ihrer Art. Sie zeigt: Die Branche muss Konzepte entwickeln, die über die temporäre Linderung hinausgehen. Bisher fehlt der Nachweis für einen dauerhaften Nutzen.
Fachleute sehen einen Ausweg in der Integration von Massage und Training in langfristige Lebensstiländerungen. Ob kontinuierliche Betreuungsmodelle die Lücke schließen können, muss sich erst zeigen.
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