RTX, Grafikkartenpreise

RTX 5090: Grafikkartenpreise auf 5.090 Dollar, 145 % über UVP

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 02:43 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Die RTX 5090 kostet in den USA durchschnittlich 145 Prozent mehr als empfohlen. Speicherknappheit verteuert auch weitere GPU-Modelle.

NVIDIA RTX 5090: Preise steigen weltweit deutlich über die UVP
Eine hochwertige Grafikkarte auf einer dunklen Metalloberfläche in einem professionellen Studioumfeld. Illustration mit AI erstellt.

Die Verkaufspreise für NVIDIAs High-End-Grafikkarte GeForce RTX 5090 haben zum Monatswechsel auf September 2026 ein neues Rekordniveau erreicht. In den USA stieg der Durchschnittspreis für spezifische Modelle wie die Asus TUF Gaming OC auf 5.090 US-Dollar. Damit liegt der Marktpreis rund 145 % über der ursprünglichen unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) von 1.999 US-Dollar. Berichten zufolge kletterten die Preise allein im vergangenen Monat um 20 %, während seit Februar ein Anstieg von 41 % verzeichnet wurde.

Globale Preisentwicklung und regionale Unterschiede

Die Preissteigerungen betreffen den gesamten Weltmarkt, wobei die USA die deutlichsten Aufschläge verzeichnen. Während die RTX 5090 global im Schnitt 136 % über der UVP gehandelt wird, liegt dieser Wert in den USA bei 145 %.

Standardmodelle der Serie kosten dort inzwischen oft über 5.090 US-Dollar. So wurde die Asus TUF Gaming Ende August mit 5.169 US-Dollar gelistet, was dem 2,5-fachen der UVP entspricht. Auch Sondereditionen wie die MSI Lightning Z erreichten die Marke von 5.090 US-Dollar.

In Europa zeigt sich ein ähnliches Bild. Das günstigste in den USA verfügbare Modell wurde zuletzt für 5.169 US-Dollar angeboten, während die Preise in Großbritannien bei 3.939 Pfund und in der EU bei 4.857 Euro begannen. Besonders drastisch fiel eine Erhebung für den spanischen Markt aus: Dort erreichte der Durchschnittspreis der RTX 5090 einen Wert von 6.227,99 Euro.

Die Preisspanne reichte dabei von 5.132,90 Euro für eine Gigabyte Gaming OC bis hin zu 8.529,59 Euro für die Gigabyte AORUS Stealth ICE. Marktbeobachtern zufolge werden derzeit nur noch fünf Varianten der Karte weltweit für unter 5.300 US-Dollar angeboten.

Engpässe bei Speicherkomponenten als Preistreiber

Als Hauptursache für die rasant steigenden Hardware-Kosten gelten massive Versorgungsengpässe und Preissteigerungen bei Speicherbausteinen. Insbesondere die hohe Nachfrage von KI-Unternehmen nach GDDR7-Speicher verknappt das Angebot für die Grafikkartenproduktion.

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Doch auch bei älteren Standards sind die Kosten explodiert: Die Spotpreise für GDDR6-Speicher haben sich auf 7,50 US-Dollar pro Gigabyte verdreifacht. Damit macht der Speicher inzwischen rund 80 % der gesamten Herstellungskosten einer Grafikkarte aus.

In China wurde Ende August von einer Verdreifachung der Preise für Speicherchips berichtet. 16 GB DDR5-Speicher stiegen dort von 300 auf 1.500 Yuan. Diese Entwicklung führt dazu, dass Wiederverkäufer bei einer RTX 5090 Gewinne von etwa 2.000 Yuan pro Karte erzielen können.

Analysten weisen darauf hin, dass die Preise für DRAM- und NAND-Komponenten seit Mitte des Jahres massiv angezogen haben. Ein 16-GB-RAM-Chip, der im Juni noch für 4,76 US-Dollar gehandelt wurde, kostete zuletzt etwa 60 US-Dollar. Branchenexperten rechnen damit, dass diese Engpässe noch zwei Jahre oder im Extremfall bis zum Ende des Jahrzehnts andauern könnten.

Auswirkungen auf das Marktportfolio und Herstellerzahlen

Der Preistrend betrifft nicht nur das Spitzenmodell, sondern zieht sich durch das gesamte aktuelle Portfolio. Im August 2026 stiegen die GPU-Preise im Schnitt um 15 % gegenüber dem Vormonat. Dabei legten NVIDIA-Karten um durchschnittlich 19 % zu, während Produkte von AMD um 11 % teurer wurden.

Die RTX 5080 wird im Schnitt 38 % über UVP gehandelt, bei der RTX 5070 liegt der Medianpreis bei 899,99 US-Dollar, was einem Aufschlag von 36 % entspricht. Besonders stark betroffen ist auch das Massensegment, wo die RTX 5060 Ti mit 16 GB bereits 70 % über der Preisempfehlung liegt.

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Diese Marktsituation schlägt sich deutlich in den Bilanzen der Hardware-Partner nieder. PC Partner meldete für das erste Halbjahr 2026 einen Umsatz von 6,45 Milliarden HK-Dollar, was einem leichten Plus von 1,5 % entspricht. Der Nettogewinn des Unternehmens konnte jedoch auf 545,5 Millionen HK-Dollar verdoppelt werden.

Die RTX 5090 allein trug mit 1,1 Milliarden HK-Dollar rund 17,5 % zum Gesamtumsatz bei. Neben dem Endkundengeschäft startete das Unternehmen im Juli 2026 mit der Auslieferung von KI-Servern, deren Preise pro Einheit zwischen 130.000 und 200.000 US-Dollar liegen.

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