Rückenschmerz-Programme: G-BA aktualisiert Krankenkassen-Regeln
19.06.2026 - 09:33:32 | boerse-global.de
Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) empfiehlt vor allem sanfte Stile wie Hatha-, Yin- oder Restorative Yoga. Während Hatha Yoga klassische Bewegungsabläufe trainiert, setzt Yin Yoga auf langsames Dehnen: Die Positionen werden über mehrere Minuten gehalten, um tiefere Bindegewebsschichten zu erreichen.
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Zu den effektivsten Übungen zählen der herabschauende Hund, die Kind-Pose und die Sphinx-Pose. Für die Dehnung des Bindegewebes empfehlen Experten zudem die Bananenstellung und den halben Butterfly. Die regelmäßige Praxis steigert nachweislich das allgemeine Wohlbefinden. Wer jedoch unter akuten Schmerzen, schweren Depressionen oder Traumata leidet, sollte vorher ärztlichen Rat einholen.
Spezielle Programme für Ältere und Einsteiger
Besonders Menschen ab 50 Jahren und Personen mit körperlichen Einschränkungen profitieren von angepassten Angeboten. Ein aktuell vorgestelltes zehnminütiges Abendprogramm setzt auf Übungen wie Beckenkippen, die Katze-Kuh-Pose und die Vogel-Hund-Pose. Bei Vorerkrankungen wie Bandscheibenvorfällen ist die Rücksprache mit dem Arzt zwingend erforderlich.
Für eingeschränkt mobile Menschen gibt es Yoga auf dem Stuhl – ein Format, das Anfang Juni in Rheine angeboten wurde. Auch Kombinationen aus Yoga und Funktionsgymnastik gewinnen an Bedeutung. Solche Kurse, etwa für die zweite Jahreshälfte in Dieburg geplant, zielen auf ganzheitliche Kräftigung. In Bernau bei Berlin stehen Angebote im Fokus, die Yoga mit Beckenbodentraining verbinden.
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Krankenkassen zahlen mit – unter Bedingungen
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 18. Juni die Anforderungen an Programme für chronischen Rückenschmerz aktualisiert. Basis war eine Auswertung des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), die hunderte Empfehlungen geprüft hat. Ziel der Disease-Management-Programme (DMP) ist die konsequente Förderung körperlicher Aktivität. Die Verträge zur praktischen Umsetzung sind noch in Vorbereitung.
Bereits jetzt bezuschussen gesetzliche Krankenkassen zertifizierte Präventionskurse – sofern sie den Kriterien der Zentralen Prüfstelle Prävention (ZPP) entsprechen. Versicherte erhalten so Zugang zu qualitätsgeprüften Yoga- und Gymnastikkursen.
Yoga im Freien und im Fernsehen
Mehrere Regionen setzen auf Breitensport: In Nordhessen und Südniedersachsen starteten Mitte Juni großflächige Yoga-Veranstaltungen im Freien. Die als „Yoga-Sommer“ beworbenen Kursreihen laufen teilweise bis August und bieten Anleitung durch zertifizierte Trainer.
Auch das Fernsehen greift das Thema auf. Die Sendung „Die Bewegungs-Docs“ bereitet Themen wie Nackenschmerzen und postoperative Übungen für ein Millionenpublikum auf. Die im Sommer ausgestrahlten Beiträge unterstreichen den Trend zur Eigenaktivität bei orthopädischen und neurologischen Beschwerden. Wer zusätzlich Wärmetherapien nutzt, sollte auf konstante Temperaturabgabe und die Anwendung auf unverletzter Haut achten.
