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RTX 5090: Preise auf 11.000 Dollar gestiegen, KI-Firmen kaufen palettenweise

Veröffentlicht am: 17.09.2026 um 18:42 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die RTX 5090 ist bei US-Händlern kaum verfügbar, während Wiederverkäuferpreise stark steigen. KI-Firmen verschärfen den Engpass zusätzlich.

Nvidia RTX 5090 ausverkauft: Reseller verlangen bis zu 11.000 Dollar
Ein leeres, modernes Logistiklager mit hohen Metallregalen und dramatischem Lichteinfall, das die angespannte Marktsituation symbolisiert. Illustration mit AI erstellt.

Die Verfügbarkeit von Nvidias Flaggschiff-Grafikkarte RTX 5090 hat sich innerhalb weniger Tage dramatisch verschlechtert. Berichten vom 16. September 2026 zufolge sind die Primärbestände bei den meisten großen US-Onlinehändlern wie Amazon und Best Buy vollständig ausverkauft.

Während die unverbindliche Preisempfehlung (MSRP) ursprünglich bei 1.999 US-Dollar lag, werden auf dem Sekundärmarkt inzwischen Preise von bis zu 11.000 US-Dollar aufgerufen.

Drastische Preissteigerungen im Sekundärmarkt

Laut Marktbeobachtungen sind die regulären Lagerbestände der RTX 5090 im US-Onlinehandel seit dem 14. September 2026 weitgehend geräumt. In großen Onlineshops existieren fast nur noch Angebote von Drittanbietern.

Einem Bericht zufolge lagen die Medianpreise bereits im Juni bei 4.299 US-Dollar und stiegen Anfang September laut Branchen-Trackern auf 5.199 US-Dollar an. Inzwischen verzeichnen Händler einen Preissprung von etwa 83 Prozent, wobei viele Angebote die Marke von 6.000 US-Dollar überschreiten.

Bei Newegg wurden für eine Gigabyte Windforce am vergangenen Donnerstag noch 5.700 US-Dollar verlangt; aktuell wird das Modell bei Resellern für 9.050 US-Dollar gelistet. Als günstigste verfügbare Neuware gilt derzeit die Asus TUF, die bei Wiederverkäufern für rund 6.800 US-Dollar gehandelt wird.

In extremen Fällen erreichen Spitzenpreise für spezielle Bundles, wie die Asus 20th Anniversary Edition bei Newegg, bis zu 10.849,96 US-Dollar. Auch bei Amazon werden Modelle wie die Asus TUF für etwa 6.395 US-Dollar angeboten, während die Preise in der Spitze zwischen 8.699 und 9.600 US-Dollar liegen.

Globale Knappheit und die Rolle der KI-Branche

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Die Verknappung ist kein rein US-amerikanisches Phänomen. In Großbritannien wird die Zotac RTX 5090 bei Händlern wie Scan für 3.940 Pfund Sterling gelistet, was deutlich über der UVP von 1.939 Pfund Sterling liegt.

In der Europäischen Union führt das Portal Geizhals die Founders Edition für 5.799,99 Euro, während die ursprüngliche Preisempfehlung bei 2.329 Euro lag. Auch in Japan stiegen die Preise innerhalb einer Woche im September von rund 900.000 Yen auf etwa 950.000 Yen.

Hauptverantwortlich für diese Entwicklung ist laut Branchenberichten die enorme Nachfrage durch Firmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Diese Unternehmen kaufen die leistungsstarken Grafikprozessoren (GPUs) offenbar in großen Mengen direkt palettenweise auf.

So sollen allein für das Projekt OpenAI GPT-6 Astra rund 100.000 Nvidia-GPUs vorgesehen sein. Zudem zeigen Videoaufnahmen aus Hongkong Lagerhäuser mit tausenden RTX-50-Karten, die für chinesische KI-Unternehmen bestimmt sein sollen.

Technische Daten und Marktanteile

Die auf dem GB202-Chip basierende RTX 5090 verfügt über 32 GB GDDR7-Speicher. Die Standardversion erreicht eine Rechenleistung von 3.352 TOPS, während die für den Export beschränkte Variante RTX 5090 D auf .2375 TOPS kommt.

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Trotz der aktuellen Lieferengpässe dominiert Nvidia den Markt für High-End-GPUs. Laut Daten von Jon Peddie Research hält das Unternehmen einen Marktanteil von 90 Prozent und liefert pro Quartal etwa 12,5 Millionen High-End-Grafikkarten aus. Nvidia-CEO Jensen Huang kündigte angesichts der Nachfrage an, die Produktion vervierfachen zu wollen.

Interessante Einblicke in den Privatkundenmarkt lieferten Zahlen des Händlers Mindfactory aus der ersten Septemberwoche. Dort kam AMD bei den Stückverkäufen auf einen Anteil von 56 Prozent, während Nvidia bei 40 Prozent lag. Dies deutet darauf hin, dass Spieler aufgrund der extremen Preise und mangelnden Verfügbarkeit der Nvidia-Topmodelle verstärkt auf Alternativen ausweichen.

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