RTX Spark: Nvidia und Microsoft starten ARM-Windows ab Herbst
Veröffentlicht am: 26.08.2026 um 15:12 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Microsoft und Nvidia rüsten sich für die Markteinführung einer neuen Generation ARM-basierter Windows-Geräte. Im Zentrum steht der neue RTX-Spark-Chipsatz von Nvidia, der ab Herbst 2026 in Geräten von Microsoft Surface sowie den Herstellern ASUS, Dell, HP, Lenovo und MSI verbaut werden soll.
Technische Ausstattung des RTX-Spark-Chipsatzes
Der RTX-Spark-SoC kombiniert eine 20-Core-Arm-CPU – bestehend aus zehn Cortex-X925- und zehn Cortex-A725-Kernen – mit einer Blackwell-GPU, die über bis zu 6.144 CUDA-Kerne verfügt. Gefertigt wird der Chip im 3-nm-Verfahren bei TSMC. Zur Ausstattung gehört zudem ein Unified-Memory-System mit bis zu 128 GB LPDDR5X-Speicher.
Nvidia gibt für den Chip eine KI-Rechenleistung von bis zu einem Petaflop im FP4-Format an. Laut Angaben des Unternehmens sollen RTX-Spark-Laptops 1440p-Gaming mit über 100 Bildern pro Sekunde inklusive Raytracing und DLSS ermöglichen sowie sich für 8K-Videobearbeitung eignen.
Windows-on-Arm-Ökosystem wächst
Microsoft flankiert den Hardwarestart mit Fortschritten im Software-Ökosystem für Windows on Arm. Nach Unternehmensangaben sind mittlerweile über 7.000 verifizierte Apps und Spiele für die Plattform verfügbar, mit Zuwächsen in den Bereichen STEM, Bildung, Sicherheit, Produktivität, Kreativanwendungen, soziale Medien und Unterhaltung.
Um Entwicklern und Herstellern den Übergang zu erleichtern, bietet Microsoft über den App-Assure-Service einen eigenen Arm Advisory Service zur Prüfung der Kompatibilität an.
Parallel testet Microsoft in der Windows-11-Insider-Build 29648.1000 im Experimental-Future-Platforms-Kanal eine Funktion namens „IntelligentCarveout“, die den Unified-Memory-Speicher dynamisch zwischen Grafik- und KI-Aufgaben aufteilen soll.
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Breite Unterstützung aus der Spielebranche
Für den Gaming-Bereich hat Nvidia zahlreiche Publisher-Partnerschaften für RTX Spark bekanntgegeben. EA, Ubisoft und Embark unterstützen die Plattform mit Titeln wie EA Sports F1 25, Apex Legends, Anno 117: Pax Romana, ARC Raiders und The Finals.
Für mehrere EA-Titel, darunter F1 25, Apex Legends, Battlefield 6 und EA Sports FC 26, ist zudem eine native Unterstützung des EA-Javelin-Anticheat-Systems vorgesehen.
Weitere Publisher, die RTX Spark unterstützen, sind laut Nvidia Capcom, CD Projekt Red, SEGA, Xbox, Unreal Engine, Remedy, Konami, IOI, Riot Games, Krafton und NetEase. Zusätzlich läuft auf der Plattform Easy Anti-Cheat für Titel wie Fortnite, Sea of Thieves und Elden Ring.
Im Software-Umfeld kündigte Nvidia die Verfügbarkeit von DLSS 4.5 Ray Reconstruction für unterstützte Titel an. Raytracing-Technologien kommen zudem in Control Resonant und 007 First Light zum Einsatz, während Gears of War: E-Day auf RTX Mega Geometry setzt.
Die Modding-Plattform RTX Remix unterstützt inzwischen mehr als 240 Spiele, davon rund 100 allein in diesem Jahr hinzugefügt, bei insgesamt 3,8 Millionen Mod-Downloads.
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Für den Klassiker Painkiller RTX wurden 15 remasterte Level veröffentlicht, wobei die RTX-IO-Technologie die Dateigröße um rund 30 GB reduziert. Für Morrowind RTX sind Inhalte bis zur Mages Guild verfügbar. Für den KI-Charakterdienst ACE ist eine Integration in Aniimo für Anfang 2027 angekündigt.
Auch der Cloud-Gaming-Dienst GeForce NOW erhält Updates: Neben einer DLSS-4.5-Steuerung kommen Unterstützung für Steam Machines, eine GOG-Verknüpfung, Steam-Controller-Support sowie Kompatibilität mit Firefox und Amazon Fire TV hinzu.
In der Nvidia-App selbst führt das Unternehmen ein DLSS-4.5-Override, eine Per-App-Resizable-BAR-Funktion und G-Sync-Pulsar ein. Käufer von Grafikkarten der RTX-5070-Serie und höherwertigen Modellen erhalten Control Resonant im Bundle.
An der Börse notierte die Nvidia-Aktie zum Stand des Berichtszeitraums bei 212,22 US-Dollar, ein Plus von 1,79 Prozent.
