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RTX Spark: Nvidias neuer Prozessor revolutioniert Windows-Laptops

03.06.2026 - 02:40:16 | boerse-global.de

Nvidia präsentiert den RTX Spark, einen Arm-basierten SoC für Laptops und Mini-PCs mit enormer KI-Leistung und Gaming-Power auf RTX-5070-Niveau.

RTX Spark: Nvidias neuer Prozessor revolutioniert Windows-Laptops - Bild: über boerse-global.de
RTX Spark: Nvidias neuer Prozessor revolutioniert Windows-Laptops - Bild: über boerse-global.de

Nvidia steigt mit dem neuen RTX Spark in den Markt für PC-Prozessoren ein. Der Arm-basierte Chip soll Windows-Laptops und Mini-PCs revolutionieren – und setzt voll auf künstliche Intelligenz.

Der Vorstoß kam auf der Computex in Taipeh: Nvidia-Chef Jensen Huang enthüllte am Montag die RTX-Spark-Familie, eine neue Prozessorgeneration, die auf der Arm-Architektur basiert. Es ist der bislang deutlichste Angriff des KI-Konzerns auf die etablierten Chip-Giganten Intel und AMD. Der RTX Spark ist kein reiner CPU – er ist ein System-on-a-Chip (SoC), der Rechenkerne und eine leistungsstarke Grafikeinheit auf einem Stück Silizium vereint.

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Technik: 3-Nanometer-Fertigung und KI-Rechenpower

Das Herzstück der neuen Serie ist der Prozessor N1X. Gefertigt wird er im modernen 3-Nanometer-Verfahren von TSMC. Der Chip kombiniert eine 20-Kern-Grace-CPU mit einer Grafikeinheit auf Basis der Blackwell-Architektur, die stolze 6.144 CUDA-Kerne bietet. Verbunden sind die Komponenten über die hauseigene NVLink-C2C-Technologie. Als Arbeitsspeicher kommen bis zu 128 Gigabyte des schnellen LPDDR5X zum Einsatz – und zwar als einheitlicher Speicher, auf den CPU und GPU gleichermaßen zugreifen können.

Der eigentliche Clou ist jedoch die KI-Leistung: Mit einer Petaflop Rechenleistung im FP4-Format soll der Chip lokale KI-Modelle mit bis zu 120 Milliarden Parametern direkt auf dem Gerät ausführen können. Kein Cloud-Zugriff mehr nötig. „Das verändert grundlegend, wie wir mit unseren Computern interagieren“, sagte Huang bei der Vorstellung.

Um diese Fähigkeiten abzusichern, arbeitet Nvidia mit Microsoft zusammen. Die Partner integrieren Sicherheitsfunktionen und die sogenannte OpenShell Runtime – eine Umgebung, in der KI-gesteuerte Benutzeroberflächen sicher laufen sollen.

Gaming: RTX-5070-Niveau und 100 Bilder pro Sekunde

Doch der RTX Spark kann mehr als nur KI. Nvidia verspricht eine Grafikleistung auf dem Niveau einer RTX 5070 für Laptops. In Spielen soll der Chip bei QHD-Auflösung (1440p) konstant über 100 Bilder pro Sekunde liefern. Das wäre ein Statement – schließlich handelt es sich um einen chip, der nicht primär für Spiele entwickelt wurde.

Auch die Kreativ-Industrie profitiert. Adobe hat eigenen Angaben zufolge Photoshop und Premiere Pro für die neue Architektur optimiert. Erste Tests versprechen eine Verdopplung der Geschwindigkeit im Vergleich zu früheren Konfigurationen. Zudem bringt Nvidia die Version 2.2 seiner Broadcast-Software mit, die die KI-Kerne des Chips für die Studio-Voice-Funktion nutzt.

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Partner und Verfügbarkeit: Wer baut Geräte mit dem Spark?

Entwickelt wurde das SoC übrigens nicht allein. Nvidia hat mit dem taiwanesischen Chip-Designer MediaTek zusammengearbeitet, der die CPU-Architektur, den Speicher-Controller und die Konnektivität beisteuerte.

Die Liste der Hersteller, die den RTX Spark verbauen wollen, liest sich wie das Who-is-Who der PC-Branche: Dell, HP, Lenovo, ASUS, MSI, Acer und Gigabyte haben bereits Pläne für entsprechende Laptops und Mini-PCs angekündigt.

Ein besonderes Highlight: Microsoft bestätigte die Entwicklung des Surface Laptop Ultra. Das High-End-Gerät soll ein 15-Zoll-Mini-LED-Display erhalten und von Nvidias neuem Chip angetrieben werden. Der Preis? Branchenkenner rechnen mit einem Einstiegspreis von deutlich über 2.500 Euro.

Marktreaktion: Nvidia-Aktie steigt, Konkurrenz verliert

Die erste Welle an RTX-Spark-Geräten soll im Herbst 2026 in den Handel kommen. Die Ankündigung kam an der Börse gut an: Nvidias Marktwert kletterte auf rund 5,4 Billionen US-Dollar – ein Plus von sechs Prozent. Die Aktienkurse der Konkurrenten Intel und AMD gaben dagegen nach. Kein Wunder: Der Angriff auf ihr Kerngeschäft sitzt tief.

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